Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 22-19304
Grunddaten
- Betreff:
-
Wohnraum pro Kopf - Energiekosten
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Schnepel, Gordon / Fraktion Bündnis 90 - DIE GRÜNEN im Rat der Stadt / Köhler, Leonore
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Beantwortung
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01.09.2022
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Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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zur Beantwortung
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14.09.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Stadt Braunschweig unternimmt aktuell zahlreiche Anstrengungen durch Baumaßnahmen auf die hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum zu reagieren. Sowohl die Verknappung von Rohstoffen, Baumaterialien, der Fachkräftemangel und die Verschlechterung internationalen Lieferketten erschweren diese Aufgabe zunehmend. Zusätzlich wird die Nutzungskonkurrenz um städtische Flächen immer stärker.
Um den Bedarf an Wohnraum für alle Braunschweiger:innen decken zu können, kann es möglich werden, dass auch andere weitere Instrumente näher betrachtet werden. Dabei führt kein Weg an einer näheren Betrachtung des Wohnraumbedarfes bzw. die aktuelle Wohnfläche pro Kopf vorbei. Im Bundestrend ist ersichtlich, dass es im städtischen Wohnumfeld starke Abweichungen der Wohnfläche pro Kopf in Abhängigkeit des Lebensalters gibt. Leider ist es anscheinend keine Übertreibung hier von einem Generationskonflikt zu sprechen, der mangels adäquater Anreize, nicht aufzulösen scheint. Vor allem für ältere Menschen macht es in der Regel ökonomisch keinen Sinn nach dem Auszug der Kinder in eine kleinere Wohnung zu ziehen, da die Bestandsmiete attraktiver ist als eine etwaige Miete nach Verkleinerung.
Im Angesicht der explodierenden Energiekosten sind vor allem bei Personen mit hoher Wohnfläche pro Kopf enorme Steigerungen der Nebenkosten zu erwarten. Daher kann es sein, dass eine Verkleinerung des Wohnraumes zunehmend attraktiver werden könnte.
Daher fragen wir die Verwaltung:
1. Welche Daten hat die Verwaltung über die Wohnfläche pro Kopf in Abhängigkeit des Lebensalters für Braunschweig? Bitte um eine möglichst detaillierte Darstellung in grafischer und/oder tabellarischer Form.
2. Welche Instrumente hält die Verwaltung für sinnvoll, um über die Chancen einer Verkleinerung des Wohnraumes zu informieren oder um Anreize dafür zu schaffen, dass der genutzte Wohnraum durch Umzug verkleinert wird?
3. Wie groß könnte laut Schätzung der Verwaltung das Potential an Wohnfläche sein, falls es dazu käme, dass es Wohnflächen-Verkleinerungen im relevanten Maße gäbe?
Wir bitten darum, die Beantwortung der Fragen sowohl im AfSG wie auch im APH mitzuteilen.
