Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 22-19457-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Infrastruktur für Sportvereine im Stadtbezirk
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Loose
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 212 Südstadt-Rautheim-Mascherode
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zur Kenntnis
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28.02.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Beschluss des Stadtbezirksrates 212 vom 08.11.2022:
„Die Stadt prüft in Zusammenarbeit mit den betroffenen Sportvereinen, wie sie die Sportvereine im Stadtbezirk bei der Bewältigung den gestiegenen Anforderungen und Bedarfe im Bereich Mannschaftssport unterstützen kann und erstellt dazu ein Konzept. Zu der Prüfung gehört auch, ob der erhöhte Sportstättenbedarf durch eine neue sogenannte Kalthalle, einen zusätzlichen Kunststoffrasenplatz, oder eine Sporthallenerweiterung oder einen Neubau im Stadtbezirk gedeckt werden kann.
Das Ergebnis dieser Prüfung wird dem Stadtbezirksrat möglichst im ersten Quartal 2023 oder früher vorgestellt.“
Die Verwaltung teilt nach Prüfung der Bedarfe der Sportvereine im Stadtbezirk Folgendes mit:
1.) Sporthalleninfrastruktur
Die angesprochenen möglichen zusätzlichen Bedarfe der im Stadtbezirk ansässigen Sportvereine Lindenberg, Mascherode und Rautheim könnten (allein aus Auslastungsgründen) nur dann abgedeckt werden, wenn sich aus schulsportfachlicher Sicht ein unabweisbarer zusätzlicher Bedarf für eine Mehrfeldschulsporthalle im Stadtbezirk ableiten ließe, da Sporthallen in Braunschweig grundsätzlich in erster Linie zur Abdeckung des Schulsportbedarfs errichtet werden (Bereitstellung von Schulsportstätten als Pflichtaufgabe des kommunalen Schulträgers). Hallen für den Schulsport können dann natürlich auch in den Nachmittags- und Abendstunden für den Vereinssport genutzt werden. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die in der gesamtstädtischen Betrachtung abzudeckenden vereinssportlichen Hallenbedarfe, die sich aus dem Masterplan Sport 2030 und den Ergebnissen der vorausgehenden Sportverhaltensstudie/Sportstättenbilanzierung (Sporthallen und Sporträume) ableiten, durch die diversen Sporthallenneubauprojekte in den kommenden 3 - 4 Jahren vollständig abgedeckt und sogar übererfüllt werden. Insofern ist zumindest unter Zugrundelegung vereinssportfachlicher Aspekte kein weitergehender Bedarf, eine gewisse Mobilität der Sporttreibenden vorausgesetzt, erkennbar.
2.) Sportfreianlageninfrastruktur
Sowohl die Vereinsvorstände des FC Rautheim als auch des TV Mascherode haben in intensiven Gesprächen mit der Sportverwaltung in den vergangenen Monaten deutlich gemacht, dass aus ihrer vereinssportlichen Sicht ein Bedarf für ein zusätzliches Kunstrasengroßspielfeld besteht. Aufgrund der Mitgliederentwicklung in den jeweiligen Fußballabteilungen kann dieser Einschätzung aus sportfachlicher Sicht grundsätzlich gefolgt werden, insbesondere vor dem Hintergrund der dynamischen Siedlungsentwicklung im Ortsteil Rautheim und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Südosten Braunschweigs nur suboptimal mit Kunstrasenspielfeldern versorgt ist. Die Sportverwaltung hat sich daher im Herbst letzten Jahres verstärkt mit der städtischen Sportanlage in Rautheim befasst und planerische Untersuchungen angestellt, inwieweit diese Anlage, die derzeit aus einem Rasen- und einem Kunstrasengroßspielfeld besteht, um ein drittes Spielfeld erweitert werden kann, das von seinen Abmessungen her im günstigsten Fall sowohl für den Trainings- als auch für den Spielbetrieb geeignet ist. Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für die Sportanlage wurden insgesamt drei Planungsvarianten erarbeitet, die zwischenzeitlich sowohl dem FC Rautheim als auch dem Bezirksbürgermeister vorgestellt wurden. Ein solches drittes Großspielfeld könnte auch vom TV Mascherode mitgenutzt werden. Im Doppelhaushalt 2023/2024 sind im Teilhaushalt des Fachbereichs Stadtgrün und Sport allerdings keine Mittel für die Realisierung eines solchen Spielfeldes veranschlagt.
Hinsichtlich des SV Lindenberg ist hier kein dezidiert vom Verein kommunizierter Mehrbedarf an Freisportflächen für den auf der Sportanlage Lindenberg beheimateten Baseballsport bekannt.
