Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 22-20277-01
Grunddaten
- Betreff:
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Toiletten- und Abwasserprobleme bei einem möglichen Blackout-Szenario
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 37 Fachbereich Feuerwehr
- Beteiligt:
- DEZERNAT VII - Finanz- und Feuerwehrdezernat
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Ordnung
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zur Kenntnis
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17.01.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der Gruppe Direkte Demokraten vom 23.12.2022 [22-20277] wird zusammengefasst wie folgt Stellung genommen (die Beantwortung erfolgt in Abstimmung mit BS|Netz):
Das Braunschweiger Trinkwasser kommt in dem von BS|ENERGY versorgten Teil der Stadt derzeit nahezu ausschließlich aus den natürlichen Wasservorkommen des Harzes. Durch den Höhenunterschied zwischen dem Harz und Braunschweig muss BS|NETZ im Ernstfall keine strombetriebenen Pumpen für den Transport einsetzen. Das Wasser fließt in zwei Leitungen umweltschonend bergab; direkt in zwei Übernahmestationen, die das Wasser zu den Bürgern in Braunschweig verteilen. Dennoch sind die technischen Anlagen zur Druckerhaltung (Pumpen) als Prävention mit Notstromaggregaten ausgerüstet.
Im Falle eines Blackouts kann die Trinkwasserversorgung im Netzgebiet von Braunschweig solange sichergestellt werden, wie die Vorlieferanten Harzwasserwerke und zukünftig auch Avacon Wasser die Vor-Versorgung gewährleisten. Entsprechende Notfallkonzepte liegen im Hause BS|NETZ vor
Das Abwasser wird in Braunschweig über das bestehende Kanalnetz und Pumpwerke abtransportiert. Bei einem Stromausfall stehen für eine Notversorgung der Pumpwerke mobile Notstromaggregate verschiedener Größenordnung zur Verfügung. Hierdurch kann ein Notbetrieb an einigen und wichtigen Pumpwerken sichergestellt werden (z. B. das Hauptwerk Ölper). Im Notfall kann zusätzlich über Saugwagen des Kanalbetriebs Abwasser zu Kläranlage transportiert werden.
Die Stadtentwässerung hat in den letzten Jahren zur Verbesserung der Betriebssicherheit sämtliche Notstromaggregate erneuert. Die sinnhafte Anschaffung weiterer Notstromaggregate wird im Rahmen von Erneuerungs- und Umbaumaßnahmen an Pumpwerksstationen bereits fortlaufend geprüft.
Zur Abwasserreinigung auf der Kläranlage wird bereits der elektrische Strom für das Klärwerk Steinhof über ein Blockheizkraftwerk (Biogas, Faulgas, Deponiegas) erzeugt. Bei Stromausfall kann das Klärwerk Steinhof autark vom übrigen Stromnetz betrieben werden. Darüber hinaus steht im Klärwerk ein mobiles Notstromaggregat zur Verfügung.
Zusätzlich können die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Selbsthilfe eigene Vorsorge betreiben und dabei die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) veröffentlichten Tipps und Hinweise auch zum Thema Hygiene in Notzeiten nutzen. Entsprechende Maßnahmen zum Selbstschutz sind in zahlreichen Publikationen des BBK beschrieben und auf der Homepage der Feuerwehr Braunschweig sowie der Landingpage der Stadtverwaltung zur Energiemangellage verlinkt.
