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Mitteilung - 23-22547

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Im Jahr 2031 begeht die Stadt Braunschweig den 1000. Jahrestag ihrer Ersterwähnung in der sogenannten Magniurkunde von 1031 (Original im Stadtarchiv). Seit 2021 wird im Stadtarchiv Braunschweig zur Vorbereitung des Jubiläums ein Programm zur Förderung der Stadtgeschichte umgesetzt, mit dessen Hilfe die Geschichte Braunschweigs r einen breiten Interessentenkreis zeitgemäß aufbereitet werden soll. Darüber hinaus sollen Forschungen zur Stadtgeschichte angeregt werden.

Diese Aktivitäten, über die der Ausschuss r Kultur und Wissenschaft (AfKW) erstmalig am 21.04.2021 ndlich informiert wurde, haben vier Schwerpunkte:

 

I. Die Herausgabe einer dreibändigen wissenschaftlichen Stadtgeschichte (Erscheinungstermin: Anfang 2031);

II. Die Veranstaltung jährlicher Tagungen zur Braunschweiger Stadtgeschichte im Zeitraum zwischen 2021 und 2031 sowie die Herausgabe begleitender Publikationen;

III. Die Publikation einer kurzen Geschichte der Stadt, die sich an ein breiteres Publikum richtet (Erscheinungstermin: 2028);

IV. Die Erarbeitung eines Online-Stadtlexikons als ein auf breiter Beteiligung beruhendes partizipatives Projekt.

 

Folgende Veranstaltungen und Publikationen sind bisher umgesetzt worden bzw. sind in Planung:

 

I. Vorbereitung der Herausgabe einer dreibändigen wissenschaftlichen Stadt-geschichte (Erscheinungstermin: Anfang 2031)

 

Die auf drei Bände angelegte wissenschaftliche Stadtgeschichte befindet sich in der Konzeptionsphase. Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende der Selbstständigkeit 1671; Band 2: Die Residenzstadt Braunschweig von 1671 bis zum Ende der Monarchie 1918; Band 3: Geschichte der Stadt Braunschweig von der Novemberrevolution 1918 bis zur Gegenwart. Mit der für Frühjahr 2024 vorgesehenen Berufung eines wissenschaftlichen Beirates werden die Planungen konkretisiert. Ab 2025 sollen die Autorinnen und Autoren der einzelnen Beiträge für eine Mitarbeit gewonnen werden.

 

II. Wissenschaftliche Tagungen zur Stadtgeschichte

 

Seit 2021 veranstaltet das Stadtarchiv jährlich eine wissenschaftliche Tagung zu spezifischen Themen der Stadtgeschichte. Im Rahmen der Tagung werden unter Einbeziehung ausgewiesener Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet aktuelle Fragestellungen der allgemeinen Stadtgeschichte ebenso berücksichtigt wie vergleichende Perspektiven. Die Tagungen werden, sofern möglich, mit wissenschaftlichen Partnerinstitutionen vor allem aus Braunschweig aber auch darüber hinaus veranstaltet und trafen bisher auf eine r solche Formate ausgesprochen gute Resonanz. Im Durchschnitt wurden auf den Veranstaltungen über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt.

 

Themen bisheriger Tagungen: Tagung 2021 (2./3. Juli): 1000 Jahre Braunschweig Stand und Perspektiven der Forschung (Kooperationspartner: TU Braunschweig); Tagung 2022 (4./5. November): „Stadt und Wirtschaft“ (Kooperationspartner: Braunschweigische Landschaft; Forum Industriekultur); Tagung 2023 (10.-12. Mai): Internationale Tagung zu Stadtbüchern und der digitalen Präsentation von Quellen zur Stadtgeschichte (Kooperationspartner: Institut für vergleichende Städtegeschichte Münster, Martin-Luther-Universität Halle, TU Braunschweig, Haus der Wissenschaft).

 

Themen geplanter Tagungen: Tagung 2024: Stadt und Wissen Bildungs- und Wissensgeschichte der Stadt (Kooperationspartner: Georg-Eckert-Institut; TU Braunschweig); Tagung 2025: Braunschweig während der Zeit des Nationalsozialismus (Arbeitstitel) (angestrebter Kooperationspartner: u. a. Arbeitskreis Andere Geschichte).

