Rat und Stadtbezirksräte
Anfrage (öffentlich) - 23-21990
Grunddaten
- Betreff:
-
Fernwärme in Braunschweig bis 2035 klimaneutral ausgestalten
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage (öffentlich)
- Federführend:
- 0100 Steuerungsdienst
- Verantwortlich:
- SPD-Fraktion im Rat der Stadt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umwelt- und Grünflächenausschuss
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zur Beantwortung
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05.09.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Rat der Stadt hat am 27.09.2022 das IKSK 2.0 für Braunschweig beschlossen. Darin werden unter anderem für die unterschiedlichen Handlungsfelder zahlreiche Maßnahmen formuliert mit dem Ziel, so schnell wie möglich klimaneutral zu werden.
Im Maßnahmenblatt „3.3 Ausbau und Stärkung von klimafreundlicher Fern- und Nahwärme“ wird festgestellt:
„Rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs in der Stadt Braunschweig entfällt auf Wärme, die größtenteils für Raumheizung genutzt wird. Neben der Reduzierung des Bedarfs sind vor allem die Optimierung, Sektorkopplung und der Ausbau klimafreundlicher Erzeugung Hebel einer Wärmewende. Rund 30 % der Haushalte sind an die zentrale Wärmeerzeugung mit Fernwärme angeschlossen.
Selbsterklärtes Ziel von BS|ENERGY ist es, die Fernwärmeversorgung der Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral auszugestalten. Auch nach dem Kohleausstieg im Jahr 2022, wird noch etwa die Hälfte der Energie aus dem Heizkraftwerk Mitte über fossiles Erdgas gewonnen. Dieses sukzessive zu ersetzen, ist von zentraler Bedeutung für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung. Die Beurteilung der Klimafreundlichkeit anhand berechneter Primärenergiefaktoren ist nicht zielführend.
Die Maßnahme umfasst primär die Dekarbonisierung der Erzeugung, die Stärkung von Fachplaner*innen sowie die Erhöhung der Netzanschlüsse, wo keine klimafreundlicheren Alternativen zur Verfügung stehen und/oder alte ineffiziente fossile Heizungen verdrängt werden können.”
Im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung der Erzeugung von Wärme fragen wir:
1. Durch welche Maßnahmen will BS|ENERGY das selbsterklärte Ziel, die Fernwärmeversorgung der Stadt bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu gestalten, erreichen (wir bitten hier auch um Informationen, ob es sich bei den ins Auge gefassten Maßnahmen um bereits bekannte und erprobte technische Lösungen handelt oder ob für einige Maßnahmen erst noch von BS|Energy oder Dritten neue technische Lösungen entwickelt werden müssen)?
2. Welche Maßnahmen will BS|Energy umsetzen, um bereits bestehende und zukünftige neue Nahwärmenetze ebenfalls bis 2035 klimaneutral zu betreiben?
3. Was kann die Stadt tun, um BS|ENERGY bei der Erreichung dieser Ziele zu unterstützen?
Gez. Detlef Kühn
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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125,7 kB
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