Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-21717
Grunddaten
- Betreff:
-
"Mehr Licht!" - Beteiligung von Braunschweiger Künstlerinnen und Künstlern am Lichtparcours
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- Gruppe Direkte Demokraten im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Kultur und Wissenschaft
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zur Beantwortung
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17.08.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
In der Mitreden-Plattform gibt es einen Beitrag, in dem eine Beteiligung von regionalen Künstlern am Lichtparcours gefordert wird:
„Die Braunschweiger Kunstszene sollte grundsätzlich am Lichtparcours beteiligt werden. Dazu sollte das zuständige Kulturinstitut einen offenen Wettbewerb ausloben, wo Künstlerinnen und Künstler eine Objektskizze oder ein Modell einreichen können. Wer diesen Wettbewerb dann für sich gewinnt, sollte zum einen von den Braunschweigerinnen und Braunschweigern, aber auch zu einem kleineren Teil von einer Jury entschieden werden.
Der Wettbewerbsgewinner erhält für die Umsetzung seines Vorhabens entweder die Hälfte dessen, was der teuerste Beitrag zum Lichtparcours kostet oder das Kulturinstitut setzt eine Pauschale von 30.000 Euro fest.“[1]
In einem Kommentar dazu führt der Petent weiter aus:
„Mein Vorschlag zielt darauf ab, den Markt auszuweiten, so dass hieraus Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten für die in Braunschweig lebenden und arbeitenden Künstlerinnen und Künstler erwachsen. Ein offener Wettbewerb als Beitrag aus der Braunschweiger Kunstszene soll, unter fairen Marktbedingungen, die beste Idee zutage fördern und das ohne die Privilegierung einzelner Institutionen oder Einrichtungen.
[…]
Ein offener Wettbewerb aus der gesamten Kunstszene als Beitrag zum Braunschweiger Lichtparcours ist nicht nur fair, sondern auch identitätsstiftend für die gesamte Braunschweiger Kunstszene, er ermöglicht Perspektiven und im besten Fall Aufstiegsmöglichkeiten für jeden Teilnehmenden.“
In der Braunschweiger Kulturszene gibt es schon seit langem Beschwerden darüber, dass die Projektförderung zum einen zu bürokratisch[2], zum anderen zu niedrig sei. Dies führt laut den Kulturschaffenden zu einer Abwanderung und einer Prekarisierung der Braunschweiger Kunstszene.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Verwaltung im Auftrag Braunschweiger Künstlerinnen und Künstler:
1) Wie hoch sind die Kosten für den Lichtparcours (bitte aufgeteilt nach städtischen Geldern und Sponsoren)?
2) Wie hoch ist die Projektförderung von Kunst und Kultur in Braunschweig (bitte aufgeteilt nach Sparten)?
3) Was wird unternommen, um Braunschweiger Künstlerinnen und Künstler zukünftig an Großprojekten besser zu beteiligen?
[1] Die vollständige Petition inklusive der Kommentare findet man hier: https://mitreden2023.braunschweig.de/dialoge/ideenplattform/offener-wettbewerb-zur-beteiligung-von-braunschweiger-kuenstlerinnen-und
[2] Als Beispiel mögen hier die 24seitigen, klein gedruckten und ohne Jurastudium kaum verständlichen Braunschweiger Förderrichtlinien für Kunst und Kultur dienen: www.braunschweig.de/kultur/kulturfoerderung/Foerderrichtlinien_Fachbereich_Kultur.pdf
Ein Gegenbeispiel sind die lediglich vierseitigen und leicht verständlichen Richtlinien der Stadt Osnabrück: https://service.osnabrueck.de/dienstleistungen/-/egov-bis-detail/dokument/34487/download?_9_WAR_vrportlet_priv_r_p_action=bisview-dienstleistung-show
