Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 23-20661

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


„Der Planung und dem Umbau des Knotenpunktes Celler Straße/Petritorwall/Am Neuen Petritore wird in der als Anlage 1 beigefügten Fassung zugestimmt.“
 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Beschlusskompetenz

Die Beschlusskompetenz des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben ergibt sich aus § 76 Abs. 3 Satz 1 NKomVG i. V. m. § 6 Nr. 2 lit. h der Hauptsatzung der Stadt Braunschweig. Im Sinne dieser Zuständigkeitsnorm handelt es sich bei der Celler Straße um eine Straße, die eine über die Grenzen des Stadtbezirks hinausgehende Funktion besitzt, für die der Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben beschlusszuständig ist.

 

Anlass

Im Zuge der Verbesserung der Wallringroute für Radfahrende (Maßnahme 8.2 des Ziele- und Maßnahmenkatalogs „Radverkehr in Braunschweig) soll die Querungssituation über die Celler Straße in Höhe Petritorwall verbessert werden. Zugleich wird damit eine Unfallhäufungsstelle entschärft.

 

Planung Variante 1

Radfahrende sollen zukünftig geradlinig über die Celler Straße geführt werden. Dafür soll in beiden Mittelinseln jeweils eine 5 m breite Querungsmöglichkeit geschaffen werden.

 

Die westliche Fahrbahn des Petritorwalls nördlich der Celler Straße soll zur Fahrradstraße werden, die in Gegenrichtung auch von Radfahrenden genutzt werden kann. Der Abschnitt zwischen Celler Straße und Am Alten Petritore ist mit einem Querschnitt von 3,30 m zuzüglich 0,75 m Abstand zu den parkenden Kfz geplant. So können die Parkplätze erhalten werden. Der Knotenpunktbereich Petritorwall/Am Neuen Petritore wird neu geordnet und durch eine Grünfläche deutlich reduziert. Der Fahrradstraße (Wallringroute) wird Vorrang eingeräumt.

 

Radfahrende können die Celler Straße zukünftig geradlinig ohne separate Signalisierung queren, was insbesondere in Schwachverkehrszeiten für eine Beschleunigung des Radverkehrs sorgt. Durch die Signalisierung der Fußngerfurten entstehen auch zu Stoßzeiten ausreichende Zeitlücken, um die Celler Straße zu queren.

 

Die Fahrspuren der Celler Straßer den motorisierten Individualverkehr in Richtung stadteinwärts werden etwas verschwenkt und erst nach dem Knotenpunkt um eine Spur erweitert, um zum einen eine ausreichende Aufstellfläche für Fußnger auf der Mittelinsel zu generieren und um zum anderen die zu querende Fahrbahnbreite zu reduzieren.

 

Die Lage der Querungsstellen für zu Fuß Gehende wird kaum verändert, so dass sich nur geringe Auswirkungen auf die artenreiche Staudenmischpflanzung, die im Rahmen des EU-geförderten Projektes „Biodiversität in der Stadt Braunschweig“ angelegt wurde, ergeben. Alle Querungen für zu Fuß Gehende werden mit differenzierter Bordhöhe und taktilen Elementen ausgestattet.

 

Die Radwege der Celler Straße werden im Kreuzungsbereich abgesenkt und an die Fahrbahn herangeführt, damit Radfahrende nicht von abbiegenden Fahrzeugen übersehen werden. Der abgesenkte Bereich des Radwegs wird dort, wo es möglich ist, mit einem Trennelement gegen das Befahren durch Pkw geschützt. Der südliche Einmündungsbereich des Petritorwalls wird auf eine Fahrbahnbreite von 6 m reduziert. Dadurch werden auch die gefahrenen Geschwindigkeiten in diesem Bereich geringer.

 

Planung Variante 2

Um auch das Regelmaß von 4 m für die Breite der Fahrgasse für Fahrradstraßen nach dem „Qualitätsstandard für Fahrradstraßen und -zonen in Braunschweig“ zu erreichen, wurde eine zweite Variante der Planung entwickelt.

 

Um diese Breite zu generieren, muss der Längsparkstreifen (insgesamt 13 Parkplätze) im nördlichen Abschnitt des Petritorwalls entfallen. Ein Verschieben des Parkstreifens „neben“ die neue Fahrbahn ist nicht möglich, da die Maßnahme dann zu sehr in den Wurzelbereich der Bestandsbäume eingreifen würde. Die Fahrbahn und die Trasse der Stadtbahn sollen zusätzlich durch Borde getrennt werden.

 

Vorschlag der Verwaltung

Die Verwaltung schlägt die Umsetzung der Variante 1 vor, da hierbei sowohl die Parkplätze in diesem Bereich erhalten bleiben, als auch die Wurzelbereiche der Bestandsbäume im Petritorwall nicht durch die Baumaßnahme beeinflusst werden. Die Verwaltung hält diese Planung mit Blick auf alle Verkehrsarten für angemessen und ausgewogen.

 

Informationsveranstaltung

Aufgrund der damaligen Corona-Lage wurde für diese Planung eine Online-Bürgerbeteiligung im April 2022 durchgeführt. Die dort eingegangenen Rückmeldungen, wie z. B. die Roteinfärbung von Radwegfurten und die möglichst ebene Querung für Radfahrende, wurden in der vorliegenden Planung berücksichtigt. Im Nachgang wurde die Planung ausführlich mit den Radverkehrsverbänden diskutiert und verschiedene Varianten der Radverkehrsführung über den Knotenpunkt erörtert.

 

Finanzierung

Die Kostenschätzung beträgt 670.000 €. Die Maßnahme wird aus dem PSP-Element/

Maßnahmennummer 5S.660077 finanziert. Die Arbeiten sollen im Frühjahr/Sommer 2024 durchgeführt werden.
 

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Anlagen

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