Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-21504
Grunddaten
- Betreff:
-
Raumproblem der Kleinen Burg durch Nutzung von Leerständen in der Innenstadt lösen?
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion BIBS im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Wirtschaftsausschuss
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zur Beantwortung
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09.06.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Im vergangenen Jahr berichtete die Braunschweiger Zeitung, dass das Gymnasium Kleine Burg vor einem großen Raumproblem steht. Nach der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren fehlen am Hauptstandort der Schule neben der Burgpassage zahlreiche Unterrichts-, Fachunterrichts und Sammlungsräume. Am Standort selbst ist aufgrund der baulichen Gegebenheiten keine Erweiterung mehr möglich. Damit die Schule ihre Dreizügigkeit behalten kann, muss also auf einen anderen Standort ausgewichen werden. Vorgaben dafür sind, dass die Schüler*innen die künftige Außenstelle fußläufig in maximal 10 Minuten erreichen können und circa 3800 qm Nutzfläche bereitstehen.1
Da sich im Besitz der Stadt keine passenden Grundstücke befinden, hat die Verwaltung eine Markterkundung in Auftrag gegeben und bekannte Unternehmer*innen kontaktiert, um eine passende Liegenschaft zu finden.2 Im März berichtete die Stadt, dass das Erkundungsverfahren bereits erste Ansätze ergeben habe, welche nun konkretisiert werden sollen. Dazu wird derzeit ein Teilnahmewettbewerb vorbereitet.3 Im Mai gibt die Verwaltung an, sich aktuell in „intensive[n] Gespräche zur Einleitung von Folgeschritten“ zu befinden.4
Eine aktuell ungenutzte Immobilie in Fremdbesitz ist unter anderem die Burgpassage/Burggasse. Ein Investor plante bislang, die alte Burgpassage umzugestalten und als neue Einkaufspassage einer Nachnutzung zuzuführen. In einer Erklärung im Januar dieses Jahres gab der Investor allerdings an, dass die bisherigen Planungen aufgrund verschiedener Faktoren (u.A. Wirtschaftskrise) überdacht werden müssen.5
Die Zukunft des Projekts Burggasse ist seit der Erklärung des Investors unklar. Auch die Verwaltung berichtet im März, dass sich bislang kein neuer Sachstand ergeben habe.6 Neben der Burgpassage ist auch die Zukunft weiterer leerstehender Großimmobilien offen: die Immobilien vom ehemaligen Galeria-Kaufhaus am Bohlweg und Karstadt am Gewandhaus stehen nach wie vor leer.
Möglicherweise liegt hier die Chance, das Raumproblem des Gymnasiums Kleine Burg zu lösen – verfügen doch alle Liegenschaften über genügend Platz und sind fußläufig zu erreichen.
Daher fragen wir:
1. Welche Ergebnisse des Erkundungsverfahren werden aktuell durch die Einleitung von Folgeschritten konkretisiert?
2. Wie wurden die genannten Leerstände in der Innenstadt für die mögliche Nutzung durch das Gymnasium Kleine Burg geprüft?
3. Falls die genannten Immobilien nicht in Frage kommen, welche Argumente sprechen gegen die Nutzung durch die Schule?
1 Vgl. Braunschweiger Zeitung online (23.09.2022): Stadt Braunschweig sucht dringend Räume für eine Schule, https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/article236509513/Stadt-Braunschweig-sucht-dringend-Raeume-fuer-eine-Schule.html [entnommen am 24.05.23]
2 Vgl. ebd.
3 Vgl. Stadt Braunschweig (20.03.23): Handlungs- und Investitionspaket: Bildungs- und Arbeitsort Innenstadt, Ds. 23-20889.
4 Stadt Braunschweig (17.05.23): Stellungnahme. Sachstand zum Handlungs- und Investitionspaket „Innenstadt als Bildungs- und Arbeitsort“, Ds. 23-21272-01.
5 Vgl. Regional Heute Online (18.01.23): Burgpassage-Brache: Wann wird es hier endlich neu und schön?, https://regionalheute.de/braunschweig/burgpassage-brache-wann-wird-es-hier-endlich-neu-und-schoen-braunschweig-1674041017/ [entnommen am 24.05.23]
6 Vgl. Stadt Braunshweig (09.03.23): Stellungnahme. Sachstand Burggasse, Ds. 23-20783-01.
