Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 22-19798

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

 

Der Stadtbezirksrat 130 bittet das Kulturinstitut zu veranlassen, dass eine BLIK-Gedenktafel für die historischen Persönlichkeiten Eduard Schütz/Friedrich Gerstäcker an der Fassade des Hauses Hagenmarkt 8 angebracht wird.
 

Der Stadtbezirksrat empfiehlt die Verwendung des Textvorschlages der Gerstäcker-Gesellschaft e. V.

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Schon seit vielen Jahren bereichern sogenannte BLIK-Tafeln das braunschweigische Stadtbild. Mit diesem Braunschweiger Leit- und Informationssystem für Kultur wird in einem einheitlichen Layout Wissenswertes zu Baudenkmalen und Persönlichkeiten signalisiert. An zahlreichen Plätzen und Häusern kann man diese Tafeln entdecken und erfährt so, oft überraschend, Neues und Interessantes.

 

Die Gerstäcker-Gesellschaft e. V. macht nun den Vorschlag für eine weitere Gedenktafel zu den Persönlichkeiten Eduard Schütz und Friedrich Gerstäcker. An der Stelle des Hauses Hagenmarkt 8 stand bis zur Kriegszerstörung das Haus von Eduard Schütz, dem Theaterdirektor des im 19. Jh. ebenfalls am Hagenmarkt befindlichen Hoftheaters. Gleichzeitig war er der Onkel des Schriftstellers Friedrich Gerstäcker, der bei ihm im Haus seine Jugendjahre verbracht hat. In dem von der Gerstäcker-Gesellschaft vorgeschlagenen Text werden dazu einige interessante Informationen vermittelt.

 

Die Anbringung einer Gedenktafel würde den Bürgerinnen und Bürgern einen Teil der Geschichte des Hagenmarktes, der immerhin einer der ältesten Plätze der Stadt ist, erlebbar machen! Leider ist dort keine historische Bebauung mehr vorzufinden, dennoch ist es sicherlich lohnenswert, an so einem historischen Platz auf alte Gebäude und deren Bewohner hinzuweisen.

 

Textvorschlag BLIK

 

Tafel für Eduard Schütz / Friedrich Gerstäcker

 

An dieser Stelle stand das Haus, in dem der Hofschauspieler und Direktor des Braunschweiger Hoftheaters Eduard Schütz (16.8.1799 – 2.5.1868) mit seiner 3. Ehefrau Charlotte Sophie (11.3.1809 - 8.8.1850) wohnte. Sie spielten bei der Uraufführung von Goethes Faust am 19. Januar 1829 als erste Darsteller Faust und Grete.


 

Friedrich Gerstäcker, Weltreisender und Schriftsteller, verbrachte während seiner Kindheit hier häufig Aufenthalte bei seinem Onkel und dessen zweiter Ehefrau, seiner Tante Betsy, geborene Herz. Nach dem Tod seines Vaters kam er 1826 zusammen mit seiner Schwester Molly hierher und wurde in der Katharineum - Schule eingeschult (das Gebäude wurde beim Durchbruch der Casparistraße abgerissen) 1830, nach dem Tod seiner Tante, verließ er Braunschweig wieder. In Gerstäckers Roman „Im Eckfenster“, dem ‚Krimi vom Hagenmarkt‘, setzte er Onkel Eduard Schütz ein literarisches Denkmal in der Gestalt des Theaterdirektors Süßmeier.

 

Ergänzende Anmerkung zum Beschluss

 

Wünschenswert wäre eine Anbringung an der Fassade an der Betonsäule rechts neben dem Eingang der über der Santander-Bank liegenden Wohnungen (siehe Foto). Da nahezu die gesamte Wand eine Glasfassade bekleidet, welche mit ihrem Design die Santander-Bank präsentiert, bleibt nur dieser kleine Bereich mit der weißen Betonsäule zur Verfügung. Der bereits seitens der Gerstäcker-Gesellschaft angefragte Eigentümer ist mit einer fachgerechten Anbringung an dieser Betonsäule einverstanden (Alternativ wäre ggfs. auch die Aufstellung mit einer Bodenverankerung oder eine Anbringung an der grauen Betonsäule möglich.)

 

 

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Anlagen

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