Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 23-20567
Grunddaten
- Betreff:
-
PPP-Projekt/Controllingbericht für das Jahr 2021
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 65 Fachbereich Gebäudemanagement
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; 0600 Baureferat; 40 Fachbereich Schule; 20 Fachbereich Finanzen
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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zur Kenntnis
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31.03.2023
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Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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Erledigt
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Schulausschuss
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung
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zur Kenntnis
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Am 27. Oktober 2011 wurde zwischen der Stadt Braunschweig und der HOCHTIEF Schul-partner Braunschweig GmbH (HT) der PPP-Projektvertrag zur Sanierung, Instandhaltung und zum Betrieb von 9 Schulen, 2 Turn- und Sporthallen, 3 Kindertagesstätten sowie einem noch zu errichtenden Ergänzungsneubau zwischen dem Gymnasium Ricarda-Huch-Schule und dem Gymnasium Neue Oberschule geschlossen. Der Vertragsbeginn war der
1. Dezember 2011.
Am 1. Februar 2012 wurden HT die PPP-Objekte zur Sanierung und zum Betrieb übergeben. Mit diesem Zeitpunkt sind auch die Betreiberpflichten auf HT übergegangen.
Unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Sanierungszeiträume wurden folgende Objekte im Rahmen des PPP-Projektes saniert:
Grundschule Ilmenaustraße
Grundschule Gartenstadt
Gymnasium Neue Oberschule
Gymnasium Ricarda-Huch-Schule
Gymnasium Raabeschule, Abt. Stöckheim
Schulzentrum Heidberg inkl. Umbaumaßnahmen zur Einrichtung der IGS Heidberg
Berufsbildende Schulen Heinrich-Büssing-Schule/Deutsche Müllerschule Braunschweig
Berufsbildende Schulen Otto-Bennemann-Schule, Standort Alte Waage
Berufsbildende Schulen Otto-Bennemann-Schule, Abt. Blasiusstraße
Sporthalle Alte Waage
Sporthalle des Gymnasiums Ricarda-Huch-Schule (Beethovenstraße)
Kindertagesstätte Leibnizplatz
Kindertagesstätte Lehndorf
Kindertagesstätte Lindenbergsiedlung
Unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Bauzeiten wurden folgende Neubauten im Rahmen des PPP-Projektes errichtet:
Ergänzungsneubau für die Gymnasien Ricarda-Huch-Schule und Neue Oberschule
Mensaneubau im Schulzentrum Heidberg
Verteilung der Auftragswerte Jahr 2021 im PPP-Projekt:

Insgesamt wurden rd. 69,3 % der Aufträge von lokal ansässigen Firmen mit Sitz in einem Umkreis von max. 20 km um Braunschweig abgewickelt. Insbesondere während der Be-triebsphase ist die Einbindung lokaler Firmen für die Gewährleistung kurzer Reaktionszeiten und die Umsetzung der vertraglich geschuldeten Leistungen von hoher Bedeutung.
Anmerkung: Der PPP-Vertrag sieht eine regionale Vergabequote hinsichtlich kleiner und mittlerer Unternehmen, die in der Region ansässig sind, in Höhe von 40 % vor.
Betriebsleistungen
Entwicklung der Medienverbräuche (Wasser, Strom und Wärme)
Ein wesentlicher Bestandteil des PPP-Vertrages sind die von HT garantierten Verbräuche der Medien Wasser/Abwasser, Strom und Wärme. Alle Medienverbräuche liegen auch im Jahr 2021 deutlich unter dem langjährigen Mittel vor Projektbeginn.
Für das Jahr 2021 wurden die garantierten Medienverbräuche Wärme, Wasser und Strom insgesamt um rd. 6,3 T€ überschritten. Die Überschreitung ist dem geänderten Nutzerverhal-ten in der Corona-Pandemie zuzuschreiben. So wurde deutlich mehr gelüftet, was mit Heizverlusten einhergeht. Dies wurde teilweise dadurch kompensiert, dass der Schulbetrieb nicht durchgängig in Präsenz erfolgte und die Schulen teileweise geschlossen waren.
