Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 22-19223
Grunddaten
- Betreff:
-
Benennung der Zufahrt zum Fraunhofer-Campus
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0130 Referat Kommunikation; 0600 Baureferat; DEZERNAT III Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 330 Nordstadt-Schunteraue
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zur Kenntnis
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01.09.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Verwaltung hat den Stadtbezirksrat 330 Nordstadt-Schunteraue in der Mitteilung vom 26. Oktober 2021 (DS 21-17086) informiert, dass beabsichtigt ist, das Benennungsverfahren für die Zufahrtsstraße zum Fraunhofer-Campus - entsprechend dem Antrag der Fraunhofer-Gesellschaft - mit dem Ziel einer Straßenbenennung „Am Fraunhofer-Campus“ fortzuführen. Der Stadtbezirksrat hat die Mitteilung nicht zustimmend zur Kenntnis genommen. In der Protokollnotiz wird die Verwaltung aufgefordert, einen anderen als den in der Mitteilung gewünschten Namen vorzuschlagen.
Die Vorschlagsdatenbank für Straßennamen enthält keinen adäquaten – möglichst identitätsstiftenden – Vorschlag für eine Persönlichkeit, der aus Verwaltungssicht als Namensgeberin oder Namensgeber für eine Benennung der Zufahrt zu den Fraunhofer-Instituten geeignet wäre. Auch ein anderer passender Name mit historischem bzw. Ortsbezug steht nicht zur Verfügung. Aufgrund der fehlenden Alternativen hat die Verwaltung die zuständige Heimatpflegerin gebeten, einen geeigneten Vorschlag einzubringen. Daneben haben die Verwaltung in den vergangenen Monaten einzelne Meinungsäußerungen einiger von einer Benennung betroffener Akteure erreicht.
Aus Verwaltungssicht stehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Vorlage zwei geeignete Benennungsvorschläge zur Verfügung, die die formalen stadtweit einheitlichen Benennungsvoraussetzungen erfüllen:
„Fraunhofer-Campus“
Der Name wurde bereits im initialen Antrag der Fraunhofer-Gesellschaft vorgeschlagen und wird dort weiterhin präferiert. Der Vorschlag wird auch durch das Studentenwerk unterstützt. Der Name wäre nach Auffassung der Verwaltung geeignet zur angestrebten Verbesserung der Sichtbarkeit der Braunschweiger Fraunhofer-Institute und treffend gewählt für einen Standort von Forschungseinrichtungen in der ‚Stadt der Wissenschaft‘ Braunschweig. Hinsichtlich der hier vorgeschlagenen Schreibweise wird auf die Mitteilung 21-16870 verwiesen.
„Riedenkamp“
Der Name wird von der Stadtteilheimatpflegerin Frau Wolf-Schneefuß vorgeschlagen. Rieden (kleiner Bach, Rinnsal) waren als kleine Zuflüsse der Schunter weit verbreitet, wie alten Flurkarten zu entnehmen ist. Darüber hinaus finden sich auf einer Flurkarte aus dem Jahr 1850 an der Stelle, wo heute das zu benennende Straßenstück verläuft, die Flurbezeichnungen ‚Große Wiese‘ und ‚Buschkamp‘. Zusammengesetzt ergibt sich daraus die vorgeschlagene Wortschöpfung Riedenkamp. Es handelt aus Verwaltungssicht ebenfalls um einen geeigneten neutralen Straßennamen mit lokalem Bezug, der zum Erhalt überlieferter Flur- bzw. Geländebezeichnungen beiträgt.
Die Benennung der Zufahrt zum Fraunhofer-Campus hat zwingend eine Änderung der Lagebezeichnungen (Adressen) der betroffenen Anlieger zur Folge. Die Belange dieser unmittelbar betroffenen Anlieger sind in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, sodass deren Anhörung den nächsten notwendigen Schritt innerhalb der Verwaltungsverfahren zur Straßenbenennung (und zugleich Änderung der Lagebezeichnung) darstellt.
Die Verwaltung bittet daher den Stadtbezirksrat um Festlegung und Mitteilung eines Straßennamens, mit welchem die Verwaltung das Anhörungsverfahren (inklusive Einholung der Zustimmung der Grundstückseigentümerin der Straßenfläche) beginnen soll. Nach Auswertung der Rückmeldungen wird die Verwaltung dem Stadtbezirksrat das Ergebnis in einer Gremienvorlage zum abschließenden Beschluss des neuen Straßennamens vorlegen.
