Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 22-19261

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

Beschluss:

Ab dem Schuljahr 2023/2024 erhalten die BBS V den Namen „Martha-Fuchs-Schule,

Berufsbildende Schulen der Stadt Braunschweig“.

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Sachverhalt

 

Sachverhalt:

Gemäß § 107 Niedersächsisches Schulgesetz (NSchG) kann der Schulträger im Einvernehmen mit der Schule dieser einen Namen geben. Über einen entsprechenden Vorschlag der Schule hat der Schulträger innerhalb einer angemessenen Frist zu entscheiden.

 

In Braunschweig führt bisher der überwiegende Teil der städtischen Schulen Schulbezeichnungen. Bei den allgemein bildenden Schulen tragen nur die Förderschulen, der größte Teil der Gymnasien, die Nibelungen-Realschule, die Sally-Perel- und die Wilhelm-Bracke-Ge-samtschule sowie die Grundschulen Edith Stein und St. Josef Namen. Im Falle der berufsbildenden Schulen, die seit 1979/1980 die Schulbezeichnungen Berufsbildende Schulen I bis VII führten und alle einen überregionalen Einzugsbereich haben, stellt eine Namensgebung einen Beitrag zur Profilbildung dar. Aus diesem Grund haben die berufsbildenden Schulen

- mit Ausnahme der BBS V - in der Vergangenheit auf deren Wunsch Namen erhalten.

 

Die BBS V haben nach einem entsprechenden Beschluss des Schulvorstands vom 05.07.2022 den Antrag gestellt, unter Würdigung der ehemaligen Braunschweiger Oberbürgermeisterin Martha Fuchs, der Schule den Namen „Martha-Fuchs-Schule, Berufsbildende Schulen der Stadt Braunschweig zu geben. Die Namensgebung soll zum Schuljahr 2023/

2024 erfolgen.

 

Martha Fuchs war von 1959 bis 1964 die erste Oberbürgermeisterin in der Geschichte Braunschweigs. Während der Zeit des Nationalsozialismus war sie im Widerstand aktiv, was 1944 zu einer Inhaftierung im Konzentrationslager Ravensbrück führte. In ihrer fünfjährigen Amtszeit engagierte sie sich erfolgreich für den Wiederaufbau Braunschweigs, u. a. insbesondere für die Schaffung von Wohnraum, Schulen und Krankenhäusern, und setzte damit wichtige sozialpolitische Akzente. 1964 wurde ihr die Ehrenbürgerinnenwürde verliehen.


Ihr Name steht stellvertretend für den Bildungsauftrag der BBS V und deren Werte als

UNESCO-Projektschule und Schule ohne Rassismus / mit Courage.

 

Gegen den Benennungsvorschlag bestehen aus Sicht der Verwaltung keine Bedenken.

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