Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 22-20070
Grunddaten
- Betreff:
-
Machbarkeit Sprintschlauch/Sprinttunnel auf der Bezirkssportanlage Rüningen - Ergebnisse der Prüfung der Verwaltung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Beteiligt:
- 65 Fachbereich Gebäudemanagement
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Sportausschuss
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zur Kenntnis
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30.11.2022
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Ausgangslage:
Mit dem Antrag 22-19446 vom 26. August 2022 wurde die Verwaltung gebeten, die Verbesserung der Trainingssituation der Leichtathletik außerhalb der Sommermonate zum Beispiel durch den Bau eines Sprintschlauches auf der Bezirkssportanlage Rüningen zu überprüfen.
Bei einer gemeinsamen Begehung der Bezirkssportanlage Rüningen von Mitarbeitenden der Fachbereiche Gebäudemanagement sowie Stadtgrün und Sport am 15. November 2022 wurde sowohl der dem o.a. politischen Antrag beigefügte Standortvorschlag als auch eine mögliche Nutzungserweiterung der dortigen 50 Meter Kleinkaliber Schießbahn sowie eine Standortalternative parallel zur Längsausrichtung der vorhandenen Kampfbahn geprüft.
Das Ergebnis dieser Prüfung stellt sich wie folgt dar:
Standortbetrachtung:
- Die im Antrag vorgeschlagene Variante unter Einbeziehung der jetzigen Versorgungszufahrt erscheint der Verwaltung aufgrund naturschutzrechtlicher Vorgaben, dem notwendig werdenden Abtrag eines Erdhügels und der Umsetzung des Hammerwurfbereiches (die Verschiebung des Hammerwurfringes würde den den zur Verfügung stehenden Wurfbereich ggf. zu weit einschränken) , der unerlässlichen Errichtung eines alternativen Versorgungsweges (die angedachte Alternative ist aus Verwaltungssicht nicht möglich) und den hohen Kosten für die Errichtung eines insgesamt 130 Meter langen Baukörpers (eine 100 Meter Laufbahn ist sicherlich wünschenswert, aber aus sportfachlicher Sicht nicht notwendig, da die Hallensprintwettbewerbe ausschließlich - sowohl flach und als auch über Hürden - auf einer 60 Meter Bahn stattfinden) nur schwer oder gar nicht umsetzbar und wird von der Verwaltung nicht empfohlen.
- Die verwaltungsintern angedachte Nutzung der bereits vorhandenen Kleinkaliber-Schießbahn entfällt als Vorschlag, da die notwendige Verlängerung auf mindestens 80 Meter (erforderliche 60 Meter für eine Standard-Hallen-Laufbahn plus je 10 Meter im Startbereich und Auslauf) baulich nicht möglich ist. Außerdem bestehen große organisatorische Bedenken bei einer Doppelnutzung durch Leichtathletik und Schießsport. Sowohl die notwendige Flexibilität der Scheibenstände als auch die rückhaltlose und zeitnahe Beseitigung der bleihaltigen Munitionsrückstände erscheint als nicht umsetzbar bzw. praktikabel.
- Als am einfachsten und kostengünstigsten umsetzbar erscheint der Bau eines Beton-Lauftunnels parallel zum bestehenden A-Platz (Kampfbahn) als städtebaulich/architektonisches Pendant zur vorhandenen Tribüne auf der Parkplatzseite (siehe Anlage).
In einem etwa 90 Meter langen Bauwerk könnten sowohl eine 60 Meter Laufstrecke (siehe dazu auch die Ausführungen zu Punkt 2) mit den notwendigen Start- und Auslaufbereichen als auch eine Weitsprunganlage realisiert werden. Dieses Bauwerk könnte an der der Kampfbahn zugewandten Außenseite zusätzlich mit einer Stehstufentribüne versehen werden, um hierdurch unter anderem den bereits erkennbaren Stadioncharakter der Kampfbahn noch verstärken.
Fazit:
Die Verwaltung hält die Variante 3 aus sportfachlicher und städtebaulich/architektonischer Sicht für am sinnvollsten.
Nach Angaben des NLV Kreis Braunschweig gibt es aktuell 1746 Leichtathletinnen und Leichtathleten in Braunschweig, von denen bislang nur wenige die Möglichkeiten zu einem überdachten Wintertraining haben. Diese Zahlen sollen allerdings in einem Gespräch mit den Spitzenvertreterinnen und -vertretern der Braunschweiger Leichtathletikszene zeitnah noch verifiziert werden.
Der in Rede stehende Sprintschlauch/Sprinttunnel würde zumindest für das Lauf- und ggf. Sprungtraining optimale Bedingungen bieten.
Des Weiteren würde auch der Schulsport in den Vormittagsstunden und am frühen Nachmittag eine wetterunabhängige zusätzliche Trainingsmöglichkeit erhalten.
Eine erste Schätzung des Fachbereichs Gebäudemanagements geht von Baukosten von ca. 2,5 Millionen Euro und einer Bauzeit von ca. einem Jahr aus.
Mittel für den Bau eines Sprintschlauches/Sprinttunnels sind in der aktuellen Haushaltsplanung allerdings nicht vorgesehen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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876,7 kB
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