Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 22-19808

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:

Hiermit beantrage ich die nachstehenden Lösungsansätze der Verwaltung vorzulegen. Wobei ich die Variante II: Umsetzung der 'Städteinitiative Tempo 30 des Deutschen Städtetages vom 22.01.2022 bevorzuge.
 

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Seit Jahren sind die verkehrstechnischen Regelungen zur Nutzung der Celler Heerstraße für Radfahrer und Grundstückseigentümer im Bereich zwischen Am Mühlengraben und dem westlichen Ausgang der Dorfstraße kompliziert.

Die neuerliche Markierung des gesperrten Streifens, insbesondere in der Rechtskurve hinter der Bushaltestelle Am Mühlengraben, erschwert die Situation für Radfahrer eher als dass sie sie vereinfacht.

Zumal in beiden Richtungen, die für Radfahrer FREIEN Gehwege jeweils an Bushaltestellen je enden und es keine Hinweise darauf gibt.

 

Daher die, in Zusammenarbeit mit Ölperanern, erarbeiteten Lösungsansätze:

 

Variante I

Die gesamte Celler Heerstraße von der östlichen Seite der Dorfstraße bis zum Cuersgang wird auf die Geschwindigkeit von 30 km/h reduziert und gekennzeichnet.

Zur Motivation der Verkehrsteilnehmer, die Fahrgeschwindigkeit zu reduzieren bzw. einzuhalten, werden 'Berliner Kissen' (siehe Anlage a) in angemessenen Abständen installiert.

Zusätzlich ist dafür Sorge zu tragen, dass die gesperrten Fläche für Radfaher auch als Verbotszone erkennbar sind, z.B. durch Piktogramme.

Aufwand: zusätzliche Beschilderungen, 'Berliner Kissen', Geschwindigkeitskontrollen

 

Variante II

Umsetzung der 'Städteinitiative Tempo 30 des Deutschen Städtetages vom 22.01.2022

2022-01-31-Positionspapier-Staedteinitiative-Tempo-30-Unterstuetzer-rein.pdf

*Der Städteinitiative geht es vor allem darum, die Straßen sicherer und leiser zu machen und wieder in „ihre Funktion als multifunktionale Orte“ zurückzuverwandeln, wie es in dem Positionspapier heißt. Außerdem könne so der Schilderwald abgebaut und auch die Luft verbessert werden. Dann wird man konkret: „Die Städte und Gemeinden brauchen einen neuen straßenverkehrsrechtlichen Rahmen, der es ihnen ermöglicht, Tempo 30 als verkehrlich, sozial, ökologisch und baukulturell angemessene Höchstgeschwindigkeit dort anzuordnen, wo sie es für sinnvoll erachten – auch für ganze Straßenzüge im Hauptverkehrsstraßennetz und ggf. auch stadtweit als neue Regelhöchstgeschwindigkeit…. die Einrichtungen von Tempo-30-Zonen ausschließlich politische Entscheidungen..“*

Dazu Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages: "Angepasste Geschwindigkeiten vor Ort sind eine wichtige Grundlage für lebenswerte Städte. Dazu muss es den Kommunen ermöglicht werden, innerorts die Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 km/h für einzelne Straßen unabhängig von besonderen Gefahrensituationen anzuordnen" (https://www.rnd.de/mobilitaet/tempo-30-mehr-als-70-staedte-und-gemeinden-wollen-tempolimit-einfuehren-7QSAQ6R23NAU3AYHAXS3VFAWBM.html)

Braunschweig ist bereits als 'Großstadt Braunschweig'(Oberbürgermeister Ulrich Markurth) in dieser Initiative vertreten.

 

Deshalb bietet sich folgendes an:

Die Ortslage Ölper kann, da es keine Bundes- oder Kreisstraßen gibt, kommunalpolitisch bewertet werden. Somit besteht die Möglichkeit im Rahmen eines Modellversuches in der GESAMTEN Ortslage Ölper die 'Tempo 30 Zone' auszuweisen.

Fahrbahnmarkierungen sind sicher hilfreich, denn die gerade Straßenführung am Ortseingang aus östlicher Richtung verführt zum schneller Fahren.

Die Umsetzung dieser Initiative in Ölper bringt folgende positive Effekte hervor:

- bessere Luft

- weniger Lärm

- mehr Sicherheit

- Schutz historischer Bauten

- häufigere Nutzung von Rad oder ÖPNV

dazu können überzählige Verkehrsschilder demontiert werden

und statt dessen touristische Hinweise auf lokale Sehenswürdigkeiten installiert werden, wie z.B.

- die im 19 Jhd. nach Entwürfen des Braunschweiger Architekten und Hofbaumeisters Carl Theodor Ottmer erbaute Kirche Sankt Jürgen in der Mitte des Dorfes

(https://www.sankt-jürgen.de/de/gemeinde.php)

- Dorfplatz mit funktionierender Schwengelpumpe gegenüber der Kirche

- die über 'Komoot' beworbenen Wanderungen um den Ölpersee

https://www.komoot.de/guide/193968/wandern-rund-um-den-oelper-see

Um dieses Vorhaben zu vervollständige, sollte ein Durchfahrtsverbot für LKW schon an der Abfahrt von der Tangente aus Richtung Watenbüttel angebracht werden, wie auch an der Celler Heerstraße Höhe Varrentrappstraße, um notfalls das Wenden zu ermöglichen.

In dieser freundlichen, verkehrstechnischen Lösung biete es sich an, dass Messtafeln: 'Sie fahren' mit den zwei Smilie-Motiven die Kraftfahrer auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h hinweisen.

 

gez.

 

Annegret Hamecher
 

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Anlagen

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