Nach der Musterkalkulation des PPP-Projektvertrages ist der Auftragnehmer berechtigt, auf eigene Rechnung und nach vorheriger Abstimmung mit der Stadt und dem jeweiligen Energieversorgungsunternehmen, in Verbindung mit durchgeführten auftragnehmereigenen energetischen Sanierungsmaßnahmen, die Anschlusswerte für fernwärmeversorgte Objekte anzupassen. Ergibt sich aus der Verringerung der Anschlusswerte ein niedriger Grundpreis für die Fernwärmeversorgung, ohne dass dies gleichzeitig zu einer Erhöhung des Abnahme- bzw. Arbeitspreises für die Fernwärmeversorgung führt, so stehen die sich daraus nachweislich ergebenden Minderkosten dem Auftragnehmer zu. Aufgrund von im Rahmen der laufenden Sanierung durchgeführten energetischen Sanierungsmaßnahmen, die über das vereinbarte Vertragssoll (Zielhorizonte) hinausgingen, konnten als Ergebnis dieser energetischen Sanierungen die Fernwärmeanschlussleistungen reduziert werden.
Für das Jahr 2021 belaufen sich die in diesem Zusammenhang zu erstattenden Kosten auf rd. 119,3 T€.
Unter Berücksichtigung des Malus in Höhe von rd. 6,3 T€ sind somit für das Jahr 2021
rd. 113,0 T€ an HOCHTIEF zu erstatten.
Vergleich des bisherigen Verbrauchs aus dem langjährigen Mittel zum Projektbeginn gegenüber dem Verbrauch der Jahre 2013 - 2021


Reinigungsleistungen
Die Qualitätskontrollen der Reinigungsleistungen wurden an diversen Liegenschaften im Jahr 2021 an 24 Terminen stichprobenartig durchgeführt.
Es wurde ein durchschnittlicher Erfüllungsgrad von 91,8 % erzielt. Somit lag die Reinigungs-leistung deutlich im Zielhorizont (mindestens 85,0 %).
Vandalismus
Im Jahr 2021 sind insgesamt 92 Vandalismus Schäden aufgetreten. Der Schwerpunkte der Schadensmeldungen liegen auf dem Gymnasium Ricarda-Huch-Schule sowie dem Schul-zentrum Heidberg.
Angezeigt wurden besonders häufig Glasschäden und Graffitis sowie Beschädigungen von abgehängten Decken. An der Ricarda-Huch-Schule wurden zudem diverse Vandalismus-schäden im Umfeld des DFB-Mini-Fußballfeldes gemeldet.
Insgesamt sind die Kosten für die Beseitigung von Vandalismusschäden im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 28,89 % gesunken.
Zur Verringerung von Vandalismusschäden werden regelmäßig Gespräche durch HOCH-TIEF mit den Schulleitungen über Maßnahmen sowie eine Verbesserung der Aufsicht geführt. Darüber hinaus werden, wie auch bereits im Vorjahr, technische Verbesserungsvorschläge zur Vermeidung von Vandalismusschäden umgesetzt (z. B. Stoßbleche an Türen, Absetzen dunkler Farbsockel in Flurwänden, Anbringen von Schrammborden in Klassenräumen auf Tischhöhe). Darüber hinaus werden in Abstimmung mit der Stadt Braunschweig außerhalb der Nutzungszeiten zusätzliche Bestreifungen an Standorten mit erhöhtem Vandalismusaufkommen durchgeführt.
Das derzeitige Vandalismus Budget (48,3 T€ brutto) wurde um rd. 3 T€ unterschritten. Auf-grund der Unterschreitung des Budgets in Bezug auf die aufgetretene Schadenshöhe ist von der Stadt Braunschweig kein Zuschuss zu leisten.
Sämtliche Vandalismusschäden werden dem Fachbereich Zentrale Dienste gemeldet und von dort weiterverfolgt. Für das Jahr 2021 konnte eine Schadenausgleichsumme in Höhe von 234 € durchgesetzt werden.
Übersicht Vandalismus je Liegenschaft (s. Anlage)
Besondere Vorkommnisse
Aufgrund der Corona-Pandemie ist es zu erhöhten Energieverbräuchen im Bereich der Wärmeversorgung und Trinkwasserversorgung gekommen.
Fazit
Auch im Jahr 2021 war der Zufriedenheitsgrad hinsichtlich der Koordination der Betriebs- und Instandhaltungsleistungen weiterhin hoch. Dieses hat sich auch im Rahmen der gemeinsam mit den durchgeführten Controlling-Begehungen der Objekte bestätigt (Hochtief, Schulleitungen, Projektcontrolling FB 65).
Daher kann auch für das abgelaufene Betriebsjahr 2021 festgestellt werden, dass der
städtische Vertragspartner HOCHTIEF auf der Basis der vertraglich geschuldeten Bau-, Sanierungs- und Betriebsleistungen die zeitlichen sowie inhaltlichen Vorgaben nach wie vor voll erfüllt hat.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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(wie Dokument)
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445,4 kB
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