Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 22-18528-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Die Verwaltung hat die Braunschweig Stadtmarketing GmbH (BSM) um eine Stellungnahme gebeten. Die BSM setzt eigene Veranstaltungen wie Veranstaltungen mit verkaufsoffenen Sonntagen oder den Weihnachtsmarkt um, berät Veranstalter innerhalb und außerhalb der Okerumflut und ist für die Beantragung jeglicher Veranstaltungen in der Innenstadt zuständig. Durch diese ihr übertragenen Aufgaben steht die BSM stets in Kontakt mit Veranstaltern jeglicher Rechtsformen. Die BSM hat wie folgt zu dem Antrag Stellung genommen:

 

Allein in der Braunschweiger Innenstadt finden im Jahr über 100 wirtschaftlich oder gemeinnützig organisierte Veranstaltungen in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Flächenbedarfen statt. Die Veranstaltungen haben jeweils einen thematischen Schwerpunkt, um das Besucherinteresse zu wecken und die notwendige Differenzierung in der vielfältigen Veranstaltungslandschaft zu erreichen. Auch für die Beteiligung von Partnern und Ausstellern, die einen erheblichen Beitrag zum Programm und zur Finanzierung einer Veranstaltung leisten, ist dies notwendige Voraussetzung.

 

Mit dem stadtsommervergnügen des Schaustellerverbandes Region Harz und Heide e. V. oder dem Straßenmusikfestival Buskers des Kulturzelt Braunschweig e. V. seien zwei Beispiele genannt, die im Vorschlag der „Braunschweiger Messe“ enthaltene Schwerpunkte bereits setzen. Zusätzlich gibt es ähnliche Veranstaltungen, Konzertreihen und kleinere Festivalformate im Stadtgebiet. Eine Integration dieser Themen in eine breit angelegte Mischveranstaltung wäre nach Einschätzung des Stadtmarketings wenig erfolgversprechend.

 

In dem 1992 im Johann Heinrich Meyer Verlag Braunschweig erschienenen Braunschweiger Stadtlexikon ist auf den Seiten 40-41 die wechselvolle Geschichte der Braunschweiger Messen nachzulesen. Dem Niedergang im 19. Jahrhundert folgte ein Wiedererstarken um 1900, das allerdings an Braunschweig weitgehend vorbeiging. 1910 endete die Geschichte der Messen nicht, aus feuerpolizeilichen Gründen aber erfolgte eine Verlagerung auf den Schützenplatz, wo sie auch in jüngster Zeit als Volksfest bzw. Rummel stattfinden. In der Vergangenheit wurden auch verschiedene Verbrauchermessen durchgeführt, etwa in Braunschweig die Verbrauchermesse Harz + Heide auf dem Messegelände, die inzwischen ebenfalls eingestellt wurde.

 

Aus den zuvor genannten Gründen erachtet die BSM die Etablierung einer Veranstaltung, die einer Mischung von Akteurinnen und Akteuren aus der Kunst- und Kulturszene, dem Kunsthandwerk sowie der Wirtschaft die Möglichkeit zur Präsentation geben soll, im Sinne der Partner und des Innenstadtmarketings als nicht attraktiv. Eine solche Messe hätte darüber hinaus einen hohen Flächenbedarf, der unter Berücksichtigung der Belange der Anlieger aus Gastronomie und Einzelhandel als auch der Anwohnerinnen und Anwohner nicht oder nicht konfliktfrei zur Verfügung stünde.

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