Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 22-18583-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Verkehrssituation auf dem Mainweg/Ahrplatz
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Beteiligt:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen; 0600 Baureferat
- Verantwortlich:
- Wiegel
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 221 Weststadt
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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zur Kenntnis
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31.03.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der SPD-Fraktion vom 20. April 2022 nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung:
Zu 1.)
Nein, der Verwaltung war das beschriebene Problem am Mainweg nicht bekannt.
Zu 2.)
Vorab weist die Verwaltung darauf hin, dass durch die Fahrbahnverschwenkung im Mainweg bereits verkehrsberuhigende Maßnahmen beim Bau berücksichtigt wurden.
Der Einsatz von Fahrbahnschwellen wird seitens der Verwaltung sehr kritisch betrachtet. Diese Elemente können zwar ein wirksames Mittel zur Geschwindigkeitsdämpfung sein, jedoch wirkt diese Dämpfung nur sehr punktuell; vor der Schwelle wird abgebremst, danach wieder beschleunigt.
Um auf längeren Straßenabschnitten mittels Schwellen die Geschwindigkeit der Kfz wirksam zu senken empfiehlt die RASt 06 (Richtlinie zur Anlage von Stadtstraßen, Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen) einen Plateauabstand von unter 50 m.
Ferner ist durch das Abbremsen vor und das Beschleunigen nach einer Schwelle/Plateau aus energetischer Sicht nachteilig und führt zu höherem Kraftstoffverbrauch und damit verbundenen höheren Schadstoff- und Lärmemissionen. Die Lärm- und Schadstoffemissionen würden sich dann, besonders an den sensibelsten Punkten (Wohngebiete, Schulen, Kindergärten, Fußgängerüberwege), wo eine Geschwindigkeitsreduzierung durch Schwellen angestrebt wird, erhöhen.
Des Weiteren verursachen Fahrbahnschwellen zur Geschwindigkeitsreduzierung Probleme beim Einsatz von Rettungsfahrzeugen (Feuerwehr) und sind für einen schnellen und schonenden Patiententransport kontraproduktiv.
Aus diesen Gründen sieht die Verwaltung grundsätzlich von dem Einbau von Bodenschwellen ab.
Da das beschriebene Problem vermutlich auch aus den Hol- und Bringverkehren hervorgeht, wird die Verwaltung an die ansässigen Kindertagesstätten, mit der Bitte die Eltern zu sensibilisieren, herantreten. Weitergehend wird die Verwaltung den Einsatz eines Geschwindigkeitsdisplays für die Jahresmitte einplanen.
