Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 22-18842-01

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:


Die Verwaltung hat aufgrund der wiederholten Verunreinigungen des Grabens am Parnitz­weg die Betriebe, die als Verursacher infrage kommen, kontrolliert und die Ursache eingrenzen können. Nachdem im Jahre 2018 eine Heizölverunreinigung auf dem Gelände einer LKW-Werkstatt als Ursache für die häufigen Verunreinigungen des Grabens identifiziert und die Ursache abgestellt werden konnte (Mitteilungen 17-03965-01 und 18-09279-01) konnten in jüngster Zeit gelegentliche Verunreinigungen mit Diesel, häufigere Trübungen und der Eintrag von Kunststoffpellets festgestellt werden. Der betroffene Graben entwässert nicht direkt in die renaturierte Schunter, sondern wird unter der Schunter gedükert und mündet in die westlich der Schunter gelegene Ohe.

 

Auch wenn sich nicht alle Hergänge, die zu den Verunreinigungen geführt haben, re­konstruieren lassen und sich bzgl. der Dieseleinträge unbekannte Vorfälle im Einzugsgebiet der öffentlichen Regenwasserkanalisation überlagern können, stammt ein wesentlicher Teil der Stoffeinträge in den Graben vom Grundstück des örtlichen Betonsteinwerks. Das Betonsteinwerk wurde durch die Verwaltung aufgefordert, die Ursachen für die Verun­reinigungen durch kurzfristige Maßnahmen sowie zusätzliche wasserwirtschaftliche Planungen zur Niederschlagswasserbeseitigung auf dem Betriebsgelände zu beheben. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter fortlaufender Begleitung der Verwaltung.

 

Dies vorausgeschickt beantwortet die Verwaltung die Fragen wie folgt:

 

Zu 1:

 

Bei den Beprobungen wurden im Graben Mineralölkohlenwasserstoffe (Dieselkraftstoff) und eine Indikatorsubstanz (Aluminium) für Beton im Wasser festgestellt. Zusätzlich wurde vor Ort der Eintrag von Kunststoffpellets festgestellt.

 

Zu 2:

 

Um den verursachenden Betrieb zu ermitteln, erfolgte eine Kontrolle aller Schächte entlang des betroffenen Regenwasserkanals. Weiterhin wurden die Ergebnisse der Analysen zur Wasserqualität herangezogen. In der letzten Beprobung am 1. Juli 2022 wurde Aluminium als Indikatorsubstanz in einer Konzentration ermittelt, die deutlich auf einen Eintrag von Beton in den Graben hingewiesen hat.

 


 

Nachfolgend wurde das Betriebsgelände des Betonsteinwerks kontrolliert. Dabei konnten diesem die Einträge von Beton und Kunststoffpellets in den Regenwasserkanal eindeutig zugeordnet werden. Die Verunreinigungen mit Mineralölkohlenwasserstoffen konnten hingegen dem Betonsteinwerk nicht nachgewiesen werden. Der Regenwasserkanal, der in den Graben mündet, verläuft teilweise im Bereich des öffentlichen Straßenraums. Weiterhin sind an den Graben offene, straßenbegleitende Gräben entlang der Forststraße an­geschlossen. In verschiedenen Bereichen besteht daher die Möglichkeit, dass Mineralöl­kohlenwasserstoffeinträge z. B. durch Unfälle aus dem öffentlichen Straßenraum oder andere Vorfälle in den Graben am Parnitzweg gelangen können, die nachträglich keinem Verursacher zugeordnet werden können.

 

Zu 3:

 

Ja, die Eigenverbrauchstankstelle des Betonsteinwerks entwässert über einen Leichtflüssig­keitsabscheider in den öffentlichen Schmutzwasserkanal. Ein Anschluss an das Regen­wassersystem besteht nicht. Bei Fa. Blötz erfolgen alle Tätigkeiten, bei denen mineralöl­haltiges Abwasser anfallen kann, in der Werkhalle. Die Flächen in der Halle sind an einen Leichtflüssigkeitsabscheider angeschlossen, der ebenfalls in den öffentlichen Schmutz­wasserkanal entwässert.
 

Loading...

Erläuterungen und Hinweise