Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 22-18811

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Sachverhalt

Sachverhalt:
 

Anlass

Im Zusammenhang der Realisierung von Braunschweigs erstem Pocket-Park ist für den Standort Kannengießerstraße eine Informations- und Austauschveranstaltung für den 13. Juni 2022 geplant. Die Ergebnisse sollen in die weitere Planung einfließen.

Es ist beabsichtigt, im weiteren Planungsverlauf den Entwurf als Beschlussvorlage durch die Gremien bestätigen zu lassen.

 

Hintergrund

Seit geraumer Zeit wird in Politik und Gesellschaft über mehr Grün in der Innenstadt diskutiert. Dazu gibt es bereits etliche Willensbekundungen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des sich vollziehenden Klimawandels, auch durch den sich mit der Pandemie beschleunigenden Strukturwandel, braucht die Innenstadt eine Antwort auf diese Entwicklungen.

 

Zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und vor allem um künftige Temperaturspitzen abzumildern, ist die Idee sogenannter Pocket-Parks entstanden. Die Stadt Braunschweig beabsichtigt in diesem Kontext, die politisch gewünschte Aufwertung und Umgestaltung des Parkplatzes an der Kannengießerstraße in Verbindung mit dem Bereich ‚Alter Zeughof' planerisch zu konkretisieren, um nach der Sanierung der Packhoftiefgarage die Realisierung des ersten Po-cket-Parks von Braunschweig voranbringen zu können.

 

Die Begrifflichkeit des Pocket-Parks beschreibt einen kleinen, bisher anders genutzten oder wenig wahrgenommenen Freiraum, der zu einem ´Mini-Park´ in meist hochverdichteten Quartieren umgestaltet werden soll. Neben der anvisierten Kühlung durch Grünsubstanz in einer sich zunehmend aufheizenden Innenstadt sollen solche öffentlich zugänglichen Bereiche einen Beitrag zur Erhöhung der Aufenthalts- und Lebensqualität des direkten Umfeldes liefern.

 

Dies vorausgeschickt, folgt diese Absicht dem Beschluss des Intergierten Stadtentwicklungs-konzeptes Braunschweig 2030 (ISEK) durch den Rat der Stadt Braunschweig im Jahr 2018. Die darin definierten fünf Leitziele mit 26 Rahmenprojekten sollen sukzessive umgesetzt werden. Pocket-Parks sind ein wesentlicher Baustein dieser Rahmenprojekte.

Erste Gestaltungsskizzen eines Pocket-Parks am Standort Kannengießerstraße wurden von der Verwaltung erarbeitet und in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschuss am 30. November 2019 sowie im Stadtbezirk 131 Innenstadt am 5. November 2019 vorgestellt (DS-Nr. 19-11817). Einem Auftrag der Politik folgend, hat die Verwaltung im Planungs- und Umweltausschuss im Juli 2021 zudem mögliche weitere Standorte für Pocket-Parks präsentiert. In der verdichteten Innenstadt innerhalb der Okerumflut wurden neben dem Standort Kannengießerstraße 19 zusätzliche potentielle Flächen identifiziert (DS- Nr. 21-16173/DS-Nr. 21-16173-01).

 

 

Austausch- und Informationsveranstaltung - Pocket-Park Kannengießerstraße:

Der Bereich des in Rede stehenden Standorts war einst dicht bebaut und wird seit den Zerstörungen des zweiten Weltkriegs als Parkplatz genutzt. Die Bestandsplatanen innerhalb der versiegelten Flächen sollen künftig in ein grünes Umfeld integriert werden. Erste Erhaltungsmaß-nahmen an zwei Platanen sind bereits durchgeführt worden. Im Straßenraum bleibt das bestehende Stellplatzangebot für die Anwohner erhalten.

 

Der Rahmen einer Beteiligungsform wurde bislang nicht weiter konkretisiert. Zuletzt wurde dem Planungs- und Umweltausschuss im Juni 2021 mitgeteilt, dass eine Beteiligung dem Zweck einer hochwertigen Planung sowie einer hohen Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern dienen solle. Dazu hat es einen engen Austausch mit dem Referat Stadtentwicklung, Statistik und Vorhabenplanung gegeben.

 

Die Verwaltung geht in der gewählten Beteiligungsform insbesondere auf die Menschen zu, die als Anwohner im Bereich der Kannengießerstraße und Schützenstraße unmittelbar tangiert sind. Dazu gehört aber auch die Evangelische Kirche, hier der Propsteiverband Braunschweiger Land und die Gemeinde St. Ulrici-Brüdern.

 

Darüber hinaus soll der Nutzerkreis durchaus weiter gefasst werden. Dies soll durch die Beteiligung der gewählten Vertreterinnen und Vertreter des Stadtbezirks Mitte sichergestellt werden.

 

Neben einer Information zu den räumlichen, funktionalen und ökologischen Gegebenheiten soll gleichermaßen ein spannender Austausch im Rahmen dieser Veranstaltung zu vorgebrachten Wünschen und Anregungen entstehen. Der Behindertenbeirat soll anschließend ebenfalls in die Vorplanung eingebunden werden.

 

Die Verwaltung beabsichtigt einen weiteren Austausch im Zuge der anstehenden Entwurfsplanung.
 

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