Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 22-20134

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Die Verwaltung hatte mit DS 21-17114 am 25.01.2022 mitgeteilt, dass sich die Stadt Braunschweig an dem Forschungsprojekt der sog. SrV-Erhebung 2023 (SrV = System repräsentativer Verkehrsbefragungen) beteiligen wird. Der Beginn der Erhebung (Januar 2023) steht unmittelbar bevor, daher soll über die Grundzüge und Hintergründe und das weitere Vorgehen erneut informiert werden.

 

Die Gewinnung von Daten zum Mobilitätsverhalten ist für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung in Braunschweig unerlässlich. Die letzte Haushaltsbefragung wurde in Braunschweig 2010 durchgeführt. Seitdem haben vielfältige Veränderungen in der Alltagsmobilität stattgefunden, die u. a. auf die Corona-Pandemie, Etablierung von Home-Office, die Einführung von E-Scootern und neue ÖPNV-Angebote zurückzuführen sind.

 

Die Erforschung der alltäglichen Mobilität der Bevölkerung in Braunschweig ist Gegenstand einer Haushaltsbefragung, die in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden zu Beginn des Jahres 2023 gestartet wird. Mit der Durchführung der Erhebung hat die TU Dresden das Leipziger Institut O.trend GmbH beauftragt. Dort werden alle Daten erfasst, anonymisiert und zur Auswertung an die TU Dresden übergeben. Die Untersuchung ist Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten SrV 2023“, das in mehr als 500 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung sowie die Verkehrspolitik.

 

Das als „System repräsentativer Verkehrsbefragungen“ (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung dieser Untersuchung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von nahezu 50 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr stadt- und gemeindespezifisch große Unterschiede aufweisen können. Umso wichtiger ist es, die örtliche Verkehrsplanung in Braunschweig durch regelmäßige Aktualisierung der Datengrundlagen zu unterstützen.

 

Die Befragung richtet sich an Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bevölkerungsschichten. Es geht u. a. darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln die Braunschweiger im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell sehr unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt. Aber auch Personen, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

 

Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Melderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme an der Erhebung ist freiwillig. Die Einhaltung der Bestimmungen des Datenschutzes gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist gewährleistet.

 

Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein differenziertes Bild der stadtspezifischen Mobilität. Ein zusätzlicher Nutzen entsteht durch den Vergleich mit Städten bzw. Gemeinden ähnlicher Größenordnung, die auf bundesweiter Ebene an dem Forschungsprojekt teilnehmen. Die große Stichprobe des gesamten Forschungsprojektes von mehr als 270.000 Personen deutschlandweit ermöglicht es auch, Erkenntnisse zu stadtübergreifenden Trends zu gewinnen, die für die Verkehrsplanung und Verkehrspolitik bedeutsam sind. Hierzu gehört die Entwicklung der Verkehrsmittelwahl, die in der Diskussion um klima- oder auch pandemiebedingte Änderungen der Mobilität eine große Rolle spielt. Aber auch die allgemeine Nutzung von Carsharing-Angeboten und Elektrofahrrädern sowie die Mobilität von Kindern, Jugendlichen und Senioren werden analysiert.

 

Die Befragung beginnt im Januar 2023 und läuft über zwölf Monate. Die Fragen nnen mit Hilfe des zugesandten Befragungsbogens oder aber flexibel über einen Online-Zugang im Internet beantwortet werden. Alternativ wird geschultes Interviewpersonal am Telefon zur Verfügung stehen. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat werden eingerichtet.


 

Loading...

Erläuterungen und Hinweise