Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 22-19304-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Wohnraum pro Kopf - Energiekosten
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation
- Beteiligt:
- 0600 Baureferat; DEZERNAT III Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat; 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit; DEZERNAT V - Sozial-, Schul-, Gesundheits- und Jugenddezernat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Beantwortung
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01.09.2022
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Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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zur Beantwortung
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14.09.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Bei Sozialwohnraum und bei Wohngeldempfängern gibt es Regelungen, die verhindern, dass zu viel Wohnraum in Anspruch genommen wird.
Anders sieht es bei Eigentümern von großen Wohnungen aus. Viele, die es sich leisten können, werden nicht auf ihre Wohnung und ihr gewohntes Wohnumfeld verzichten wollen. Sozialpolitisch gilt zudem für die Stadt die Devise, den Verbleib von älteren Menschen mit zunehmendem Hilfebedarf in ihrer Wohnung möglichst niedrigschwellig zu unterstützen.
Eigentümermobilisierung zur Lösung des Problems ist grundsätzlich denkbar, aber sehr aufwändig, was Personal und Zeit angeht bzw. geht mit geringen Mengeneffekten einher. Erfahrungen mit dem Thema Eigentümermobilisierung macht die Stadt beim Ankauf von Belegungsrechten im Zusammenhang mit Umsetzung des Integrierten Handlungskonzepts für bezahlbaren Wohnraum. Trotz neuen Personals und Fördermitteln können nur wenige Eigentümer hierfür gewonnen werden.
Viel versprechender erscheint der Ansatz, Mieter zu groß gewordener Wohnungen dabei zu unterstützen, eine angemessenere Wohnung zu finden. Die in Braunschweig ansässigen größeren Wohnungsunternehmen hätten hierzu vielerorts gute Voraussetzungen, ihren Mietern im Umfeld der alten Wohnung ein Alternativangebot zu machen, ohne dass viel höhere Quadratmeterkosten entständen.
Dies vorausgeschickt, beantwortet die Verwaltung die Fragen wie folgt:
Zu 1:
Altersspezifische Zahlen zur Wohnfläche pro Kopf liegen auf kommunaler Ebene nicht vor.
Zu 2:
Im Eigentumssegment ist nach Einschätzung der Verwaltung die Mobilisierung von Wohnraum durch zusätzliche Informationen der Stadt über die Vorteile einer Verkleinerung der Wohnung wenig zielführend.
Mehr Chancen gibt es nach Einschätzung der Verwaltung in Bezug auf Mieter größerer Wohnungsunternehmen, die aus ihrem Wohnungsbestand maßgeschneiderte Wohnungsangebote machen und Umzugshilfe organisieren können.
Zu 3.
Eine quantitative seriöse Einschätzung ist derzeit hierzu nicht möglich.
