Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 22-19036

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Es ist Konsens bei allen Betroffenen – egal, ob Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer oder Politik –, dass erneute Schulschließungen auf jeden Fall verhindert werden müssen. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte die CDU-Fraktion deshalb einen Antrag zu Lüftungseinrichtungen an Braunschweiger Schulen (DS.-Nr. 21-16814) gestellt und darin unter anderem gefordert alle Klassenräume schnellstmöglich mit einer so genannten Infektionsschutzampel auszustatten. Diese wurde 2021 von der Firma fabmaker GmbH in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig entwickelt und mit einer großen Studie in mehr als 1.000 Räumen begleitet.

Die Infektionsschutzampel misst neben dem CO2-Gehalt der Luft zahlreiche weitere Parameter (Temperatur, relative Luftfeuchte etc.) und verarbeitet sie unter Berücksichtigung der Raumgröße. Ein deutlich sichtbares Lüftungssignal erzeugt nicht nur ein Sicherheitsgefühl bei den Betroffenen, sondern sorgt durch gezieltes Lüften stets für eine akzeptable Lufthygiene und wirksame Infektionsprävention – nicht nur gegenüber Corona-Viren. Sie stellt damit eine kostengünstige Alternative zu Lüftungsanlagen bzw. -geräten dar.

In der Stellungnahme der Verwaltung (DS.-Nr. 21-16814-01) zum oben genannten Antrag der CDU-Fraktion hieß es, dass bei solchen Räumen, welche ausreichende Werte bei der lüftungstechnischen Bewertung erreichen, aber nahe des Grenzbereichs liegen, intelligente Raumluftgüteampeln vorgesehen sind. Diese könnten auf die individuellen Gegebenheiten in den Klassenräumen reagieren. Insgesamt sollten nach Einschätzung der Verwaltung 200 dieser Geräte in den Schulen zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wurde noch einmal darauf abgehoben, dass von den rund 2.000 Klassenräumen (Grundschulen, Förderschulen, allgemeinbildende und berufsbildende Schulen in Summe) etwa 200 Räume mit einer Lüftungsanlage nach dem Göttinger Modell ausgestattet werden sollten. Die Umsetzung sollte in insgesamt vier Priorisierungen noch im Jahr 2021 erfolgen.

Da wir alle nicht einschätzen können, wie sich Corona über den Herbst hinaus entwickelt, benötigen wir Lösungsmöglichkeiten für einen sicheren Unterricht an unseren Braunschweiger Schulen. Auch der Niedersächsische Städtetag hat in einem aktuellen Brief vom 23. Mai dieses Jahres an den Niedersächsischen Kultusminister gebeten, das Corona-Schutzpaket Schule neu aufzulegen und dabei vor allem Infektionsschutzampeln als Lösungsmöglichkeiten für ein gutes Raumklima in den Schulen empfohlen.

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:

1. Wie ist der Umsetzungsstand des angekündigten Einbaus von insgesamt 200 Fensterlüftern nach dem Göttinger Modell?

2. Wie viele Infektionsschutzampeln sind inzwischen im Einsatz und sind diese im dauerhaften Einsatz?

3. Wie hoch ist der Bedarf an zusätzlichen Fensterlüftern und Infektionsschutzampeln und wann erfolgt deren Beschaffung?

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