Rat und Stadtbezirksräte
Beschlussvorlage - 23-20655
Grunddaten
- Betreff:
-
Benennung der Zufahrt zum Fraunhofer-Campus
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 61 Fachbereich Stadtplanung und Geoinformation
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0130 Referat Kommunikation; 0600 Baureferat; DEZERNAT III Stadtplanungs-, Verkehrs-, Tiefbau- und Baudezernat
- Verantwortlich:
- Leuer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 330 Nordstadt-Schunteraue
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Entscheidung
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02.03.2023
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Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag 1
„Die von der Wichernstraße abzweigende Zufahrtsstraße zu den Fraunhofer-Instituten und dem Studentenwohnheim An der Schunter erhält den Namen
Fraunhofer-Campus.
Die Straßenbenennung wird erst mit der Aufstellung der Straßennamenschilder wirksam.“
Beschlussvorschlag 2
„Die von der Wichernstraße abzweigende Zufahrtsstraße zu den Fraunhofer-Instituten und dem Studentenwohnheim An der Schunter erhält den Namen
Riedenkamp.
Die Straßenbenennung wird erst mit der Aufstellung der Straßennamenschilder wirksam.“
Sachverhalt
Sachverhalt:
Beschlusskompetenz
Die Zuständigkeit des Stadtbezirksrates ergibt sich aus § 93 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 NKomVG.
Begründung:
Die Verwaltung hat den Stadtbezirksrat 330 Nordstadt-Schunteraue im Verlauf des Verfahrens zur Vorbereitung der Benennung der Erschließungsstraße zum Fraunhofer-Campus mit mehreren Mitteilungen (21-16870, 21-17086, 22-19223) über die allgemeinen Rahmenbedingungen und den jeweiligen Sachstand des Vorbereitungs- und Abstimmungsprozesses informiert. Ausgangspunkt war der Antrag der Fraunhofer-Gesellschaft, im Zusammenhang mit der Erweiterung ihres Braunschweiger Forschungscampus (u. a. Neubau Technikumhalle) die bisher unbenannte Zufahrt zu den dort ansässigen Instituten zu benennen.
Maßgebliche Ziele der Straßenbenennung sind die Sicherung einer einfachen und eindeutigen Orientierung sowie die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung (z. B. bei Einsätzen von Rettungsfahrzeugen). Die Benennung der Erschließungsstraße wird die Orientierung verbessern und somit die Einhaltung dieser Ziele unterstützen.
In seiner Sitzung vom 1. September 2022 hat der Stadtbezirksrat Nordstadt-Schunteraue die Verwaltung gebeten, das noch durchzuführende offizielle Benennungsverfahren mit dem Vorschlag „Riedenkamp“ zu beginnen. Die Verwaltung hat die formelle Anhörung aller von der Neubenennung der privaten Zufahrt betroffenen Anlieger abgeschlossen. Die Eigentümerin der privaten Straßenfläche hat die zwingend erforderliche Zustimmung erteilt.
Die Bezeichnung „Riedenkamp“ ist im Kontext der geographischen Herleitung wohl überlegt und dahingehend grds. auch stimmig. Die Verwaltung stellt mit dieser Vorlage dennoch zwei Beschlussalternativen zur Abstimmung. Hintergrund sind der Verwaltung vorliegende Rückmeldungen der betroffenen Anlieger, den Namen nicht losgelöst von den dort ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen zu betrachten und deshalb explizit für einen sichtbar ortsverbundenen und identitätsstiftenden Straßennamen zu plädieren. So würden mit der Benennung „Fraunhofer-Campus“ die räumliche Nähe, die eigene ideelle Verbundenheit sowie die hohe Wertschätzung für den bedeutenden Forschungscampus des international bekannten Institutes hervorgehoben.
Die Verwaltung kann diese Argumentation nachvollziehen, zumal der Namensvorschlag mit Blick auf die in hohem Maße förderungswürdige Identifikation als bedeutender Forschungsstandort Braunschweig gerade für die lokale Verbindung eines solchen Institutes auch mit seinem direkten Umfeld im und für den Stadtbezirk von großer Bedeutung ist. Die zwei Fraunhofer-Institute IST und WKI sind zusammen mit über 600 Mitarbeitenden in Braunschweig ansässig und zugleich der größte Fraunhofer-Standort in Niedersachsen.
Als Stadt der Wissenschaft kommt den Campus-Arealen und deren Ortsbezeichnung eine weiter steigende Bedeutung zu. Beispielsweise finden die Forschungseinrichtungen am „Science Campus Braunschweig Süd“ mit den Instituten der Helmholtz-Gesellschaft, oder am einzigartigen „Campus Forschungsflughafen“ nicht nur ideale Bedingungen vor, sie identifizieren sich auch mit ihrem Standort. Für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Forschungsstandortes Braunschweig ist dessen Attraktivität, auch für die besten Talente, von zunehmender Bedeutung und erfolgt im Wettbewerb mit anderen Standorten in ganz Europa.
Es gibt gute Gründe dafür, auch die sich hier bietende Gelegenheit einer Straßenbenennung zu nutzen, um die Wissenschaftsakteure und -cluster in der Stadt noch stärker sichtbar zu machen und die Identifikation mit dem Forschungsstandort der Fraunhofer-Gesellschaft nachhaltig zu stärken.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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777,5 kB
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2
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(wie Dokument)
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773,6 kB
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