Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 23-20442

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

1. Ausgangslage, Raumbedarf

 

Gemäß Raumprogrammbeschluss 21-15931 für die Erweiterung des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule und gemäß Beschluss 22-17551 zur Auftragsvergabe der Architekten-leistungen für die Planung des Ergänzungsneubaus Gymnasium Ricarda-Huch-Schule im PPP-Projekt Schulen und Kitas Braunschweig an die Hochtief-Schulpartner Braunschweig GmbH ist die Entwurfsplanung erfolgt und es liegt ein Vorabzug vor (s. Anlage).

 

Aufgrund der Wiedereinführung von G9 gibt es einen zusätzlichen Raumbedarf an den Gymnasien. Wegen des außerdem stadtweit steigenden Bedarfs an Gymnasialplätzen soll die RHS zu einem fünfzügigen Gymnasium ausgebaut werden (s. Ds. 17-05461). Ferner verfügt die Schule zurzeit über eine Außenstelle in der GS Gliesmarode in den dortigen Räumen der früheren Orientierungsstufe. In der Außenstelle sind jeweils vier Klassen 5 und 6 untergebracht. Die Außenstelle soll aufgegeben werden, da sich die GS Gliesmarode infolge des Baugebietes „Kurzekampstraße-Südwest“ voraussichtlich zwei- bis dreizügig entwickeln wird. Die GS wird dann alle zurzeit in der Schulanlage von der RHS genutzten Unterrichtsräume selbst benötigen.

Unter Berücksichtigung der dargelegten Rahmenbedingungen und Entwicklungen wurde in Abstimmung mit der Schule ein Abgleich zwischen den Raumbedarfen und dem räumlichen Ist-Zustand auf der Grundlage des Standardraumprogramms (SRP) für Gymnasien (s. Ds 20-12485-01) erarbeitet. Die bereits bestehende und noch steigende räumliche Unterversorgung der Schule kann mit einem geplanten Erweiterungsbau und Umwidmungen im Bestand gedeckt werden. Im Verhältnis zum SRP entsteht ein Flächenüberhang, da Räume im Bestand der Schule teilweise größer sind als nach dem SRP vorgesehen.

 

2. Raumprogramm

 

Erweiterungsbau

Die RHS hat ihren Hauptstandort in der Mendelssohnstraße. Hier wird mit Anschluss an das Bestandsgebäude ein mehrgeschossiger Erweiterungsbau entstehen.

In dem Erweiterungsbau werden 20 Allgemeine Unterrichtsräume (AUR) (à 62 m²), drei große und sechs kleine Differenzierungsräume (à 62 m² bzw. à 20 m²), drei FUR Musik
(à 80 m²), eine Sammlung Musik (45 m²), drei FUR Kunst (à 80 m²), eine Sammlung Kunst (62 m²), ein Pflegeraum (25 m²), eine Aula (400 m²) (auch extern genutzte Versammlungsstätte) mit Nebenräumen, (Stuhllager (30 m²), Umkleide (20 m²), Requisiten/Lager (40 m²), Foyer mit Garderobe (50 m²), ein Büro für Ganztagskoordination (15 m²), eine Mediathek mit Aufenthaltsmöglichkeiten (150 m²) sowie zwei Spiel- und Bastelräume (à 40 m²) (ausgestattet mit einer mobilen Trennwand für eine multifunktionale Nutzung) für den Ganztagsbereich entstehen.

Ein Lager für Außenspielgeräte (10 m²) wird ebenfalls eingerichtet werden.

Das Schulgrundstück ist hinsichtlich der Versorgung der Schule mit Großspielgeräten überprüft worden und das Außengelände wird mit weiteren Spielgeräten ausgestattet werden. Die Errichtung einer Kletterwand am Erweiterungsgebäude ist ein besonderer Wunsch der Schule und ist geprüft und berücksichtigt worden.

