Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 22-18694
Grunddaten
- Betreff:
-
Vom Stern- zum Netzverkehr mit dem Flexo-Bus?!
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- CDU-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben
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zur Beantwortung
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10.05.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die aktuelle wirtschaftliche und natürlich auch die umweltpolitische Lage in Deutschland mit erhöhten Mobilitätskosten für den motorisierten Individualverkehr sowie einer avisierten Reduktion von Treibhausgasen insbesondere im Sektor Verkehr führen zu einer Neubewertung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Die von Eigentümern eines Pkw, der mit Diesel oder Benzin betrieben wird, aufzubringenden Kosten für den motorisierten Individualverkehr sind in letzter Zeit, auch wegen des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen, stark gestiegen.
Eine verstärkte Nutzung des ÖPNV wird inzwischen eigentlich von allen politischen Lagern als integraler Bestandteil der von der Bundesregierung beabsichtigten Verkehrswende betrachtet. Hinzu treten eine Dekarbonisierung des motorisierten Individualverkehrs mittels alternativer Antriebe (bspw. Elektromobilität, Wasserstoff-Antrieb etc.) sowie eine Stärkung des Fuß- und Radverkehrs.
Der Regionalverband Großraum Braunschweig will bis 2030 die Fahrgastzahlen in seinem Verbundgebiet verdoppeln. Ab 1. Juni dieses Jahres soll darüber hinaus für drei Monate ein 9-Euro-Ticket für den ÖPNV eingeführt werden. Insbesondere die (zumindest zeitweise) kostengünstige Nutzung des ÖPNV soll als kurzfristig umzusetzende Maßnahme zu bemerkenswerten Nachfragesteigerungen im ÖPNV führen.
Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist die Nutzerfreundlichkeit des ÖPNV und hierbei der sogenannte „Umsteigewiderstand“. Je geringer die Distanz zwischen zwei Zielen ist, um so eher möchte der Nutzer nicht umsteigen. Diese Problematik stellt sich insbesondere in Städten mit Sternverkehr in die Innenstadt und wenigen Ringverbindungen dar – wie bekanntlich in Braunschweig. In den letzten Jahren gab es einige Ansätze, um die sprichwörtliche „letzte Meile“ durch bedarfsorientierten ÖPNV (so genannten „On-Demand-Verkehr“) zu schließen.
Der Flexo-Verkehr bietet insofern eine gute Alternative für Braunschweig. Statt die sternförmig von den Außenbereichen in die Innenstadt angelegten Busverbindungen höher zu takten, könnte auch ein ausgebauter On-Demand-Verkehr zwischen den Außenbereichen diese besser miteinander verknüpfen.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1. Welche konkreten Maßnahmen sind mittelfristig erforderlich, um die Außenbereiche Braunschweigs besser miteinander zu verknüpfen?
2. Ist der Einsatz von flexo-Bussen in den Außenbereichen eine geeignete kurzfristige Maßnahme, um dieses Ziel zu erreichen?
3. Welche finanziellen Auswirkungen würden sich bei Umsetzung der beiden vorgenannten Punkte ergeben?
