Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 22-17658
Grunddaten
- Betreff:
-
Raumprogramm für die Erweiterung des Gymnasiums Neue Oberschule
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 40 Fachbereich Schule
- Beteiligt:
- 20 Fachbereich Finanzen; 65 Fachbereich Gebäudemanagement; 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Dr. Arbogast
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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13.05.2022
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Entscheidung
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Sachverhalt
Sachverhalt:
- Ausgangslage, Raumbedarf der NO
In 2017 war auf der Basis einer damaligen Schülerzahlprognose ein sukzessiver Anstieg der Schülerzahlen an den Gymnasien erkennbar, der den Rat dazu veranlasst hat, eine Erweiterung der städtischen Gymnasialkapazitäten um bis zu fünf Züge an den Gymnasien Ricarda-Huch-Schule (RHS), Lessinggymnasium und NO zu beschließen (s. Ds. 17-05461). Alle drei Gymnasien sollen die räumlichen Ressourcen für eine Fünfzügigkeit erhalten. Auch die geplante Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren (G9) ab dem Schuljahr 2020/2021 gab den Anlass, die räumlichen Bedingungen an allen Gymnasien zu überprüfen. Zum Ende des Schuljahres 2018/2019 wurde die bis dahin bestehende Außenstelle Bültenweg der NO aufgegeben. In der Außenstelle Bültenweg wurden bis zu diesem Zeitpunkt die Jahrgänge 5 und 6 räumlich versorgt. Die Nutzung der Räume am Standort Bültenweg war ab 2019/2020 nicht mehr möglich, da die Grundschule Bültenweg die bisher vom Gymnasium genutzten Räume infolge von Neubaugebieten für steigende Schüler- und Klassenzahlen selbst benötigt hat bzw. künftig benötigen wird. Um die Jahrgänge 5 und 6 an den Hauptstandort der NO verlagern zu können und für die Zukunft ein Gebäude für die Auslagerung von Klassen von Schulen vorzuhalten, die beispielsweise saniert werden, wurde ein Interimsgebäude mit
12 Allgemeinen Unterrichtsräumen (AUR) einschließlich einer Lehrerstation in unmittelbarer Nähe der NO bereitgestellt, dessen Erstnutzer diese Schule ist.
Auf der Grundlage des inzwischen entwickelten Standardraumprogramms für Gymnasien
(s. Ds. 20-12485 und 20-12485-01) erfolgte eine erneute Überprüfung der räumlichen Ressourcen der NO und die Entwicklung eines Raumprogramms unter Berücksichtigung der geplanten Fünfzügigkeit der Schule. Mit der Umsetzung des Raumprogramms soll das Interim entbehrlich werden.
Bisher nutzen die RHS und die NO den zwischen beiden Schulanlagen errichteten Erweiterungsbau, Mendelssohnstraße 7, gemeinsam. Dieses Gebäude umfasst Fachunterrichtsräume (FUR) für Kunst, Musik und Darstellendes Spiel für beide Gymnasien und beherbergt eine gemeinsame Mediathek. Es war Wunsch der Schulen, diesen Erweiterungsbau im Zuge der baulichen Erweiterung beider Schulen künftig nur noch einem Gymnasium zuzuordnen. Die Abwägung der verschiedenen (pädagogischen wie wirtschaftlichen) Interessen hat zu der Entscheidung geführt, dass der Erweiterungsbau an die NO fällt. Die FUR, die von der RHS im Erweiterungsbau genutzt werden, übernimmt künftig die NO. Außerdem wird die NO alleiniger Nutzer der vorhandenen Mediathek. Die RHS erhält nach dem vom VA bereits im vergangenen Jahr beschlossenen Raumprogramm Ersatz für die Räume (s. Ds. 21-15931). Die Übernahme der Räume im Erweiterungsbau seitens der NO kann erst erfolgen, wenn die bauliche Erweiterung der RHS abgeschlossen ist.