 

gliche Themen weiterer Tagungen: Fremde und Migration; Umwelt und Klima; Stadt und Umland; Braunschweig und die Welfen; Kunst und Kultur; Verfassung und Verwaltung (800 Jahre Rat der Stadt); Kirche und Religion. Die Themenliste ist nicht abschließend.

 

Die Tagungen verfolgen das Ziel, die interessierte Öffentlichkeit über die Stadtgeschichte und das anstehende Stadtjubiläum zu informieren. Darüber hinaus soll durch die komprimierte, epochenübergreifende Behandlung relevanter Themenfelder der bisherige Wissensstand gebündelt und bestehende Forschungsdesiderate offengelegt werden. Auf diese Weise dienen die Tagungen unmittelbar der Vorbereitung der geplanten neuen Gesamtdarstellung der Stadtgeschichte.

 

III. Publikationen im Rahmen des Stadtjubiläums

 

Im Rahmen der Vorbereitungen des Stadtjubiläums werden kontinuierlich Publikationen herausgegeben. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Veröffentlichung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Tagungen in Form von Sammelbänden. Es sind aber auch andere Formate, wie die gerade erschienene Sammlung bisher unbekannter Stadtansichten aus dem 18. Jahrhundert, glich. Wie bei den Tagungen wird mit den Publikationen das Ziel verfolgt, stadtgeschichtliche Wissensbestände zu bündeln sowie bestehende Forschungs-cken offenzulegen und, wo möglich, zu schließen. Die Publikationen sollen die stadtgeschichtliche Forschungsbasis erweitern, auf die bei der Erarbeitung der geplanten neuen Gesamtdarstellung der Stadtgeschichte zurückgegriffen werden kann.

 

Gerd Spies, Unbekanntes Braunschweig. Stadtansichten aus dem 18. Jahrhundert (Braunschweiger Werkstücke 122), Wallstein, Göttingen 2023.

Henning Steinführer (Hrsg.), 1000 Jahre Braunschweig. Stand und Perspektiven der Stadtgeschichtsforschung (Braunschweiger Werkstücke 123), Wallstein, Göttingen 2024.

Meike Buck/Henning Steinführer (Hrsg.), Stadt und Wirtschaft Aspekte Braunschweiger Wirtschaftsgeschichte (Braunschweiger Werkstücke 125), Wallstein, Göttingen 2024.

 

Die Publikationen sind nach Ablauf von 24 Monaten frei online zugänglich.

 

IV. Virtuelles Stadtlexikon

Zurzeit werden die technischen und personellen Voraussetzungen für ein solches Projekt ermittelt und konzeptionelle Grundlagen gelegt. Zum Doppelhaushalt 2025/2026 sollen Mittel für die Bereitstellung eines Publikationsservers angemeldet werden.

 

Über den Fortgang der Vorbereitung des Stadtjubiläums, anstehende Veranstaltungen sowie über die Herausgabe von Publikationen wird der AfKW fortlaufend in Kenntnis gesetzt.

 

Weitere Planungen zu kulturellen Aktivitäten im Rahmen des Stadtjubiläums

Die hier vorgelegte Übersicht bezieht sich auf die vom Ref. 0414/Stadtarchiv federführend betreuten Aktivitäten zur Stadtgeschichte, die einen längeren Vorlauf benötigen und das Stadtjubiläum inhaltlich vorbereiten.

 

Darüber hinaus ist für das Jubiläumsjahr 2031 selbst ein vielfältiges Kulturprogramm unter Einbeziehung möglichst vieler Kulturinstitutionen und Kulturschaffenden zu entwickeln und umzusetzen. Das denkbare Spektrum reicht von Ausstellungen über Kunstprojekte im öffentlichen Raum bis hin zu Theater- oder Konzertevents. Das Programm soll unter Einbeziehung glichst vieler Akteure der Stadtgesellschaft entwickelt werden. Wie groß das Interesse der Kulturschaffenden an dieser Problematik ist, haben nicht zuletzt die jubiläumsbezogenen Diskussionen im Rahmen der Aufstellung des Kulturentwicklungsplanes (KultEP) gezeigt. Der Beginn der Planungsphase ist ab 2026 vorgesehen; ab dem Doppelhaushalt 2027/28 sollen Mittel für die Projektförderung sowie für die notwendige Projektkoordination vorgesehen werden.


 

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