Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 23-20767
Grunddaten
- Betreff:
-
Start des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 50 Fachbereich Soziales und Gesundheit
- Verantwortlich:
- Albinus
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Soziales und Gesundheit
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zur Kenntnis
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07.03.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
1. Rückblick
Im September 2021 gab die Stadt Braunschweig den geplanten Aufbau eines Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) bekannt vor dem Hintergrund des gesetzlichen Auftrages nach § 7 Absatz 1 Niedersächsisches Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke (NPsychKG) sowie in Reaktion auf die Folgen der Corona-Pandemie in Bezug auf psychische Belastungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Hierzu wurde das Vorhaben am 24. September 2021 im Ausschuss für Soziales und Gesundheit vorgestellt.
2. Aktueller Stand der Umsetzung
Die Besetzung der für den KJPD vorgesehenen Stelle für eine Fachärztin oder einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie gestaltet sich schwierig. Es wurde nach mehreren erfolglosen Stellenausschreibungen im Sommer 2022 entschieden zumindest die Hälfte der Arztstelle für eine/n Kinder- und Jugendlichen-psychotherapeutin/en auszuschreiben, die schließlich besetzt werden konnte.
Der KJPD des Gesundheitsamtes hat inzwischen seine Tätigkeit aufgenommen. Das Team, organisatorisch dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst zugeordnet, besteht derzeit aus einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, einer Psychologin, einer Sozialpädagogin und einer medizinischen Fachangestellten. Eine Fachärztin oder ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie soll das Team noch mit einer halben Stelle vervollständigen.
Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre z. B. mit emotionalen Problemen wie Ängsten oder Depressionen, Verhaltensauffälligkeiten, schulvermeidendem Verhalten, akuten Belastungssituationen oder psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen. Angesprochen sind die betroffenen Kinder und Jugendlichen selbst, aber insbesondere auch Familienangehörige und weitere Bezugspersonen, Schulen, Kindergärten, Einrichtungen und Beratungsstellen der Jugendhilfe sowie ärztliche und psychotherapeutische Praxen und Einrichtungen. Außerdem kooperiert der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst mit dem städtischen Fachbereich Kinder, Jugend und Familie.
Der KJPD arbeitet vertraulich, kostenfrei, auf Wunsch aufsuchend, auf Wunsch anonym und nach Terminvereinbarung. Er bietet telefonische und persönliche Beratung, eine diagnostische Ersteinschätzung, Einzel- und Familiengespräche, Begleitung von weiterführenden geeigneten Hilfen, Beratung und Fortbildung von Einrichtungen bzw. deren Fachkräften sowie Angebote vor Ort in Schulen an. Die Erreichbarkeit ist durch feste tägliche Telefonzeiten und per E-Mail über ein Funktionspostfach gegeben.