- Raumprogramm der NO
Die genaue Ausplanung, welche der benötigten Nutzungen in einem Erweiterungsbau untergebracht oder im Rahmen der Umwidmung von Bestandsflächen entstehen werden, soll der späteren Vorentwurfsplanung vorbehalten bleiben. Nachfolgend ist daher nur der ermittelte Raumbedarf als Raumprogramm näher beschrieben.
Das Raumprogramm beinhaltet die Herstellung von insgesamt 29 AUR unterschiedlicher Größe (inklusive des Ersatzes der Räume im Interim), eines großen und eines kleinen Differenzierungsraums. Damit die von der Schule gewünschte Beibehaltung der zentralen Lage der Verwaltungsräume im Schulgebäude gelingt, soll der naturwissenschaftliche Trakt umgestaltet werden. So könnten die FUR Biologie einschl. Vorbereitungs- und Sammlungsraum in den geplanten Neubau verlagert werden, um den notwendigen Platz für einen größeren Lehreraufenthaltsbereich und weitere Verwaltungsräume zu erhalten. Die Schule verfügt über keine eigene Mensa, da die Schülerinnen und Schüler die nahegelegene Mensa der TU für das Mittagessen nutzen. Um insbesondere den Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Oberstufe außerhalb der Mensazeiten ein Angebot für die Versorgung mit kleinen Snacks und Getränken zu bieten, soll im Bestand eine Cafeteria mit Nebenräumen entstehen, die den bisherigen Kiosk ablöst. Ferner fehlt der Schule ein FUR Physik, es ist das Defizit an Lehrmittelräumen auszugleichen und es sollen mit Umbaumaßnahmen zwei vollwertige FUR EDV entstehen. Die insgesamt umzuwidmende Fläche des Bestandsgebäudes wird auf rund 1.100 m² geschätzt.
Es könnte ein winkelförmiger Neubau in dreigeschossiger Bauweise den vorhandenen Gebäudebestand im Norden und Nordwesten ergänzen (s. beigefügten Lageplan). Der Neubau mit einer geplanten Nutzfläche von ca. 2.100 m² könnte an das Bestandsgebäude angeschlossen werden. Der damit entstehende Hofraum würde der Belüftung und Belichtung des Altbaus wie des Neubaus dienen. Ein winkelförmiger Neubau würde vorhandene Strukturen aufgreifen und sich harmonisch einfügen. Es wäre kein Abriss von Bestandsbauten (z. B. Musikpavillon) erforderlich und in den vorhandenen alten Baumbestand müsste nur geringfügig eingegriffen werden. Diese Neubauvariante ist gegenüber anderen untersuchten Varianten die wirtschaftlichste und günstigste, die die schulischen Vorstellungen zur Realisierung des Raumprogramms unter innerschulorganisatorischen Aspekten am besten berücksichtigt.
Das Raumprogramm ist mit der Schule abgestimmt.
- Kosten und Finanzierung
Für einen Erweiterungsbau und die Umwidmungen im Bestand wird ein grober Kostenrahmen von rd. 14,34 Mio. € angenommen (Erweiterungsbau: rd. 13,08 Mio. €, Umbau im Bestand: rd. 1,26 Mio. €).
Im Haushaltsplan 2022 / IP 2021 – 2025 sind bei dem Projekt „GY NO / Erweiterung (4E.210207) ausreichend Finanzraten eingeplant:
Gesamt in T€ | Bis 2021 in T€ | 2022 in T€ | 2023 in T€ | 2024 in T€ | 2025 in T€ | Restbedarf in T€ |
16.754,9 | 254,9 | 0 | 5.500 | 5.500 | 5.500 | 0 |
Aufgrund der bereits aus der Vergangenheit an der Schule durchgeführten PPP-Maßnahmen und dem daraus erfolgten laufenden Betrieb sind die aktuell vorgesehenen Baumaßnahmen mit dem Betreiber HOCHTIEF abzustimmen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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224 kB
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