Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 22-19603-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zu Frage 1:

Etwa 7 % der Stellen der Stadtverwaltung Braunschweig werden Ende 2022 voraussichtlich unbesetzt sein. Dem gegenüber stehen regelmäßig ca. 70 laufende Stellenbesetzungsverfahren in verschiedenen Stadien.

 

 

Zu Frage 2:

Die Stadt ist seit Jahren bestrebt, die Wahrnehmung der Verwaltung als attraktive Arbeitgeberin in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Insoweit ergreift sie mindestens im gleichen Umfang wie andere Kommunen auch Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. So wurden beispielsweise in diesem Jahr ein Imagefilm, der die vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten präsentiert sowie mehrere Imagefilme zu den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten in der Verwaltung veröffentlicht. Weiterhin wird derzeit ein Radiowerbespot auf einem lokalen Radiosender ausgestrahlt. Außerdem werden die Stellenangebote der Stadt auch auf Facebook und Instagram beworben. In Planung befindet sich aktuell auch eine Werbung in den regionalen Kinos.

 

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken hat die Stadt Braunschweig das Angebot an Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen erheblich ausgeweitet. Im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes wurde dieses Jahr erstmalig eine berufsbegleitende Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin oder sozialpädagogischen Assistenten angeboten, hierfür konnten 21 Kräfte gefunden werden. Das interne Qualifizierungsangebot wurde um das berufsbegleitende Studium der Sozialen Arbeit erweitert.

 

Auch für die technischen Berufe gibt es vergleichbare Angebote, insbesondere die berufsbegleitende Weiterbildung zur Technikerin oder zum Techniker. Trotz der zahlreichen Auszubildenden, Dualstudenten und internen Qualifizierungsmaßnahmen herrscht auch bei den Verwaltungsberufen inzwischen ein Fachkräftemangel. Daher wurden/werden in zwei Bereichen der Verwaltung (Stelle 32.41 Allgemeine Bürgerangelegenheiten und Stelle 50.14 Wohngeld, Bildungs- und Teilhabepaket) zunächst zur Erprobung Stellen r Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ausgeschrieben, die im Rahmen einer berufsbegleitenden Fortbildung die jeweils erforderlichen Qualifikationen nachholen können.

 

Das Ausbildungsangebot wurde ebenfalls ausgebaut. Bedarfsbezogen werden, neben dem klassischen dualen Studium der Allgemeinen Verwaltung, auch duale Studiengänge der Informatik, Elektrotechnik und Versorgungstechnik angeboten. Hier ist ein weiterer Ausbau, z. B. in den Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen oder Soziale Arbeit, denkbar.

 

Neben der vorgenannten Steigerung der Ausbildungskapazitäten, der Schaffung neuer Ausbildungsangebote, der Ausweitung der internen Qualifizierungsmaßnahmen sowie der Möglichkeit, auch als Quereinsteigerinnen bzw. Quereinsteiger einer Tätigkeit bei der Stadt Braunschweig nachgehen zu können, wirbt die Verwaltung auch weiterhin intensiv mit weiteren Maßnahmen, die zur Attraktivität als Arbeitgeberin beitragen, wie bspw. der Teilnahme an Hansefit, dem Jobticket, den flexiblen Gleitzeit- und Teilzeitmodellen sowie der Möglichkeit von alternierender Telearbeit und mobilem Arbeiten. Adäquate und zeitgemäße Büroarbeitsplätze stehen nach dem Bezug des BC III sowie anschließend nach der Sanierung des Rathaus-Neubaus in Aussicht.

 

 

 

Zu Frage 3:

Die Bewertung ausländischer Qualifikationen erfolgt durch die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) der Kultusministerkonferenz des Bundes und der Länder (KMK). Die Stadt nutzt die durch die ZAB zur Verfügung gestellten Informationen, insbesondere das Infoportal zu ausndischen Bildungsabschlüssen (anabin) und berät Bewerberinnen und Bewerber entsprechend. Außerdem arbeitet die Stadtverwaltung mit dem IQ-Netzwerk Niedersachen (Integration durch Qualifikation) zusammen und stellt ggf. Kontakte her.


 

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