 

Umwidmungen im Bestand

Umwidmungen im Bestand sind gemäß Raumprogrammbeschluss und in Abstimmung mit der Schule geplant, wie z. B. die Abteilung eines Besprechungsraumes für einen Beratungslehrer von einem 86 m² großen AUR, die Teilung eines Büros zur Schaffung eines Büros für eine Koordinatorin bzw. einen Koordinator, die Schaffung eines neuen Raumes für die Schülervertretung im Untergeschoss, Teilung des Serverraumes zur Schaffung eines Büros für Medientechnik, Umbau des Erdkunderaumes zum Biologieraum, Abbau des ansteigenden Gestühles im Chemieraum.

 

 

3. Bauliche Umsetzung

 

Die Erweiterung ist als kompakter Baukörper in L-Form geplant, dessen Hauptkörper östlich des vorhandenen Gebäudes in Nord-Süd-Richtung angeordnet ist. In dem drei- bis viergeschossigen Gebäudeteil in Nord-Süd-Richtung befindet sich im Erdgeschoss die Aula mit den dazugehörigen Nebenräumen, und in den Obergeschossen sind die allgemeinen Unterrichtsräume und Differenzierungsräume angeordnet. In dem zweigeschossigen Gebäudeteil in West-Ost-Richtung liegen die Fachunterrichtsräume Kunst und Musik und die Räume für den Ganztagsbetrieb.

 

Die Fassadengestaltung des Neubaus korrespondiert in den Obergeschossen mit den Proportionen und der Fassadenteilung des benachbarten Bestandsgebäudes, während der Bereich der Aula sich mit einer großzügigen Fassadenöffnung nach Westen deutlich abhebt und die Versammlungsstätte zum Schulgelände hin öffnet.

 

Der Erweiterungsbau wird vom Haupteingang des Bestandsgebäudes über das Foyer und über einen Verbindungsgang auf Ebene des Zwischengeschosses des Neubaus, an die bestehende Schule angebunden. Im Erdgeschoss des Neubaus gibt es dazu auch einen separaten Haupteingang, der über das Foyer zum Haupttreppenhaus und zur Aula führt, die auch als Versammlungsstätte genutzt werden kann.

 

Anforderungen an Klimaschutz, Klimaanpassung und Nachhaltigkeit sind umfassend berücksichtigt worden und der Neubau wird als Niedrigenergiehaus, Nachhaltigkeitsklasse NH 40 errichtet werden. Es wird durch die Braunschweiger Energiegenossenschaft eine PV-Anlage auf dem Dach installiert und betrieben werden und zudem werden die Dachfläche extensiv begrünt werden. Eine Fassadenbegrünung über bodengebundene Pflanzen ist ebenso vorgesehen, wie ein hoher Anteil von Regenwasserversickerung direkt auf dem Grundstück.

Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Ricarda-Huch-Schule als einer der ersten Schulen, am 15.06.2022 als klimaneutral ausgezeichnet wurde, ist die Anzahl der Fahrradeinstellplätze deutlich erhöht worden und die vorhandene Garten-AG wird im Zuge der Baumaßnahme an einen neuen Ort umgesetzt werden.

 

Über den Aufzug sind alle Ebenen des Neubaus barrierefrei erschlossen, und es gibt mehrere barrierefrei WCs in den einzelnen Geschossen, sowie einen Pflegeraum im Untergeschoss. Eine barrierefreie Anbindung an das Eingangsgeschoss des vorhandenen Schulgebäudes, sowie die Berücksichtigung der Barrierefreiheit in den Außenanlagen ist mit dem Behindertenbeirat abgestimmt worden.

 

 

 

4. Weiteres Vorgehen

Die vorliegende Planung wird zurzeit endabgestimmt, bevor im nächsten Schritt der Bauantrag eingereicht werden wird. Mit Vorliegen der Baugenehmigung wird in den weiteren Schritten Hochtief ein Pauschalangebot für die Realisierung des Erweiterungsbaus vorlegen, das auch mögliche Auflagen aus der Baugenehmigung beinhaltet und entsprechend verlässlich ist (ca. Mitte 2023). Dieses wird durch die Verwaltung geprüft und verhandelt werden (Q3 2023). Das daran anschließende verbindliche Angebot wird in eine Nachtragsvereinbarung einfließen (Q4 2023). Die zugehörige Gremienbefassung und Auftragsvergabe ist für Anfang 2024, die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist zum Schuljahr 2026/27 vorgesehen.

 

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Anlagen

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