Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 22-19320

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Um Ideen und Anregungen für die geplante Umgestaltung des Johannes-Selenka-Platzes zu sammeln, fanden bereits eine Beteiligung der Hochschule für Bildende Künste, des Behindertenbeirats, des Sanierungsbeirats, des Stadtbezirksrats des Westlichen Ringgebiets sowie eine allgemeine Bürgerbeteiligung vor Ort statt. Im Folgenden werden die Ergebnisse dieser Beteiligungen wiedergegeben.

 

Vorschläge, Anmerkungen und Kritik der Hochschule für Bildende Künste (HBK)

 

  1. Wunsch nach einer grüneren und pflegeleichteren Gestaltung des Platzes.

 

  1. Den Aspekt der Nachhaltigkeit in der Planung berücksichtigen.

 

  1. Den Zugang zur HBK verbessern, da dieser momentan durch den Bodenbelag nicht barrierefrei möglich ist.
     
  2. Zurzeit gibt es zu wenig und sehr ungünstig gelegene Fahrradstellplätze. Zudem wäre eine Fläche für Leihfahrräder wünschenswert.

 

  1. Für die Studierenden sollte eine Zufahrt auf den Platz  zum Be- und Entladen vor dem Haupteingang möglich sein.
     
  2. Die Schaffung einer Fläche, auf welcher die Studierenden ihre Kunst temporär ausstellen können und somit einen Bezug zur HBK hergestellt wird.

 

 

Vorschläge, Anmerkungen und Kritik des Behindertenbeirats

 

  1. Die Zuwegung zwischen der Broitzemer Straße und dem Johannes-Selenka-Platz ist unzureichend, da beide Gehwege jeweils zu schmal sind, um den Gegenverkehr von z.B. Rollstuhlfahrern und Fußgängern zuzulassen und der mittlere Weg durch die Baumallee aufgrund des Bodenbelages nicht barrierefrei ist.

 

  1. Die Zugangssituation zur Hochschule bedarf einer Verbesserung, da der Zugang nur aus Richtung Cyriaksring / Alter Pippelweg über eine Rampe möglich ist. Seitlich, aus Richtung Broitzemer Straße kommend, behindern momentan Stufen den barrierefreien Zugang. Zusätzlich bilden die auslaufenden Stufen eine Stolperfalle.
     
  2. Allgemein stellt der Bodenbelag ein Problem für die barrierefreie Nutzung dar.

 

  1. Die bestehenden Bänke auf dem Platz besitzen keine Armlehnen, was sich oft für ältere oder in der Bewegung eingeschränkte Personen beim Aufstehen als sehr schwierig erweist.

 

Vorschläge, Anmerkungen und Kritik des Sanierungsbeirats und Stadtbezirksrats
 

  1. Schaffung von Nutzungsangeboten wie z.B. Schach oder Boule, damit die Aufenthaltsqualität gestärkt und der Platz belebt wird. Durch Sportangebote werden Menschen angezogen, sei es zum Mitmachen oder Zuschauen.

 

  1. Der Platz bietet sich für die Nutzung als Freiluftkino an. Falls die HBK Interesse hat, könnten dort auch Filmproduktionen der Studierenden gezeigt werden.

 

  1. Die Offenheit des Platzes sollte beibehalten werden, allerdings sollte die Lärmbelästigung durch den Cyriaksring verringert werden. Möglichkeiten wären z.B. die Errichtung einer Glaswand, eine straßenseitige Hecke oder begrünte Pergolen.

 

  1. Der Platz sollte zoniert und die Radwege klar gekennzeichnet werden. Zurzeit können Radfahrer*innen den Platz beliebig queren, was einige Gefahren birgt. Der Platz sollte einen „Ruhe“-Bereich mit Sitzgelegenheiten und z.B. Schach / Boule für den Aufenthalt sowie Bereiche für die Überquerung des Platzes mit dem Fahrrad aufweisen. Zudem muss beachtet werden, dass die Straßen Broitzemer Straße und Sophienstraße und somit die Querung des Johannes-Selenka-Platzes zur Diskussion einer Veloroute stehen.

 

  1. Bei der Umgestaltung sollte auf Nachhaltigkeit geachtet und an die Zukunft gedacht werden. Die Bepflanzung sollte so gewählt werden, dass diese auch mit Trockenheit auskommt. Möglichweise können die schon bestehenden „Steinbeete“ passend bepflanzt werden.

 

  1. Momentan hat der Platz keine Verbindung zu der Hochschule für Bildende Künste. Im Zuge der Umgestaltung wäre es wünschenswert, wenn sich dieser Zustand ändert und der Bezug zur HBK gestärkt wird. Der Platz bietet z.B. das Potential für eine Ausstellungsfläche, welche von den Studierenden der HBK temporär bespielt werden kann.

 

  1. In Anlehnung an die angrenzenden Kleingärten und den „Garten ohne Grenzen“ könnte auf dem Platz auch Urban Gardening stattfinden. Dafür müsste allerdings die Wasserversorgung z.B. in Form von Zisternen sichergestellt werden.

 

  1. Der Johannes-Selenka-Platz sollte nicht zum Parken genutzt werden. Auch auf eine Tiefgarage sollte aufgrund der Verdrängung des Grundwassers verzichtet werden.

 

 

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung am 11. Juli 2022

 

Bei der Bürgerbeteiligung auf dem Johannes-Selenka-Platz wurden neben Lageplänen, in welchen die Teilnehmenden selbst eine Platzgestaltung skizzieren konnten, auch Postkarten mit verschiedenen Fragestellungen verteilt. Es haben ca. 60 Personen an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse der folgenden Fragestellungen wurden in Form von Diagrammen aufbereitet und sind dieser Mitteilung angehängt.

 

  1. Was gefällt dir auf dem Johannes-Selenka-Platz? Was soll so bleiben?
  2. Was gefällt dir auf dem Johannes-Selenka-Platz zurzeit gar nicht?
  3. Was fehlt dir auf dem Johannes-Selenka-Platz? Was wünschst du dir?
  4. Hältst du dich momentan gerne auf dem Johannes-Selenka Platz auf?
  5. Wie würdest du den Johannes-Selenka-Platz in den Kategorien Atmosphäre, Ausstattung und Sicherheit in Schulnoten bewerten?
  6. Wie nutzt du den Johannes-Selenka-Platz momentan am häufigsten?

 

 

Weiteres Vorgehen:

 

Um für die Umgestaltung des Johannes-Selenka-Platzes vielfältige Entwurfsideen zu erhalten, wird beabsichtigt einen Wettbewerb durchzuführen. Die Ergebnisse der verschiedenen Beteiligungen werden in die Auslobungsunterlagen mit aufgenommen und die teilnehmenden Büros werden gebeten die Wünsche und Anregungen in ihre Entwurfsplanung einfließen zu lassen. Die Auslobung des Wettbewerbs soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die politischen Gremien werden über den weiteren Verlauf und die Ergebnisse des Wettbewerbs informiert und eingebunden.

 

 

Beteiligung

 

Der Sanierungsbeirat „Westliches Ringgebiet“ erhält die Mitteilung zur Kenntnis.
 

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Anlagen

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