Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 23-21201

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Der Biber ist wieder heimisch im Stadtgebiet - dank zunehmender Naturnähe der Braunschweiger Fließgewässer.

 

Ursprünglich war der eurasische Biber über Asien und Europa einmal weit verbreitet. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Art schon fast ausgerottet. Die Stabilisierung des Bestandes und die Wiederausbreitung des Elbebibers hatte, ausgehend von einem Restbestand von etwa 200 Tieren im Mittelelbegebiet ihren Ursprung genommen.

 

Die Wiederbesiedlung der Braunschweiger Gewässer ist als Erfolg der umfangreichen Renaturierungsmaßnahmen an diversen Fließgewässern und deren Auen zu werten. Dadurch wurden wieder geeignete Lebensräume für den Biber geschaffen, welche eine dauerhafte Etablierung überhaupt erst ermöglichen.

 

Der Biber hat das Stadtgebiet von Braunschweig über die Schunter und Oker erreicht. Bereits im April 2015 gab es einen Erstnachweis an der Schunter im Bereich Querum. Über die nördliche Oker hat der Biber im Herbst 2016 das Braunschweiger Stadtgebiet erreicht. Nach diesen ersten Besiedlungshinweisen wurde im Jahr 2017 das erste Biberrevier in Braunschweig festgestellt.

 

Inzwischen ist der komplette Verlauf der Schunter im Stadtgebiet durch Biberreviere eingenommen. An der Oker existieren Biberreviere im südlichen und nördlichen Verlauf, während es an der Okerumflut bisher noch keine Hinweise für eine Besiedlung gibt. Insgesamt ist aktuell von acht Biberrevieren im Stadtgebiet von Braunschweig auszugehen.

 

Biberdämme gibt es bisher nur einzelne, da die Biber an Schunter und Oker vorrangig Erdbaue anlegen. Diese sind meist nicht offensichtlich, sondern nur mit Fachkenntnis zu vermuten beziehungsweise zu erkennen. Viel deutlicher sind hingegen die diversen Nagespuren an den uferbegleitenden Gehölzen, welche einen sicheren Nachweis darstellen (siehe Anlage).

 

Als streng geschützte Art bedarf es einer besonderen Berücksichtigung des Bibers. Die Erfassung und Dokumentation im Stadtgebiet erfolgt in Zusammenarbeit mit dem ehrenamtlichen Biberbetreuer Klaus Borchert.

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Anlagen

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