Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Mitteilung - 23-21755

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Mit Ratsbeschluss vom 22. November 2022 wurde die Verwaltung ermächtigt, in Bezug auf das ISEK-Projekt CoLiving Campus ein mehrstufiges rgerbeteiligungsverfahren zur Erarbeitung einer Rahmenplanung umzusetzen.

 

Der erste Beteiligungsbaustein, die sog. CO_NFERENZ, hat vom 15. bis 30. Juni 2023 stattgefunden und war sowohl Informationsveranstaltung als auch Auftakt einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit zu Beginn des Projektes.  Die Teilnehmenden waren eingeladen, sich vor Ort am Campus Nord zu dem Projekt zu informieren sowie ihre Fragen, Ideen und Anmerkungen mitzuteilen und zu diskutieren. Neben Fachimpulsen und einer offenen Mitmach-Werkstatt wurden Quartiersführungen angeboten.

 

Die Anregungen und Ergebnisse aus der CO_NFERENZ wurden zusammengefasst.

Hier eine Zusammenfassung der ersten Auswertungen:

 

Insgesamt wurden rund 480 Wortmeldungen von rund 200 Teilnehmenden eingebracht. Das Ergebnis vermittelt einen Eindruck über die Themenvielfalt und die Schwerpunkte der bisherigen Diskussionen und dient nunmehr als Grundlage für die weiteren Beteiligungs- und Planungsschritte. Aus der Auswertung lassen sich verschiedene Schwerpunktthemen ableiten. Insgesamt besteht ein großes Interesse, den Campus aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. So wurden im Themenfeld „CO“ume für studentische und zivilgesellschaftliche Initiativen sowie Veranstaltungen, Kunst und Kultur diskutiert. Im Themenbereich „LIVING“ sollen aus Sicht der Beteiligten gemeinschaftliche Wohnprojekte und besondere Wohnformen gefördert werden. Auch eine autofreie Gestaltung des Quartiers und die fußufige Erreichbarkeit von Gastronomie und konsumfreien Begegnungsorten wurden genannt.  Im Themenbereich „CAMPUS“ wurden u.a. flexible Lern- und Aufenthaltsräume, Barrierefreiheit und eine moderne Bibliothek diskutiert. Der Erhalt der bestehenden Grünräume sowie eine klimagerechte Bauweise und Energieversorgung standen im Themenfeld „NATUR“ im Fokus.

 

Die Ergebnisse der CO_NFERENZ werden vertiefend im zweiten Beteiligungsbaustein, dem sog. CO_WORKSHOP, diskutiert.

Der CO_WORKSHOP ist ein 5-tägiges Beteiligungs- und Bildungsangebot und findet von Montag, 9. Oktober, bis Freitag, 13. Oktober 2023 statt. Die moderierte und durch Expert*innen geleitete Workshop-Woche bietet die Möglichkeit, sich aktiv und intensiv mit der Projektentwicklung und verschiedenen Themen auseinanderzusetzen und an der zukünftigen Entwicklung des CO_LIVING CAMPUS mitzuwirken.

Es besteht die Möglichkeit der Freistellung für Bildungsurlaub sowie einer Anerkennung von Credit Pointsr Studierende. Die Anmeldung war bis zum 16. Juli 2023 glich.

Die Gruppe der CO_WORKSHOP-Teilnehmenden soll aus unterschiedlichen Personen bestehen, damit viele Perspektiven in den Diskussionen vertreten sind. Deshalb wird eine möglichst vielfältige Zusammensetzung der Teilnehmenden angestrebt (z.B. Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Herkunft; Menschen mit und ohne Handicap; Menschen in Ausbildung und Berufstätige; Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, Professor*innen und Vertreter*innen der Univerwaltung). Außerdem werden Merkmale wie Postleitzahl des Wohn- und Arbeitsortes und die Motivation berücksichtigt. Der Stadtgesellschaft und den Studierenden und Mitarbeitenden der TU Braunschweig werden jeweils 20 Plätze zugewiesen. Insgesamt gab es 78 Bewerbungen. Die Auswahl trifft das beauftragte Beteiligungsbüro „Projektbüro“ auf Basis anonymisierter Daten. Darüber hinaus erhalten Vertreter*innen von lokalen Initiativen, Vereinen und Fakultäten mit direktem Bezug zum Areal eine begrenzte Anzahl an Plätzen.

 

Die erarbeiteten Ergebnisse des CO_WORKSHOPS werden dokumentiert und bilden eine wichtige Grundlage für die nächsten Planungsschritte, insbesondere den CO_WETTBEWERB. Der CO_WETTBEWERB ist ein experimentelles Planungsformat an der Schnittstelle zwischen Beteiligung und städtebaulichem Wettbewerb. Dabei arbeiten eingeladene Büros mit Expertise im Bereich Städtebau und kooperativer Quartiersentwicklung mit Studierenden der TU Braunschweig vor Ort in einem mehrtägigen Werkstattverfahren. Die Erarbeitung der städtebaulichen Entwürfe wird durch öffentliche Diskussionsformate begleitet. Der Arbeitsprozess und die Zwischenergebnisse werden dadurch transparent und für die Öffentlichkeit frühzeitig zugänglich. Nach einer nichtöffentlichen Jurysitzung liegen im Ergebnis ein oder mehrere Wettbewerbsentwürfe vor, die für eine Weiterbearbeitung ausgewählt und empfohlen werden.


 

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