Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Anfrage (öffentlich) - 23-20328

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Der Bericht Hilfen zu Erziehung und Kinderschutz gibt unter anderem Auskunft über die Eingliederungshilfe der Verwaltung. Diese ist insbesondere für die Eingliederung und Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten zuständig. Im umfassenden Bericht werden daher auch die Fallzahlen nach Zugangsländern der unbegleiteten geflüchteten Kinder und Jugendlichen der vergangenen Jahre aufgeschlüsselt. 

 

r das Jahr 2021 gibt der am 14.11.2022 vorgestellte Bericht geringe Fallzahlen von unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten an - insgesamt erreichten in diesem Jahr 61 Kinder und Jugendliche unsere Stadt. Auch mit dem Beginn der Ukraine-Krise Anfang des Jahres 2022 blieben die Fallzahlen weiterhin niedrig, da die Flucht vieler Minderjähriger meist im Familienbund stattgefunden hat.

 

Seit dem vierten Quartal des Jahres 2022 hat sich die Situation jedoch verändert und es ist ein signifikanter Anstieg von minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten zu verzeichnen. So sind bis zum Zeitpunkt der Berichtsveröffentlichung 165 Kinder und Jugendliche in Braunschweig eingetroffen.1

 

Die Kinder und Jugendlichen, die in Braunschweig verbleiben und nicht auf andere Kommunen verteilt werden, werden insbesondere beim Erreichen eines Sprachniveaus unterstützt, welches ihnen einen Schulabschluss und/oder eine Ausbildungschance ermöglicht. Zudem sollen „weiterführende Erziehungshilfen“ zur Förderung des Integrationsprozesses beitragen.2

 

Vor diesem Hintergrund fragen wir: 

 

1. Wie haben sich die Fallzahlen der minderjährigen unbegleiteten Geflüchteten - aufgeschlüsselt nach Zugangsländern - bis zum Ende des Jahres 2022 entwickelt?

2. Welche weiterführenden Erziehungshilfen zur Förderung der Integration der in Braunschweig verbleibenden minderjährigen und unbegleiteten Geflüchteten sollen in diesem Jahr aufgegriffen werden, um dem signifikanten Anstieg der Fallzahlen und den veränderten Verteilungen der Herkunftsländer gerecht zu werden?  

3. Ist geplant, weitere therapeutische Fachkräfte und DolmetscherInnen einzusetzen, um angesichts der wachsenden Fallzahlen eine Handhabung von traumatischen Kriegs- und Fluchterfahrungen und ausreichend Übersetzungshilfen sicherzustellen? 

 


1 vgl. Stadt Braunschweig (14.11.22): Bericht zum Kinderschutz und der Entwicklung der Hilfen zur Erziehung im Jahr 2020/2021. Ds. 22-20035, S. 2f.. 

2 ebd. S. 3.

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