Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 22-18808
Grunddaten
- Betreff:
-
Projekt "Stolpersteine 2022"
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 41 Fachbereich Kultur und Wissenschaft
- Verantwortlich:
- Dr. Hesse
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 120 Östliches Ringgebiet
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Entscheidung
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15.06.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Gemäß § 93 Abs. 1 Ziffern 5 und 10 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes
(NKomVG) in Verbindung mit § 16 Abs. 1 Ziffer 8 der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig
vom 8. November 2011 in der derzeit geltenden Fassung entscheiden die Stadtbezirksräte
über die Aufstellung von Kunstwerken. Vorliegend handelt es sich bei der Verlegung
sogenannter Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig um derartige Kunstwerke.
Entsprechend dem Konzept des Projektes Stolpersteine enthalten jeweils neu zu verlegende
Steine den Namen der Opfer des Nationalsozialismus sowie kurze Angaben zum
Geburtsjahr und zum jeweiligen Schicksal.
Der Verein „Stolpersteine für Braunschweig e. V.“ hat die folgenden Daten zu der Person
ermittelt und der Verwaltung mitgeteilt:
Roonstraße 12
James Salfeld
Geboren: 12.03.1870 in Braunschweig
Lebenslauf/ Schicksal: Er war Inhaber der Carl J. Salfeld-Manufakturen-Großhandlung in der Friedrich-Wilhelm-Str. 4. Er starb am 25.04.1934.
Ausbildung/ Beruf: Kaufmann
Wohnort: Roonstraße 12
Grund der Verfolgung: Er wurde als Jude verfolgt.
Verfolgung: In den Jahren 1933 und 1934 erfolgten durch den Boykott jüdischer Geschäfte Schikanen gegen sein Geschäft.
Verlegungsort: Roonstraße 12
Recherche durch: Realschule John-F.-Kennedy-Platz
Henny Clara Salfeld, geb. Neuberg
Geboren: 11.06.1882 in Hannover
Lebenslauf/ Schicksal: Seit dem 6.12.1905 verheiratet mit James Salfeld. Am 30.12.1906 zog sie mit ihm nach Braunschweig.
Ausbildung/ Beruf: unbekannt, vermutlich Hausfrau
Wohnort: Roonstraße 12
Grund der Verfolgung: Sie wurde als Jüdin verfolgt.
Verfolgung: Im Jahr 1940 musste sie mit ihrem Mann in das Haus im Neuen Weg 19 umziehen. Am 01. März 1943 wurde ihr ihr gesamtes Vermögen „zu Gunsten des Deutschen Reiches“ abgenommen. Sie starb am 03. März 1943 in Braunschweig indem sie sich selbst mit Veronal vergiftete. Laut Gestapo Vermerk wollte sie sich einer Deportation entziehen.
Verlegungsort: Roonstraße 12
Recherche durch: Realschule John-F.-Kennedy-Platz
