Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung außerhalb von Sitzungen - 23-21568
Grunddaten
- Betreff:
-
Datengrundlagen und Berichtswesens im Rahmen des Planungsverfahrens Communities that Care (CTC) in Braunschweig
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung außerhalb von Sitzungen
- Federführend:
- 51 Fachbereich Kinder, Jugend und Familie
- Verantwortlich:
- Dr. Rentzsch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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zur Kenntnis
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Erledigt
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Mitteilungen außerhalb von Sitzungen
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zur Kenntnis
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30.06.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Das Planungsverfahren Communities that Care (CTC) wird seit 2017 in Braunschweig angewendet. Kernstück des Verfahrens ist die Bestandserhebung durch eine flächendeckende Jugendbefragung an den weiterführenden Schulen.
Um dem Jugendhilfeausschuss aufgrund des hohen fachlichen Interesses frühzeitig einen Preview auf die Ergebnisse der letzten CTC-Befragung zu gewährleisten, wurde im Oktober 2022 erstmals vorläufige Datenauswertungen präsentiert.
Im April 2023 erfolgte in Abstimmung mit der Lenkungsgruppe eine weitergehende Präsentation ausgewählter Daten zu besonders relevanten Themenfeldern.
Aufgrund des hohen Interesses im Rahmen der vorangegangenen Sitzungen des Jugendhilfeausschusses erfolgt im Zuge dieser Mitteilung eine weitergehende Darstellung zu den Datengrundlagen und dem Berichtswesen des Planungsverfahrens.
Grundsätzlich ist dabei zu beachten, dass die Datenhoheit nicht der präventiven Jugendhilfeplanung und Fachverwaltung obliegt. Diese obliegt der kommunalen Lenkungsgruppe zur strategischen Steuerung des Planungsverfahrens und dient der Qualitätssicherung.
Die Lenkungsgruppe setzt sich aus verschiedenen Akteuren externer Fachstellen (z.B. Vertretende des Landespräventionsrates, des Präventionsrates der Stadt Braunschweig, des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung, der Schulen und der Polizei) sowie Fachstellen der Verwaltung (u.a. FB 51, FB 40, Ref. 0500) zusammen und trifft u.a. Festlegungen zum Berichtswesen.
Das CTC-Berichtswesen umfasst alle Befragungsergebnisse und gliedert sich aktuell in folgende Bausteine:
A) Standardisierte Berichterstattung in Zusammenarbeit mit dem DFKI:
- Erstellung eines Kommunalberichts
[SuS aus BS, 5 vom Gremium ausgewählte Stadtteile im Vergleich mit der Gesamtstadt und zum Teil Niedersachsen]
- Erstellung eines Kommunalberichts mit Geschlechtervergleich
[spezifische Auswertung des Kommunalberichts nach Geschlecht, d.h. weiblich, männlich, divers]
- Erstellung von Schulberichten
[SuS der jeweiligen Schule und Wahrung der datenschutzrechtlichen Vorgaben, Ausnahme: Datenhoheit obliegt der Schulleitung]
- Erstellung von Stadtteilberichten für die Jugendzentren
[stadtteilbezogenen Daten passend zum jeweiligen Einzugsgebiet]
B) Sonderauswertungen der präventiven Jugendhilfeplanung:
- Präsentation der Ergebnisse in ausgewählten Stadtteilen mit spezifischen Handlungsbedarfen
[Festlegung der Lenkungsgruppe auf Basis sozialer Indikatoren: Lamme, Weststadt, Schwarzer Berg]
- Kommunalbericht im Jahresvergleich
[Vergleich der Befragungen 2018 – 2020 – 2022 auf kommunaler Ebene]
- themen-/fachspezifische Sonderauswertungen
[für Gremien, Netzwerke und Arbeitskreise]
Dabei werden stets datenschutzrechtliche Vorgaben zur Wahrung der Anonymität gewährleistet. Hohe Aufmerksamkeit liegt zudem darauf, dass einer Stigmatisierung von Stadtteilen, Schulen bzw. Schulformen vorgebeugt wird. Berichte werden daher in der Regel nur mit entsprechenden Hinweisen und Sperrvermerken in Gremien, Netzwerke und Arbeitskreise eingebracht bzw. an Kooperationspartner weitergeleitet.
Die Federführung für die Bearbeitung und Erstellung des standardisierten Berichtswesens liegt beim DFKI und Landespräventionsrat Niedersachsen. Beide Fachstellen arbeiten in enger Abstimmung mit der präventiven Jugendhilfeplanung der Stadt Braunschweig, um die Datenqualität zu gewährleisten, Fehlerquellen zu identifizieren und zu beheben.
Da das gesonderte Berichtswesen auf dem standardisierten Berichtswesen aufbaut und die gleiche Datenquelle nutzt, kann dies erst schrittweise parallel bzw. im Nachgang der o.g. Abstimmungsprozesse umgesetzt werden.
Um allen beteiligten Akteuren vor Ort die notwendige Handlungssicherheit bei der Interpretation und weiteren Arbeit mit den Berichten zu gewährleisten, bietet die präventive Jugendhilfeplanung in Zusammenarbeit mit dem Landespräventionsrat Schulungen, Unterstützung und Fachaustausch an. Dies wurde im Jahr 2022 für die Jugendzentren angeboten.
Damit zukünftig auch interessierten Schulen eine Unterstützungs- und Begleitstruktur zur Verfügung steht, wurde mit finanzieller Förderung der Techniker Krankenkasse ab März 2023 im Rahmen einer Förderung nach § 20a SGB V für drei Jahre eine zusätzliche Stelle (T19,5) zum Aufbau des Schwerpunktes „Schools that Care“ im Fachbereich Kinder, Jugend und Familie eingerichtet.
Es ist angesichts der sehr umfassenden Datenbasis und Berichtswesens nicht zielführend alle Auswertungen ungefiltert im Jugendhilfeausschuss zu präsentieren bzw. zur Selbstinterpretation zu überlassen. Um dem Gremium einen weitergehenden Einblick über das Berichtswesen zu geben liegen folgende Informationen bei:
- Präsentation1: Beispiel – Stadtteilergebnisse der CTC-Befragung 2022
- Präsentation2: CTC-Befragung 2022, Ergänzung zur Präsentation auszugsweiser Ergebnisse im JHA am 26.04.2023
Weitere Darstellungen und Erläuterungen erfolgen im Rahmen der JHA-Sitzung am 16.06.2023.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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1,5 MB
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2
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(wie Dokument)
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1,5 MB
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