Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 23-20689-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Umgestaltung Kreisel Melverode
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Loose
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 211 Braunschweig-Süd
|
zur Kenntnis
|
|
|
|
27.04.2023
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Zur Anfrage der CDU-Fraktion im Stadtbezirksrat 211 vom 16.02.2023 (23-20689) wird wie folgt Stellung genommen:
zu Frage 1.:
Die Umgestaltung wurde durch den Fachbereich Stadtgrün und Sport veranlasst. Die bisher bestehende Vegetationsfläche des Kreisels war bis September 2022 als Rosenbeet mit Beetrosen angelegt. In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr aggressive Wurzelunkräuter in der Fläche ausgebreitet. Das Erscheinungsbild eines Rosenbeetes war nicht mehr gegeben. Im Rahmen der allgemeinen Unterhaltungspflege war eine Überarbeitung des Beetes geplant und wurde schließlich im Jahr 2022 umgesetzt.
Zu Frage 2:
Bei der Maßnahme handelt es sich um Arbeiten der allgemeinen Unterhaltungspflege. Am Rande eines Ortstermins u. a. mit Herrn Bezirksbürgermeister Disterheft und Vertretern des Fachbereichs Stadtgrün und Sport am 06.05.2022 zur Standortfindung der Skulptur „Der Gießer“ wurde auch der Kreisel als Standort diskutiert, aber aufgrund der Planung zur Überarbeitung der Pflanzflächen verworfen.
Zu Frage 3.:
Entgegen der Annahme handelt es sich nicht um einen sogenannten Schottergarten, sondern um eine hochwertige artenreiche Staudenmischfläche für trockene sonnige Standorte mit partiell eingestreuten Sträuchern. Derzeit sind die Stauden eingezogen und daher nicht sichtbar, da die Pflanzarbeiten erst im Spätherbst 2022 ausgeführt wurden.
Ein Schottergarten ist eine großflächig mit Steinen bedeckte Gartenfläche, in welcher die Steine das hauptsächliche Gestaltungsmittel sind. Pflanzen kommen nicht oder nur in geringer Zahl vor, wenn, dann oft durch strengen Formschnitt künstlich gestaltet. Als Steinmaterial kommen häufig gebrochene Steine mit scharfen Kanten und ohne Rundungen zum Einsatz (Schotter); für den gleichen Stil können aber auch Geröll, Kies oder Splitt verwendet werden. Der Begriff dient der Abgrenzung von klassischen Stein- und Kiesgärten, bei denen die Vegetation im Vordergrund steht. Über dem Boden wird häufig ein Vlies verlegt, damit Schottergärten nicht schnell mit unerwünschten Pflanzen zuwachsen. Der Pflanzenaufwuchs verhindert. In einigen Fällen werden auch Folien oder Beton verwendet. Dazu wird der Boden bis zu einem halben Meter Tiefe abgetragen und durch ein entsprechendes Volumen an Gestein ersetzt.
Bei der derzeit sichtbaren „Schotterschicht“ handelt es sich um eine mineralische Mulchschicht in der Stärke von ca. 5 cm bestehend aus Kies der Körnung 2 - 8mm. Dieser hat eine ähnliche Funktion wie der bekannte „Rindenmulch“, nämlich die Fläche, so lange die Stauden die Deckung noch nicht erreicht haben, vor übermäßiger Verunkrautung zu schützen und die Verdunstung zu reduzieren. Außerdem hat dieses Material den Vorteil, dass es langsamer verwittert und nicht ganz so stark wie Rindenmulch verweht wird.
Unterhalb der mineralischen Mulchschicht wurde ein Spezialstaudensubstrat eingebaut, nachdem zuvor die durch Wurzelunkräuter kontaminierte Bodenschicht entfernt wurde.
Die Maßnahme am Kreisel Leipziger Straße ist eine Teilmaßnahme des Projektes „Förderung der Biodiversität in der Stadt Braunschweig - Teilmaßnahme Anlage artenreicher Staudenmischpflanzungen“. Dieses Projekt wurde außerdem vom Julius-Kühnen-Institut - Institut für Bienenschutz begleitet.
