Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Beschlussvorlage - 23-21940

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschluss:


Der Braunschweiger Klimaschutzpreis und der Braunschweiger Naturschutzpreis werden zu einem alle zwei Jahre stattfindenden Braunschweiger Umweltpreis zusammengeführt. Dieser soll im Jahr 2025 zum ersten Mal vergeben werden.

 

Die Verwaltung erarbeitet für jeden Wettbewerbsdurchgang ein Konzept, das neben den Hauptthemen „Klimaschutz“ und „Naturschutz“ auch zusätzliche Preiskategorien beinhalten kann. So können Querschnittsthemen aus dem Umweltbereich berücksichtigt und Be­werberinnen und Bewerber aus unterschiedlichen Altersgruppen und Kontexten spezifisch angesprochen werden.
 

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Sachverhalt

Sachverhalt:


Hintergrund

 

Der Rat der Stadt Braunschweig hat am 12.06.2018 die Weiterführung des Braunschweiger Klimaschutzpreises in einem zweijährlichen Rhythmus, abwechselnd mit einem Natur­schutzpreis, beschlossen (Drs. 18-08304). Durch eine coronabedingte Verschiebung im Jahr 2020 (Drs. 20-13623) hat der Braunschweiger Klimaschutzpreis bisher dreimal stattgefunden (in den Jahren 2017, 2019, 2022). Der Braunschweiger Naturschutzpreis wurde 2021 durchgeführt. Die zweite Auslobung findet aktuell statt.

 

Beide Preise wurden in der Öffentlichkeit gut angenommen. Aus den Erfahrungen der bisherigen fünf Wettbewerbsdurchläufe zeichnet sich ein großes Potential für eine Zusammenführung der beiden Preise ab. Vorrangiges Ziel ist, Bewerbungszahlen und
-qualität auch langfristig auf einem hohen Niveau zu halten. Ein großer Braunschweiger Umweltpreis ist attraktiver und sichtbarer als die Einzelpreise zum Natur- und Klimaschutz und spricht so mehr potentielle Bewerberinnen und Bewerber an. Die Zusammenführung bringt zudem weitere Vorteile, die im Folgenden erläutert sind.


 

Vorteile für die Bewerberinnen und Bewerber

 

In den vergangenen Durchläufen war eine große thematische Bandbreite in den Be­werbungen zu sehen. Die thematische Ausweitung ermöglicht die Annahme von Bewer­bungen, die vorher zu keinem der Einzelpreise gepasst haben. Insbesondere können Quer­schnittsthemen, wie bspw. Klimaanpassung oder Müll im Wettbewerb besser berücksichtigt werden.

 

Die Anzahl der in Braunschweig im Umweltbereich aktiven Initiativen ist zwar hoch, aber begrenzt. Viele Projekte haben zudem eine mehrere Jahre lange Laufzeit. Besonders umfassende Projekte, in denen sich viele Personen über einen längeren Zeitraum engagiert haben, entstehen also nicht regelmäßig jährlich, sondern nur alle paar Jahre. Durch die mit der Zusammenführung einhergehende Erhöhung der Preisgelder ist es möglich, solche überdurchschnittlich umfassenden Projekte stärker zu würdigen. Ein alle zwei Jahre statt­findender Umweltpreis mit sehr umfassender Öffentlichkeitsarbeit bietet zudem mehr Vorlauf für die einzelne Bewerbung.

 

Vorteile für die öffentliche Wahrnehmung

 

Die öffentliche Aufmerksamkeit wird bereits mit anderen, parallel stattfindenden Wettbewerben, sowohl in Braunschweig (bspw. Kleingartenwettbewerb, BBG-Balkonwettbewerb, Nachhaltigkeitspreis für Braunschweiger Schulen), als auch auf Landesebene (bspw. Jugendnaturschutzpreis des NABU-Niedersachsen, Jugend-Klima-Wettbewerb der KEAN) geteilt.

 

Die beiden Einzelpreise zum Naturschutz und zum Klimaschutz konkurrieren aktuell ebenfalls um Aufmerksamkeit. So vergingen in den vergangenen Jahren zwischen der Preisverleihung als Schlusspunkt des einen Wettbewerbsdurchgangs und der ersten Veröffentlichung zum nächsten Durchgang des anderen Preises nur zwei bis drei Monate. Dadurch ist auf Dauer ein Abnutzungseffekt zu erwarten, da sich die Preise in der öffent­lichen Wahrnehmung überlagern bzw. verdrängen. Bei einer Zusammenführung kann alle zwei Jahre eine sehr umfassende Öffentlichkeitsarbeit stattfinden, die eine möglichst ungeteilte Aufmerksamkeit für den Braunschweiger Umweltpreis mit sich bringt.

 

Organisatorische und finanzielle Vorteile

 

Zuletzt führt die Zusammenführung zu einer Prozessoptimierung in der Verwaltung, da die personellen und finanziellen Ressourcen gebündelt genutzt werden können. Insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit kann deutlich intensiver für den Preis geworben werden, wenn die Mittel für Werbung zusammengelegt werden.

 

Personal und Mittel

 

Die Zusammenführung führt zu keinem erhöhten Personal- oder Mittelbedarf. Die Mittel für den Klimaschutzpreis 2024 werden in 2025 übertragen und mit den Mitteln für den Natur­schutzpreis 2025 zusammengelegt.
 

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