Rat und Stadtbezirksräte
Stellungnahme - 23-22183-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Spielplatzsand und Co.: Sieben statt Austauschen?
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- 67 Fachbereich Stadtgrün und Sport
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Umwelt- und Grünflächenausschuss
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zur Kenntnis
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12.10.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Anfrage der FDP-Fraktion im Rat der Stadt vom 27.09.2023 beantwortet die Verwaltung wie folgt:
Zu 1 und 3:
Die Reinigung bzw. der Austausch von Spielsand und Fallschutzmaterialien orientiert sich an den Empfehlungen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes bzw. an den Vorgaben des Rahmenhygieneplanes der Stadt Brauschweig.
Darin ist u.a. empfohlen Sandbereiche mit häufigem Hand-Mund-Kontakt alle zwei Jahre bzw. in Kindertagesstätten jährlich zu tauschen.
Sandreinigungsmaschinen können die Sandqualität durch Entfernung anorganischer und organischer Einträge, sofern es nicht zur Zerkleinerung von Kotballen im Sand kommt, vorübergehend eine auch mikrobiologische Verbesserung der Sandqualität erreichen, die aber nur von begrenzter Wirksamkeit ist. Ob die Sandreinigung auch zur Reduzierung von Wurmeiern führt ist nicht bekannt. Auf partikelgebundene Umweltschadstoffe wie Abgasbestandteile oder Schwermetalle hat die Nutzung von Sandreinigungsmaschinen keinen Einfluss.
Im Rahmen der Unterhaltung wird eine regelmäßige Besichtigung der Spielflächen durch städtisches Personal durchgeführt. Notwendigenfalls wird eine mechanische Reinigung des Spielsandes zur Entfernung organischen und anorganischen Materials und die Beseitigung entsprechender Abfälle im Umfeld der Spielflächen durchgeführt.
Zusätzlich werden die Flächen gelegentlich zur Durchlüftung und Austrocknung gelockert, um die Qualität, die Spieleigenschaften des Sandes zu verbessern und um die Lebensbedingungen für mögliche Krankheitserreger zu verschlechtern.
Aus Gründen der Ressourcenschonung des immer knapper werdenden Materials „Sand“ wird seit einigen Jahren auf die Verwendung von Fallschutzsand verzichtet. Stattdessen werden Fallschutzbereiche vorwiegend aus zertifiziertem Holzhackschnitzel hergestellt. Bei diesem Material handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff, der es aber gleichzeitigt ermöglicht, dass mobilitätseingeschränkte Personen und Rollstuhlfahrer die Flächen nutzen können. Fallschutzmaterial wird in der Regel alle 6 Jahre aufgrund der Zersetzung im Untergrund getauscht.
Auch eine maschinelle Reinigung von Sandflächen kommt zum Einsatz. Auf Spielplätzen, Schulen und Kitas wird das Verfahren nach Bedarf eingesetzt. die Flächen der Beachvolleyballfelder im Stadtgebiet und der Badestrandbereich am Heidbergsee werden ebenfalls regelmäßig maschinell bearbeitet.
Zu 2:
Derzeit liegen die Kosten für den Ausbau, die Entsorgung und die Lieferung von Sand bei ca. 105 €/m³ bzw. 35 €/m² und für Hackschnitzelmaterial bei ca. 97,50 €/m³ bzw. 32,50 €/m².
Für die maschinelle Reinigung von Sandflächen fallen Kosten in Höhe von 4,50-10,00 €/m² je nach Flächenzuschnitt, Anzahl der Einbauten und Größe an.
