Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 22-19599

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Zur Anfrage der BIBS-Fraktion im Stadtbezirksrat 330 vom 01.09.2022, Pflege des neuen Spielplatzes am Warnekamp (Drs. 22-19323), nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:

 

  1. Warum wurde die vom Bezirksrat beschlossene Vorlage (18-01775) eigenmächtig von der Verwaltung verändert?

 

Diese Frage bezieht sich, wie den Ausführungen zu entnehmen ist, auf nachfolgende Ausstattungen:

 

a)      Kriechtunnel:
Der Einbau des ursprünglich vorgesehenen Kriechtunnels sollte auf Veranlassung des Fachbereiches Stadtgrün, in dessen Unterhaltung die Anlage seinerzeit übergehen sollte, abgebrochen werden. Hintergrund waren die mit Kriechtunneln inzwischen gesammelten Erfahrungswerte (eine überdurchschnittlich hohe Verschmutzung u.a. durch Scherben, Dreck, Fäkalien u.v.m.) und der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, regelmäßig Personal zwecks Reinigung dort hineinkriechen zu lassen. Als Folge ist auch für bereits bestehende Spielplätze beschlossen worden, solche Tunnel rückzubauen und bei künftigen Neuanlagen Kriechtunnel grundsätzlich nicht mehr vorzusehen. Da die Erdarbeiten auf dem Spielplatz Warnekamp seinerzeit erst begonnen hatten, konnte dem Verzicht auf den Kriechtunnel und der sich daraus ergebenden Ummodellierung des Hügels ohne großen Mehraufwand noch entsprochen werden.

 

b)     Papierkörbe:
In der vom Stadtbezirksrat beschlossenen Vorlage (18-01775) sind zwar Bänke jedoch keine Papierkörbe dargestellt oder aufgeführt. Die Anzahl der Papierkörbe wird grundsätzlich in Abhängigkeit der Spielplatzgröße und ggf. objektspezifischer Besonderheiten, in Abstimmung mit der unterhaltenden Abteilung, festgelegt. Auf dem Spielplatz Warnekamp ist demnach ein Papierkorb neben der hinteren Bank eingebaut. Der Spielplatz ist verhältnismäßig klein. Darüber hinaus befindet er sich innerhalb eines öffentlichen Grünzuges, der mit zahlreichen weiteren Papierkörben ausgestattet ist, sodass die Besucher des Spielplatzes auf dem Hin- und Rückweg grundsätzlich ausreichend Möglichkeiten haben, weiteren Abfall zu entsorgen. Seitens der Verwaltung wird damit ein Papierkorb auf dem Spielplatz Warnekamp für ausreichend erachtet. Jeder weitere Papierkorb würde unterhaltungstechnischen Mehraufwand bedeuten und zusätzliche, regelmäßige Leerungskosten verursachen.

  1. Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um das Labyrinth herzustellen?

 

Das Labyrinth ist aus Bambuspflanzen hergestellt, die während der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege durch Holzpfosten und waagerechte Drähte zusätzlich geschützt waren, um die Kinder zu leiten. Im Rahmen der Übergabe an die städtische Grünflächenunterhaltung wurden die Pfosten und Drähte im weiteren Verlauf abgebaut. Ziel und Zweck des Labyrinths ist es, dass die Kinder am Hang des Hügels durch die Pflanzen streifen und dabei spielerisch unterschiedlichste Wege und Richtungen etablieren können. Dieses Ziel ist bereits jetzt erreicht: Die Pflanzen haben sich trotz der extremen Trockenheit gut entwickelt und weisen inzwischen Höhen von deutlich über einem Meter auf. Dabei ist es nicht störend, dass die Kinder je nach Körpergröße die Pflanzen (noch) überblicken können. Der Spielwert ist bereits jetzt vorhanden, was aus den Nutzungsspuren der Kinder bereits erkennbar wird. Das Labyrinth wird sich zukünftig zudem weiter entwickeln.

 

 

  1. Welche zusätzlichen Pflegemaßnahmen werden ergriffen, um den Gesamteindruck zu verbessern?

 

Der Spielplatz befindet sich in einem guten Pflegezustand. Dies war auch in der Vergangenheit so. Möglicherweise gab es zu Beginn der Corona-Pandemie zwischen den Pflegegängen längere Phasen, in welcher der mit der Unterhaltung noch beauftragen Firma pandemiebedingt zeitweise keine Mitarbeiter zur Verfügung standen. Von einem insgesamt ungepflegten Eindruck zu sprechen ist hier jedoch völlig unangemessen. Der Beschwerdeführer hat sich mehrfach über den Zustand des Spielplatzes beschwert, woraufhin regelmäßig personeller Aufwand entstand, um den Pflegezustand im Rahmen zusätzlicher Ortstermine zu überprüfen. Regelmäßig befand sich der Spielplatz aber in einem mindestens noch akzeptablen Zustand - zusätzliche Pflegegänge mussten dadurch nicht veranlasst werden. Einzelne Wildpflanzen, insbesondere zwischen den Sträuchern an den Hügelhängen, sind dabei durchaus tolerierbar. Der Rasen wurde regelmäßig gemäht und die Pflanzungen haben sich für eine in Nutzung befindliche Spielfläche durchaus akzeptabel entwickelt. Inzwischen ist der Spielplatz in Gänze an die unterhaltende Abteilung des Fachbereichs Stadtgrün übergeben und wird im sonst auch für solche Anlagen üblichen Rhythmus gepflegt.



 

Loading...

Erläuterungen und Hinweise