Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 22-18527

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Schon am 30.06.2006 wurde im Ausschuss für Kultur und Wissenschaft der Drucksache 10589/06 einstimmig zugestimmt:

„Dem Vorschlag der Verwaltung, in einem mehrjährigen Prozess die Braunschweiger Okerbrücken dauerhaft künstlerisch zu gestalten, wird zugestimmt.

Die Zustimmung erfolgt vorbehaltlich der Finanzierung der einzelnen Kunstwerke überwiegend durch Drittmittel.“

Die damalige Begründung erscheint auch weiterhin aktuell:

„Die große Resonanz des Publikums bei den temporär angelegten Kunstprojekten Lichtparcours 2000 und Braunschweig Parcours 2004 hat gezeigt, dass der Oker-Bereich als Ort künstlerischer Interventionen sehr positiv aufgenommen wird. Mit diesen Projekten befasste sich Braunschweig in besonderer Weise mit der Relevanz zeitgenössischer bildender Kunst für den Kulturraum Stadt sowie mit einer neuen Form des Zusammenspiels zwischen öffentlichem Lebensraum und ästhetischer Maßnahme.

Anders als bei diesen bisherigen, temporär angelegten Ausstellungen im öffentlichen Raum, ist es jedoch nunmehr im gesamtstädtischen Interesse, durch dauerhaft angelegte Installationen die Attraktivität des Okerbereichs nachhaltig zu steigern.

Es handelt sich daher um ein langfristig angelegtes Austellungsprojekt im öffentlichen Raum, das sich der künstlerischen Intervention an den Braunschweiger Okerbrücken widmet. Dabei sollen die für die urbane Struktur Braunschweigs so charakteristischen Okerbrücken erneut zum Gegenstand künstlerischer Gestaltungen werden. 24 Brücken führen über den Umflutgraben der Oker. Sie verbinden die Altstadt mit den Fernstraßen und den Gebieten der Stadterweiterung, die nach der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzte. Den gewachsenen verkehrlichen Anforderungen entsprechend wurden Brücken erweitert oder durch Neubauten ersetzt. Diese Brücken repräsentieren rd. 155 Jahre Braunschweiger Bau- und Stadtbaugeschichte. Sie sind in ihrer jeweiligen Gestaltung, Konstruktion und Materialwahl anschauliche Belege ihrer Zeit.

Ab 2007 sollen in einem mehrjährigen Prozess weitestgehend alle Braunschweiger Okerbrücken in Lichtkunstwerke verwandelt werden. Der Schwerpunkt der Gestaltung wird dabei auf den Brücken der westlichen und der östlichen Umflut liegen. Die aus dem Lichtparcours und dem Braunschweig Parcours verbliebenen Kunstwerke werden mit einbezogen.

 

Die Attraktivität des Okerbereichs soll für Braunschweiger und auswärtige Gäste gesteigert werden, so dass ein Besuch an der Oker zu einem Erlebnis wird. Auf diesem Wege wird über den Aspekt der zeitgenössischen Kunst marketingwirksam das Image Braunschweigs als Stadt der Kultur und Wissenschaft nachhaltig gefördert. Integraler Bestandteil der einzelnen Arbeiten wird der jeweils enge Ortsbezug zur Okerbrücke sein. International renommierte Künstlerinnen und Künstler werden dazu gezielt nach Braunschweig eingeladen und um einen Entwurf gebeten.

Das finanzielle Gesamtvolumen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht verbindlich einzuschätzen. Es ist stark von der späteren Anzahl tatsächlich einbezogener Brücken abhängig. Aus den Erfahrungen der bisherigen temporären Projekte ist jedoch davon auszugehen, dass die Einmalkosten je Brücke für Entwurf und Baumaßnahmen zwischen 120.000,- und 150.000,- € betragen werden. Die Finanzierung soll überwiegend aus Drittmitteln von Sponsoren, Förderern und Spendern sichergestellt werden.

I. V. gez. Laczny“

Im Protokoll zur damaligen Sitzung findet man auch folgende Ergänzung:

„Herr Dr. h. c. Biegel (Bürgermitglied) unterstützt die von der Verwaltung vorgetragene Idee der dauerhaften Gestaltung der Okerbrücken. Er regt an, bei der Brücke Jasperallee das dort vorhandene Figurenensemble einzubeziehen.“

Weitere Informationen zum Projekt Okerlicht findet man auch auf wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Okerlicht

Da dieses Projekt schon damals parteiübergreifend Zustimmung fand, und es schade wäre, wenn es in Vergessenheit gerät, fragen wir:

1) Wie ist der aktuelle Sachstand zum Projekt Okerlicht?

 

2) Besteht die Möglichkeit, das Projekt zum Beispiel mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern und moderner LED-Technik kostengünstiger zu realisieren?
 

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