Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-21556
Grunddaten
- Betreff:
-
FIBS Ferienprogramm wirklich familienfreundlich?
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Fraktion BIBS im Rat der Stadt / Braunschweig, Bianca
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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zur Beantwortung
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16.06.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Stadt Braunschweig bezeichnet sich selbst und wird auch von Oberbürgermeister Dr. Kornblum gerne als familienfreundlich bezeichnet. Für die Sommerferien wird jedes Jahr ein Programm für Kinder angeboten, FiBS. Hierzu gehören verschiedene eintägige Ausflugsmöglichkeiten, aber auch wochenweise buchbare Angebote wie das Feriencamp "2stromLand". Das sogenannte „2stromLand“ ist ein Ferienprogramm, welches jeweils wochenweise gebucht werden kann und als eines der wenigen Angebote im FiBS-Programm eine tägliche, zuverlässige Betreuungsmöglichkeit bietet. Dies sollte es ermöglichen, dass Eltern ihre Kinder gut versorgt wissen, auch wenn sie in den Ferien arbeiten müssen. Von der Idee her klingt dies gut. Frische Luft, verschiedene Aktivitäten und ein geselliges Miteinander. Hierbei gibt es allerdings das Problem, dass es dabei lediglich maximal 90 Plätze pro Woche für Kinder im Alter von 6-13 Jahren gibt. Allerdings gibt es in Braunschweig bereits über 7.000 Kinder, die Grundschulen besuchen.[1] Diese sind aufgrund des Alters besonders auf ganztägige Betreuung angewiesen. Hier kann eine große Diskrepanz zwischen dem Bedarf an Betreuungsplätzen und den angebotenen gesehen werden. Zudem werden Kinder von städtischen Mitarbeitenden im Auswahlverfahren bevorzugt und erhalten einen kostengünstigeren Platz. Das diesjährige Feriencamp „2stromLand“ und alle anderen wochenweise buchbaren Angebote waren bereits nach kürzester Zeit ausgebucht. Eine Bevorzugung von z.B. Alleinerziehenden gibt es nicht.
Online buchbar und auch überhaupt erst einsehbar waren die möglichen Angebote mit einem festen Veröffentlichungstermin am 25.5.23 ab 17:00 Uhr. Erschwerend kam hinzu, dass eine Buchung über das Online-System erst nach erfolgreicher Aktivierung eines Zugangs möglich war, der auch erst ab dem 25.5.23 17:00 Uhr angelegt werden konnte. Zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr erhielten viele Eltern systemseitig keinen Zugang zur Buchungsseite, evtl. aus Überlastungsgründen. Entsprechend war es für viele Eltern kaum möglich, einen der raren Plätze zu ergattern. Bereits gegen 17:40 Uhr waren schon fast alle Wochenbetreuungsangebote ausgebucht.
Deshalb fragen wir:
1. Wie werden die Bedarfe für die Angebote der Ferienbetreuung in Braunschweig ermittelt?
2. Kann die Stadt nachjustieren, sollte sie feststellen, dass die Nachfrage das Angebot der wochenweisen Betreuung deutlich übersteigt?
3. Wie kann sichergestellt werden, dass alle Eltern mit Bedarf die Möglichkeit haben, ihre Kinder familienfreundlich zu betreuen?
[1] Vgl. Schulstatistik FB Schule 40.3 2022
