Rat und Stadtbezirksräte
Mitteilung - 23-21184-01
Grunddaten
- Betreff:
-
Ergänzung - Pocket-Park Kannengießerstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- 68 Fachbereich Umwelt
- Beteiligt:
- 0100 Steuerungsdienst; DEZERNAT VIII -Umwelt-, Stadtgrün-, Sport- und Hochbaudezernat; 66 Fachbereich Tiefbau und Verkehr
- Verantwortlich:
- Herlitschke
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Umwelt- und Grünflächenausschuss
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zur Kenntnis
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12.10.2023
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Sachverhalt
Sachverhalt:
In der Sitzung des Ausschusses für Mobilität, Tiefbau und Auftragsvergaben am 28.09.2023 wurde um die weitere Ausführung folgender Punkte gebeten:
Auskofferung von Wege- und Platzflächen
Im Zuge der bevorstehenden Entsiegelungsarbeiten ist geplant, die Asphaltdeckschicht mitsamt der Tragschicht in einer Stärke von bis zu 25 cm aufzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Abhängig von den sich während der Ausbauarbeiten zeigenden Realitäten im Untergrund wird flexibel auf die tatsächlichen Erfordernisse reagiert werden müssen. Dabei werden Wurzelverläufe in jedem Einzelfall individuell bewertet, um im Sinne des geplanten Erhalts vitaler Altbäume angemessen reagieren zu können. Grundsätzlich ist im Bereich neuer Baumpflanzungen ein Aushub von bis zu 1,5 m üblich. Die übrigen Bereiche werden, abhängig von den sich zeigenden Verhältnisse im Untergrund, variabel mit geeigneten, unbelasteten Substraten aufgefüllt werden.
Wegebeläge und Versickerungsmöglichkeiten
Bei den Wegen ist vorgesehen, eine weitgehend wasser- und luftdurchlässige, epoxidharzgebundene Wegedecke einzubauen, die alle Anforderungen (Belastbarkeit, Dauerhaftigkeit, Luft- und Wasserdurchlässigkeit, unterhaltungsarm in der Instandsetzung) bestmöglich erfüllt und im Vergleich zu Betonsteinen hinsichtlich des Produktionsaufwandes auch als deutlich umweltfreundlicher gilt.
Es wird darauf hingewiesen, dass unabhängig von der technischen Ausführung der Wege grundsätzlich geplant ist, anfallendes Regenwasser nicht abzuführen, sondern flächig - insbesondere in den Vegetationsflächen zu versickern und damit dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zuzuführen. Damit steht es im Untergrund dann den Pflanzen und hier vor allem den Bäumen zur Verfügung. Ein Überschuss an Wasser wird an tieferliegende Bodenschichten abgegeben (Förderung einer Tiefwurzelbildung, Grundwasserneubildung, usw.).
Aufgrund der zu erwartenden Untergrundverhältnisse mit überwiegend ungünstigen Bodeneigenschaften, kompakten Leitungslagen und zu erwartenden Wurzelpaketen der Altbäume, ist aktuell nicht vorgesehen, das Regenwasser darüber hinaus zu sammeln und gezielt Rigolen oder ähnlichen Bauwerken im Untergrund zuzuführen. Die Möglichkeit des Einbaus einer Zisterne zur Nutzung von Regenwasser in den Trockenphasen wird weiterhin geprüft.
Ausstattung mit Bänken
Es ist vorgesehen, hochwertige Bänke aufzustellen, die unterschiedlichsten Nutzer*innen – so auch beeinträchtigten Menschen gerecht werden (mind. partiell Rücken- und Armlehnen). Daneben werden weitere Aufenthaltsmöblierungen geprüft.
Parkplatzsituation
Im Bereich der Schützenstraße und Kannengießerstraße wird sich die Stellplatzsituation über den Wegfall der 70 Stellplätze (Parkplatz Kannengießerstraße) hinaus wie folgt verändern:
- Entfall eines Parkplatzes im Bereich der Schützenstraße (Erfordernis durch Feuerwehrzufahrt für neues Brandschutzkonzept für die Kirchengebäude)
- Entfall eines Parkplatzes im östl. Teil der Kannengießerstraße für die zu verlegende Privatzufahrt zum Grundstück des Propsteiverband Braunschweiger Land
- Verlegung einer Ladesäule für E-Fahrzeuge im Zuge der Baumaßnahme auf dem bestehenden Parkplatz Kannengießerstraße. Mittelfristig soll darüber hinaus eine neue Ladeeinrichtung mit zwei Ladepunkten im Bereich der Kannengießerstraße geschaffen werden. In diesem Zusammenhang stünden diese beiden Stellplätze zwar nicht weiter zum dauerhaften Anwohnerparken zur Verfügung, können wohl aber während es Ladevorgangs zu Parkzwecken genutzt werden.
Im Zuge der Realisierung des Pocket-Parks entfallen zusammenfassend auf der in sich geschlossenen Parkplatzfläche 70, über zwei Parkscheinautomaten (PSA) bewirtschaftete Stellplätze. Über die beiden PSA, die noch 10 weitere Längsstellplätze an der Kannengießerstraße/Schützenstraße bewirtschaften, werden rd. 139.400 € im Jahr (2022) eingenommen. Hinzu kommen rd. 30.000 € Einnahmen aus Handyparken für den Bereich. Würden diese verbleibenden Stellplätze nur noch den Bewohnern zur Verfügung gestellt werden, ist mit einem jährlichen Verlust von rd. 170 .000 € zu rechnen (in der Schützenstraße nördlich des Parkplatzes Kannengießerstraße befinden sich darüber hinaus noch 10 weitere über einen PSA bewirtschaftete Längsparkstände (Jahreseinnahme 2022 rd. 10.300 €).
Alternative Parkmöglichkeiten stehen jedoch noch in ausreichender Anzahl in etwa 100 m Entfernung u.a. in der Tiefgarage Packhof (nach Sanierung) zur Verfügung. Die Innenstadt ist von dort aus fußläufig erreichbar (Distanz ebenfalls etwa 100 m). Die Tiefgarage wird nach der Sanierung barrierefrei nutzbar sein.
