Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 23-21206
Grunddaten
- Betreff:
-
Mehr Sicherheit für Braunschweiger Kinder und Jugendliche im ÖPNV durch bauliche Veränderungen an der Straßenbahnhaltestelle Luisenstraße und Schulungsangebote
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion BIBS im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben
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Vorberatung
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02.05.2023
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Erledigt
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Verwaltungsausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Braunschweig
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Entscheidung
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16.05.2023
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Beschlussvorschlag
1. Die Stadt Braunschweig wird gebeten, in Abstimmung mit der BSVG bauliche Maßnahmen umzusetzen, die die Sicherheitsrisiken an der Straßenbahnhaltestelle Luisenstraße minimieren. Über die konkreten baulichen Veränderungen wird je nach Umsetzbarkeit und Erfahrung bei ähnlichen Problemlagen entschieden. Präferiert werden sollten die Maßnahmen einer weiteren sicheren Überquerungsmöglichkeit mit Lichtsignalanlage am Westende der Haltestelle oder eine versetzte Querung ähnlich der Querungsmöglichkeit an der Langen Str./Gördelinger Str..
2. Darüber hinaus soll gemeinsam mit der Polizei ein durchführbares Konzept erstellt und umgesetzt werden, welches die Braunschweiger*innen und insbesondere Kinder und Jugendliche erreicht und sie verstärkt für eine sichere Nutzung von Bus und Bahn schult.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Im März ereignete sich an der Straßenbahn-Haltestelle Luisenstraße ein schwerer Unfall, in dessen Folge ein 11-jähriges Kind von der Straßenbahn erfasst und schwer verletzt wurde. Die Unfallursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen, jedoch lenkte der Vorfall den Fokus auf gravierende Sicherheitsmängel an der Haltestelle, über die auch die Braunschweiger Zeitung am 09.03.2023 berichtete.
So existiert ein zwei Meter breiter und tief eingeprägter Trampelpfad über das Rasengleis an der Ausfahrt der Haltestelle in Richtung Cyriaksring. Dieser Trampelpfad wird belegbar sehr häufig genutzt und dient als vermeintliche Abkürzung über die Schienen und beide Fahrtrichtungen der vielbefahrenen Luisenstraße. Somit besteht nicht nur die Gefahr eines Straßenbahnunfalls, auch der Autoverkehr über die Luisenstraße wird zum Risiko. Zudem zeigt ein weiterer Trampelpfad stadteinwärts, dass auch an anderer Stelle oftmals nicht auf den offiziellen Überweg zurückgegriffen wird.
Dass es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, diese nicht offiziellen Wegeverbindungen zu wählen, wird von vielen Nutzer*innen augenscheinlich ausgeblendet – zu einladend sind die tief eingetretenen Pfade und zu oft werden die mit der Nutzung verbundenen Risiken falsch eingeschätzt. Vor allem zu den täglichen Stoßzeiten der Schüler*innenbeförderung, in denen die Bahnsteige voll und viele Kinder und Jugendliche in Eile sind, sind die potenziellen Gefahren groß.
Die Verwaltung nennt als mögliche bauliche Lösung, um die Querungen der Gleise zu verhindern, die Einrichtung eines Mittelgitters zwischen den Gleisen oder die Einrichtung eines weiteren Übergangs mit Lichtsignalanlage über die Schienen und die Luisenstraße am westlichen Ende der Haltestelle.1
Damit alle Haltestellen in Braunschweig sicherer werden, sollen darüber hinaus stadtweite Maßnahmen initiiert werden, um besonders bei Kindern und Jugendlichen das Bewusstsein für Gefahren bei der Nutzung von Bus und Bahn zu stärken. Die Verwaltung berichtet in diesem Kontext, dass die BSVG aktuell bereits prüft, wie eine noch bessere Aufklärung in diesem Bereich stattfinden kann. Als mögliche Maßnahme wird eine passende Kampagne in den Sozialen Medien genannt.2
1 vgl. Stadt Braunschweig (05.04.2023): Stellungnahme (öffentlich): Nach dem Straßenbahnunglück an der Luisenstraße Schulwege sicherer machen!, Ds.23-20915-01.
2 vgl. ebd.
