Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-21384
Grunddaten
- Betreff:
-
"Ratskeller 2.0" - ein Gestaltungsort und Demokratielabor für Studierende
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Gruppe Direkte Demokraten im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Planung und Hochbau
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zur Beantwortung
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14.06.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Im Innenstadtdialog[1] der Stadt Braunschweig findet man folgenden Vorschlag:
„Braunschweig ist mit rund 18 Tausend Studentinnen und Studenten auch eine Universitätsstadt. Im Stadtbild sieht man davon jedoch sehr wenig: In der Innenstadt gibt es keinen Treffpunkt für Studentinnen und Studenten.
Ein Beispiel, wie ein solcher Treffpunkt als kultureller Möglichkeitsraum mit Workshops, Konzerten, Filmvorführungen und vielen weiteren Aktionen toll laufen kann, war das "schrill" in der Wendenstraße, eine Initiative von Architekturstudierenden. Ein solcher Ort fehlt jetzt in der Innenstadt!
Der Ratskeller hingegen steht seit vielen Jahren leer. Er ist zentral gelegen und perfekt für einen studentischen Treff- und Gestaltungsort geeignet. Eine Öffnung dieses Ortes für eine Initiative wie das "schrill"[2] oder dem Institut für Architekturbezogene Kunst[3] wäre eine echte Bereicherung für die Stadt.
Dieser Ort bietet noch weitere Vorteile: In den Abendstunden ist das Rathaus in der Regel leer, sodass bei kleineren Konzerten keine Lärmbeschwerden zu erwarten sind. Der Keller gehört der Stadt, und eine Zwischen- bzw. Langzeitnutzung durch Studierende erzeugt keine weiteren Kosten; im Gegenteil wird die wertvolle architektonische des Kellers durch die Nutzung bewahrt und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Da es einen Nebeneingang zum Rathaus gibt, wird auch der Pförtner nicht zusätzlich mit Arbeit belastet.
Weiterhin liegt das Rathaus mehr oder weniger in der Mitte zwischen der TU und der HBK, sodass auch ein kreativer Austausch der unterschiedlichen Studiengänge ermöglicht wird.“
Als Gruppe Direkte Demokraten finden wir diese Idee sehr charmant. Der Ratskeller wurde von Ludwig Winter gezielt als Treffpunkt zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern geplant, deshalb bietet es sich an, ihn als Demokratielabor zu nutzen, das eine gewisse Strahlkraft in die Innenstadt entwickeln kann und dem „Handlungs- und Investitionspaket: Bildungs- und Arbeitsort Innenstadt“, Drucksachen-Nr. 23-20889, entspricht.
Bei einer Online-Konferenz des Innenstadtdialoges wurde erwähnt, dass für den Ratskeller ursprünglich eine Nutzung im Rahmen der E-Mobilität vorgesehen war. Diese halten wir für problematisch, da mittlerweile bekannt ist, dass mögliche Batteriebrände schwer löschbar sind, und ein Brand im Ratskeller könnte evt. die anliegenden Archivbestände gefährden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung:
a) Welche Nutzung des Ratskellers ist zukünftig angedacht?
b) Was spricht für und gegen eine Nutzung des Ratskellers, wie sie in der Idee vom Innenstadtdialog formuliert wurde?
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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643,2 kB
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