Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 23-21513-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ökologische Auswirkungen der Altholzverbrennung durch BS Energy
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 20 Fachbereich Finanzen
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VI - Wirtschaftsdezernat
- Verantwortlich:
- Geiger
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Finanzen, Personal und Digitalisierung
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zur Kenntnis
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15.06.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der Gruppe Die Fraktion.BS vom 30. Mai 2023 (DS 23-21513) wurde BS|Energy übermittelt mit der Bitte um Stellungnahme, welche hierzu wie folgt mitteilt:
Zu Frage 1:
Die Berechnung erfolgte im Rahmen der Konzeptionierung des neuen Erzeugungsprojektes
“Erzeugung 2030” unter den damals geltenden Annahmen: Ist-Situation CO2-Emissionen
(2018) 470.000 Tonnen im Jahr; geplante CO2-Emissionen durch Einsatz des neuen
Biomasseheizkraftwerk mit dem Brennstoff Altholz 200.000 Tonnen im Jahr. Hieraus
resultiert eine Reduzierung von 270.000 Tonnen pro Jahr.
Die Verbrennung von Altholz in hocheffizienten KWK-Anlagen wie dem neuen
Biomasseheizkraftwerk wird im europäischen Emissionshandel mit dem CO2-Emissionsfaktor von Null bewertet. Ursächlich für diese Bewertung ist unter anderem,
dass Altholz biogenen Ursprungs ist sowie die thermische Verwertung am Ende der
Verwertungskaskade des Holzes, das nicht in die stoffliche Verwertung geht.
Zu Frage 2:
Im Rahmen der Konzeptionierung des neuen Erzeugungskonzeptes (2018) wurde das
Thema Emissionen (u.a. Staub, Schwefeldioxid, Stickoxid, Kohlenmonoxid) ganzheitlich
bewertet. Im Zuge dessen wurde errechnet und durch ein Gutachten des TÜV bestätigt,
dass sich die Emissionen unter Einsatz der neuen Erzeugungsanlagen sehr deutlich
gegenüber der Ist-Situation reduzieren werden (bspw. CO2 ca. 50%; Schwefeldioxid über
90%).
Zu Frage 3:
Im Rahmen der Entwicklung des neuen Erzeugungskonzeptes wurden verschiedene
Logistikkonzepte untersucht. Aktuell erfolgt die Lieferung über LKWs, mit dem Ziel, diese auf
alternativ angetriebene LKW (z.B. Wasserstoff) umzustellen.
Parallel dazu strebt BS|Energy an, den Bahnanschluss an das HKW Mitte weiter in
Betrieb zu halten, um perspektivisch eine Anlieferung über das Bahnnetz zu ermöglichen.
Aktuell ermöglicht der Transport via LKW kurze Umschlagszeiten, wenig Umschlagsstellen
und Flexibilität bzgl. der Erreichbarkeit des Biomasse-Heizkraftwerk.
