Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 22-18527-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage Drs. 22-18527 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu 1.) Wie ist der aktuelle Sachstand zum Projekt Okerlicht?

 

Im Nachgang des Lichtparcours 2000 konnte die Arbeit „Bogen der Erinnerung“ von Fabrizio Plessi am Kalenwall als Dauerinstallation für Braunschweig erhalten bleiben. Möglich wurde das durch die Unterstützung eines Sponsors. Darüber hinaus startete das Projekt Okerlicht im Jahr 2008 mit der ersten Dauerinstallation „Evokation in Rot“ von Yvonne Goulbier an der Jasperalleebrücke.

 

Zum damaligen Zeitpunkt, im Jahre 2006, als die Kulturverwaltung den Beschluss vorgelegt hat, war nicht abzusehen, dass es weitere Projekte des Lichtparcours geben würde; im Ergebnis haben insgesamt nf Ausstellungen zeitgenössischer Lichtkunst stattgefunden. Das größte Interesse sowohl bei Künstlerinnen und Künstlern als auch bei den TouristInnen sowie bei den BürgerInnen Braunschweigs sind immer wieder die Okerbrücken. Wenn weitere Okerbrücken mit dauerhaften Installationen belegt werden würden, würde ein Lichtparcours als Format irgendwann obsolet werden. Sofern trotz der finanziellen Haushaltssituation die Mittel für eine Neuauflage eines Parcours-Projektes im Haushalt verbleiben und mit hin für einen Neustart zur Verfügung stehen, beabsichtigt die Verwaltung auch 2024, so der geplante Zeitraum, die Brücken wieder in das Zentrum der Installationen zu rücken.

 

Nichtsdestotrotz ist die Verwaltung auch weiterhin daran interessiert, das Projekt „Okerlicht“ umzusetzen. Im Zuge der Lichtparcours wurde eine Vielzahl temporärer Lichtkunstarbeiten an und unter Brücken, in der Oker bzw. in unmittelbarer Ufernähe realisiert. So war es möglich, wie 2006 bereits angekündigt, mit Hilfe von Sponsoren und privaten Spenden sowohl im Nachgang von 2004 und 2016 jeweils eine der Position permanent für Braunschweig zu erhalten: Der „Elsterflohmarkt von Mark Dion und Solarkatze von Michael Sailstorfer. Auch aus dem letzten Lichtparcours aus dem Jahre 2020 ist eine Position für die dauerhafte Präsentation im Stadtraum vorgesehen. Die Finalisierung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

 

 

 

Zu 2.) „Besteht die Möglichkeit, das Projekt zum Beispiel mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern und moderner LED-Technik kostengünstiger zu realisieren?“

 

Beide permanenten Lichtkunstarbeiten mit unmittelbarem Okerbezug, sowohl die Arbeit von Fabrizio Plessi als auch die von Yvonne Goulbier sind bereits mit LED-Technik versehen.

Grundsätzlich obliegt es den Kunstschaffenden selbst, sich im Zuge des künstlerischen Prozesses r eine Variante der technischen Umsetzung zu entscheiden. Im Mittelpunkt sollte dabei zunächst die künstlerische Qualität einer Lichtkunstarbeit stehen und keine technischen Vorgaben.

Im Rahmen der Künstlerinnen- und Künstlerauswahl für den Lichtparcours finden grundsätzlich Positionen aus dem Umfeld der HBK Berücksichtigung.

Die Formulierung „günstig“ im Kontext von Lichtkunst ist immer relativ und nicht eindeutig mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten.

 

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