Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Stellungnahme - 23-20865-01

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Zu der Anfrage der FDP-Fraktion vom 14.03.2023 (23-20865) wird wie folgt Stellung genommen:

 

Frage 1

 

r die Träger der Kindertagesstätten besteht bei vorübergehenden Einschränkungen der Betreuungsangebote auf Grund von Personalmangel oder Personalausfällen keine Meldepflicht bei der Stadt. Je nach Umfang/Auswirkung der Einschränkungen besteht jedoch eine Anzeige-/Meldepflicht gegenüber dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung.

 

Auch eine konkrete Erfassung einzelner Kinder erfolgt nicht, so dass keine Aussage zur Anzahl nicht betreuter Kinder getroffen werden kann.

 

Frage 2

 

Allein schon aufgrund der Trägervielfalt ist es der Verwaltung nicht möglich, eine belastbare Aussage zur Personalsituation in fünf Jahren zu treffen.

 

Hinsichtlich der in den nächsten Jahren in der Kindertagesbetreuung benötigten Fachkräfte wird auf die entsprechenden Berechnungen und Schätzungen des Landes Niedersachsen sowie des Deutschen Jugendinstituts und der Bertelsmann Stiftung[1] verwiesen.

 

Frage 3

 

Bereits seit mehreren Jahren fordert die Stadt Braunschweig über die Kommunalen Spitzenverbände die Abstimmung und Umsetzung von Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Fachkräftemangels gegenüber dem Niedersächsischen Kultusministerium.

 
Angeregt wurde mehrfach die Steigerung der Attraktivität der Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher durch eine Ausbildungsvergütung, eine Verkürzung der Ausbildungsdauer durch eine Anpassung der Curricula und einer bundesweit einheitlichen Ausbildung.

 
Darüber hinaus wurde mehrfach eine Anerkennung berufsverwandter Professionen für den Einsatz in der Kindertagesbetreuung ohne Einzelgenehmigungserfordernisse (wie z. B. die sog. „Hamburger Positivliste“) und Einführung multiprofessioneller Teams gefordert.

Des Weiteren bietet die Stadt Braunschweig seit Sommer 2022 Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern die Möglichkeit einer vergüteten Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz und wird auf Grund der bisherigen positiven Erfahrungen dieses Modell einer beruflichen Qualifizierung auch im laufenden Jahr fortführen.

 

Die Teilnahme am jährlichen Speed-Dating und der Job-Messe Braunschweig durch Mitarbeitende des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie wird fortgeführt.

 

Außerdem werden bestehende Kooperationen zu Allgemeinbildenden Schulen mit Informationsgesprächen in den Klassen 9 und 10 fortgeführt und sukzessive weitere Schulen für eine solche Kooperation gesucht.

Mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtelternrats und der freien Träger von Kindertagesstätten und Eltern-Kind-Gruppen steht der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie im regelmäßigen Austausch. Über Zusammenkünfte der AG § 78/Kita ist die Thematik des Fachkräftemangels und der Umgang mit dessen Folgen für die Betreuung in Kindertagesstätten in andauernder Bearbeitung.

 


[1] Fachkräfte-Radar für Kita und Grundschule. Bertelsmann-Stiftung 2022

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