Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 22-19270
Grunddaten
- Betreff:
-
"Braunschweig - im Wandel der Zeit" - eine Ausstellung im Rathaus und Schloss?
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Gruppe Direkte Demokraten im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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zur Beantwortung
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27.09.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
In den letzten Jahren interessieren sich mehr und mehr Menschen für den Wandel der Stadt, so hat zum Beispiel die Facebook-Gruppe "Braunschweig - im Wandel der Zeit" mehr als zehntausend Mitglieder. Sowohl für Braunschweigerinnen und Braunschweiger, als auch für Touristen wäre es schön, diesen Wandel und das alte Stadtbild in der Innenstadt in Form einer Ausstellung erlebbar zu machen, die aus unserer Sicht eine gute Ergänzung zum Angebot der Museen wäre.[1][1]
Für eine solche Ausstellung wird auch kein zusätzlicher Ausstellungsraum benötigt. Der Rathausturm mit seinen 61 Metern Höhe und 161 Treppenstufen ist bei Touristen und Braunschweigern sehr beliebt. Das Treppenhaus vom Turm besteht jedoch aus nackten Wänden und die Optik langweilt beim mühsamen Aufstieg. Dieses Treppenhaus bietet sich daher ideal dafür an, an den Wänden mit feuerfesten Reproduktionen von alten Gemälden den Wandel der Stadt erlebbar zu machen.[2][2] Chronologisch lassen sich auch die Gemälde leicht ordnen, sodass man zum Beispiel unten mit den ältesten Abbildungen beginnt und je höher man kommt, umso neuer bzw. moderner werden die Darstellungen der Stadt.
Die gleiche Idee lässt sich auch an einem anderen Ort durchführen: Das Treppenhaus zum Roten Saal (dritter Stock) im Schloss enthält weiße, bisher ungenutzte Wände. Dieses Treppenhaus lässt sich daher gut für Reproduktionen von alten Fotografien nutzen, die Braunschweig im Wandel der Zeit zeigen. Im Stadtarchiv sind zahlreiche Fotos vorhanden, die sich für eine solche Ausstellung eignen.[3][3]
So hat man gleich zwei Ausstellungen in räumlicher Nähe: Im Rathausturm-Treppenhaus sieht man den Wandel anhand von Gemälden, im Treppenhaus vom Schloss den Wandel anhand von Fotografien. Zusätzlich passt eine solche Ausstellung auch gut zum 1000jährigen Stadtjubiläum im Jahr 2031.
In vielen Kommunen wird für solche Vorschläge mit öffentlichem Interesse auch kommunales Crowdfunding verwendet, um die städtischen Kassen nicht zusätzlich zu belasten und Bürger direkt an der Entstehung von Projekten zu beteiligen.[4][4] Beispiele dafür findet man auf der Seite www.kommunales-crowdfunding.de, mit der schon mehr als 1130 Projekte erfolgreich finanziert wurden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
1) Wie hoch schätzt die Verwaltung die Kosten einer solchen Ausstellung ein?
2) Welche Erfahrungen hat die Braunschweiger Verwaltung mit kommunalem Crowdfunding?
3) Wie lässt sich aus Sicht der Verwaltung ein Projekt wie die oben vorgestellte Ausstellung am besten mit kommunalem Crowdfunding finanzieren?
[1] Vergleichbare Angebote gibt es auch in vielen anderen Städten, in Zweibrücken kann man zum Beispiel mit einem virtuellen 3D-Stadtrundgang die Stadt im Jahr 1927 erkunden: www.zweibruecken.de/de/kultur-tourismus/tourismus-entdecken/erlebnis-digital/
[2] Eine hervorragende Inspiration zu einer solchen Ausstellung findet man in Gerd Spies: Braunschweig - das Bild der Stadt in 900 Jahren (Städtisches Museum Braunschweig, 1985).
[3] Weitere Inspirationen findet man zum Beispiel in den Büchern:
Anke Wickboldt: Spaziergang durch das alte Braunschweig und Dieter Heitefuß: Erinnerungen an „Alt-Braunschweig“
[4] Eine gute Einführung bietet die Studie vom Fraunhofer Institut: Kommunales Crowdfunding im Freistaat Sachsen – Neue Wege der Finanzierung kommunaler Projekte: https://www.sab.sachsen.de/publikationen/studien/kommunales-crowdfunding-beitrag-fhg_sab.pdf
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,5 MB
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