Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 22-19330-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Energieeinsparung/Energiewende
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 65 Fachbereich Gebäudemanagement
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 221 Weststadt
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zur Kenntnis
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07.09.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zu der Anfrage der SPD-Fraktion nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Antwort zu Frage 1:
Braunschweigs Beitrag zur Energiewende wurde im integrierten Klimaschutzkonzept 2.0 (IKSK 2.0) zusammengetragen und konkretisiert. Dieses soll nunmehr dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden; die Gremienschiene beginnt am 08.09.2022 im Umwelt- und Grünflächenausschuss. Darin enthalten sind verschiedene Ansätze, um die Energiewende (die Umstellung der Wärme- und Stromversorgung auf erneuerbare Energien) in Braunschweig voranzubringen.
Hauptaugenmerk dieser Energiewende liegt auf dem Wärmeenergiebedarf, der für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Damit die Wende zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung gelingt, bedarf es in der Tat einer übergeordneten Strategie. Hierzu dient eine kommunale Wärmeplanung. Diese erfasst systematisch die Senken (z. B. Wärmebedarf von Gebäuden oder Industrie), Quellen (z. B. industrielle Abwärme, Kraftwerke) und Potenziale (z. B. Abwasserabwärme, Geothermie, Dachflächen) und bereitet diese kartografisch auf. Daraus werden Verbrauchs- und Versorgungsszenarien für das gesamte Stadtgebiet entwickelt und Eignungsgebiete für Wärmenetze und Einzelversorgung abgeleitet. Die kommunale Wärmeplanung dient als notwendige Grundlage u. a. auch für die koordinierte Ausweisung von Quartieren zur energetischen Stadtsanierung. Als eine der wesentlichsten Maßnahmen ist sie im aktuellen Entwurf des IKSK 2.0 enthalten.
Je nach Ergebnis des Ratsbeschlusses und der skizzierten ersten Schritte, ergeben sich mögliche Szenarien auch für die Weststadt. Diese werden dann im Rahmen der Erstellung eines Wärmeplans detaillierter entwickelt, an dem je nach Potenzial auch relevante Akteure der Wohnungswirtschaft sodann beteiligt werden.
Durch die Sektorenkopplung wird auch die Wärmeversorgung zunehmend elektrifiziert. Daher spielt auch die Erzeugung von Solarstrom für die Wärmeversorgung eine zunehmend wichtige Rolle. Auch in diesem Bereich werden etwaige Potenziale im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung u. a. in der Weststadt betrachtet.
Mit ersten Ergebnissen kann allerdings frühestens im späteren Verlauf 2023 gerechnet werden.
Antwort zu Frage 2:
Die Stadt Braunschweig realisiert PV-Anlagen über die Energiegenossenschaft Braunschweiger Land eG, die sie mit gegründet hat.
Diese Genossenschaft hat im Monat August eine PV-Anlage auf dem Mensa-Neubau (zur Zeit noch im Bau befindlich) der IGS Illmenaustraße realisiert. Die nächste Anlage in der Weststadt ist für den KTK projektiert. Die Angebotseinholung für diese Anlage und Finanzierung läuft bereits.
Antwort zu Frage 3.:
Dach- und Fassadenbegrünungen sind ein wesentlicher Baustein der Gebäudebegrünung. Nach den Maßnahmen im Jahr 2021 sind jetzt weitere Flächen in Planung. Da für eine Realisierung die Statik der Bestandsgebäude entscheidend ist, trifft die Verwaltung die Projektauswahl nicht nach Stadtbezirken, sondern richtet sich nach den baulich-statischen Gegebenheiten vor Ort. Auch spielen Ausrichtung, Verschattung und standortspezifische Gegebenheiten (einzuhaltende Fluchtwege) eine wichtige Rolle bei der Realisierungsentscheidung. Entsprechend kann die Verwaltung zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Projekte für die Weststadt zusagen, schließen die Möglichkeit aber gleichermaßen nicht aus.
