Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 22-18584-01

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der SPD-Fraktion im Stadtbezirksrat 212 Südstadt-Rautheim-Mascherode vom 20.04.2022 (DS-18584) nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

Zu Frage 1:

 

Die Wurzelbereiche der Bäume wurden mit einer sogenannten mineralischen Mulchschicht/Steinen abgedeckt, die sich in zweierlei Hinsicht positiv auf die Baumpflanzung auswirkt. Zum einen reduziert sich dadurch aufkommender Wildwuchs, womit sich im weiteren Verlauf die Pflegekosten reduzieren. Zum anderen wird der Boden insbesondere während trockener Phasen aufgrund der Art und Ausführung der Abdeckung, vor allem durch die Unterbrechung der Bodenkapillaren, vor Austrocknung geschützt. Dadurch steht dem Baum im Bereich der Baumscheibe mehr Bodenfeuchtigkeit zur Verfügung.

 

Bei dieser Art der Ausführung wird aber im Vergleich zu den sogenannten Schottergärten kein Vlies eingesetzt, so dass nach wie vor ein Bodenanschluss besteht und abhängig von der Schichtstärke auch von Kleinstlebewesen erreicht werden kann.

 

Zu Frage 2:

 

Eine Alternative bestünde durch den Einbau von Baumrosten aus Gusseisen. Dadurch würden nach bisherigen Erfahrungswerten pro Baum etwa drei- bis viertausend Euro inkl. Einbau anfallen. Das Freihalten der Öffnungen von Müll und aufkommenden Pflanzen würde dadurch jedoch nicht unterbunden werden. In diesen Fällen wäre der Pflegeaufwand sogar kostenintensiver durch die Art der Ausführung. Aus Kostengründen wurde deshalb die mineralische Mulchschicht gewählt.

 

Zu Frage 3:

 

In diesem speziellen Fall wäre bei der Größe der Einzelbaumscheiben eine Unterpflanzung nur mit einem sehr hohen Pflegeaufwand dauerhaft zu erhalten. Das mineralische Mulchmaterial ist eine empfohlene, pflegeextensive und somit kostengünstige Variante, die hier insbesondere die Baumscheibe vor Austrocknung innerhalb der Pflasterflächen schützen soll. Rindenmulch wäre an dieser Stelle aufgrund der natürlichen Zersetzungsprozesse nicht nur in regelmäßigen Abständen zu ergänzen bzw. zu erneuern, sondern würde aufgrund der natürlichen Zersetzungsprozesse dem Boden zudem wertvollen Stickstoff entziehen. Gleichzeitig stellt zersetzender Rindenmulch auch einen guten Nährboden für Schadpilze dar.

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