Rat und Stadtbezirksräte
Antrag (öffentlich) - 23-21823
Grunddaten
- Betreff:
-
Weiterentwicklung des Gebietes zwischen Harxbütteler Straße und Mittellandkanal
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Antrag (öffentlich)
- Federführend:
- 0103 Referat Bezirksgeschäftsstellen
- Verantwortlich:
- interfraktionell im Stadtbezirksrat 322
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Stadtbezirksrat im Stadtbezirk 322 Nördliche Schunter-/Okeraue
|
Entscheidung
|
|
|
|
22.08.2023
|
Beschlussvorschlag
Beschluss:
Die Verwaltung wird gebeten,
- Radwegplanung
Planungen für eine Fuß- und Radwegverbindung aus dem Baugebiet Wenden-West heraus Richtung Harxbüttel bzw. Norden aufzunehmen und diese mit dem Bezirksrat abzustimmen.
Der für die Durchführung erforderliche Finanzbedarf soll ermittelt und rechtzeitig vor dem nächsten Haushalt den Gremien vorgelegt werden.
- Naherholungsgebiet
Die Verwaltung möge bitte Planungen beginnen, um ein angemessenes Naherholungsgebiet nördlich des Mittellandkanals und westlich von Thune zeitnah in Angriff zu nehmen.
Sowohl für die Radwegeverbindung als auch für das Naherholungsgebiet soll die Verwaltung mögliche Fördergelder von Land, Bund und Europa einbeziehen.
Sachverhalt
Sachverhalt:
Zum einen wird im Zuge der Planungen für das Baugebiet Wenden-West momentan über die Führung des Radverkehrs entschieden. Zum anderen verfügt der Bezirk 322 nur über geringe Flächen zur Naherholung.
- Radwegeverbindung
Bezüglich des Radverkehrs geht es vorrangig erst einmal um eine Anbindung an den Ortskern Wenden, das Stadtzentrum Braunschweig und an den Radweg entlang der Straßenbahnbrücke Richtung Innenstadt. Es sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass ebenso eine Anbindung Richtung Harxbüttel bzw. Norden erfolgt.
Der damalige Stadtbezirksrat 323 hatte sich klar zur Entwicklung des Wohnstandortes Wenden-West bekannt, dabei aber immer auch eigene Vorstellungen und Forderungen mit eingebracht. So wurde bereits in der Stellungnahme zum 1. BA aus dem Jahr 2021 der Bedarf einer Freizeitweganbindung Richtung Harxbüttel aufgezeigt. Solch eine Verbindung kann gleichzeitig als Anbindung an das Lessinggymnasium genutzt werden. Wer momentan aus dem Norden in diese Richtung möchte, ist auf die Kanalbrücke in Thune angewiesen, die für Radfahrende mit Risiken behaftet ist. Eine direkte Anbindung des Heideblicks über eine neue Brücke über den Mittellandkanal würde eine attraktive und sichere Alternative sein, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler aus Harxbüttel, sondern ebenso aus Groß Schwülper und der „Büttelei“.
Im Bereich der stadtweiten Radverkehrsplanung spielt die Anbindung einzelner Stadtteile eine große Rolle (siehe hierzu das Veloroutenkonzept bzw. den Maßnahmenkatalog zur Förderung des Radverkehrs). Darüber hinaus ist auch eine Verbindung an einen regionalen oder sogar überregionalen Radweg vorstellbar. Hier könnte es womöglich Fördergelder geben, die bei der Finanzierung helfen können. Selbstverständlich wäre so etwas nur in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen möglich.
Eine Routenplanung für den Fuß- und Radverkehr Richtung Norden erscheint auf jeden Fall sinnvoll. Ob die Flächen für solch eine Trasse durch eine Vorkaufrechtssatzung gesichert werden könnten, müsste die Verwaltung im Rahmen der weiteren Planung klären.
Der Weg soll aber nicht nur Radfahrenden zur Verfügung stehen, sondern ebenso Fußgängerinnen und Fußgängern. Wenn diese mit einer neuen Brücke sicher und bequem über den Mittellandkanal kommen, wäre ein sich daran anschließender Bereich für die Naherholung eine wünschenswerte Ergänzung.
- Naherholungsgebiet
Zum Thema der Radverkehrsverbindung und zur Freiraumgestaltung sowie zum Anteil der wohnortnahen Erholungsflächen hatte sich die Verwaltung bereits im Jahr 2015 im Zuge der Änderung des hier gültigen Flächennutzungsplans wie folgt geäußert:
''Darüber hinaus soll mit den Darstellungen der Flächen für die Landwirtschaft und den Grünflächen entlang des Mittellandkanals langfristig das Ziel verfolgt werden, die Schunteraue und den westlich gelegenen Freiraum über den Mittellandkanal nach Süden bis zur Ortslage Wenden zu verbinden. Da der Ortsteil Wenden ansonsten in alle Himmelsrichtungen durch Autobahnen und Gewerbeflächen vom Freiraum nahezu vollständig abgeschnitten ist, hat diese Freiraumverbindung als wohnortnahe Erholungsfläche eine besondere städtebauliche Bedeutung.“ (DS 15-00272 vom 26.6.2015)
Da die Verwaltung die Situation in Wenden sehr zutreffend beschreibt, hält es der Bezirksrat für notwendig, nicht nur über eine Verbindung nachzudenken, sondern auch über einen angemessenen Naherholungsbereich nördlich des Mittellandkanals.
gez.
Astrid Buchholz
