Rat und Stadtbezirksräte

ALLRIS - Vorlage

Antrag (öffentlich) - 23-22478

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bezirksrat stellt der Verwaltung aus eigenen bezirklichen Mitteln Gelder für Baumnachpflanzungen in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung.

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Sachverhalt

Sachverhalt:

In den Hitzesommern 2018 und 2022 - mit Rekordtemperaturen und Wasserknappheit - ist der Blick auf den Baumbestand auch im Stadtgebiet Braunschweig von besonderer Relevanz. 

Bäume spenden gerade im Sommer wertvollen Schatten und können zu einem kühleren Stadtklima und damit einer höheren Lebensqualität beitragen.

Seit dem Jahr 2018 kam es zu einem Trockenstress, der den städtischen Baumbestand bis heute nachhaltig geschädigt hat und jährlich für erhebliche Verluste im städtischen Grünbestand verantwortlich ist.

So sind in den letzten Jahren jährlich mehr als 800 Bäume auf städtischen Flächen verloren gegangen.

Geht man durch Braunschweigs Parkanlagen, so scheinen sich die Schäden trotz des feuchten Sommers 2023, insbesondere bei älteren Bäumen, noch verstärkt zu haben. 

Hier spielt sicherlich auch der Befall von sporenbildenden Pilzen und Bakterien bei den geschwächten Bäumen eine große Rolle.

Insbesondere der Befall von Rosskastanien durch Pseudomonas-Bakterien dürfte auch für die Braunschweiger Kastanienbestände zukünftig dramatische Auswirkungen haben.

Um den enormen Abgang des Baumbestandes aufzufangen, hat die Stadt Braunschweig Fördergelder in erheblichem Maße eingeworben, mit denen ursprünglich 1000 neue Bäume gepflanzt werden sollten.

Durch eine Preissteigerung von bis zu 20 % waren die beantragte Pflanzung von rd. 1000 Bäumen nicht in vollem Umfang darstellbar. Aktuell wird deshalb von der Pflanzung von geschätzten ca. 800 Bäumen ausgegangen. Vergleicht man jedoch den jährlichen Verlust mit der derzeitigen Anzahl an Ersatzpflanzungen, ergibt sich zukünftig ein enormes Defizit, welches langfristig zu einer erheblichen Abnahme des Gesamtbaumbestandes sowie einer ungesunden Altersstruktur im städtischen Baumbestand führen dürfte.

Der Stadtbezirksrat möchte durch das zur Verfügung stellen von eigenen bezirklichen Mitteln dazu beitragen, dass es auch in Zukunft ausreichend Großbaumbestände im Stadtbild gibt und so dazu beitragen, dass auch zukünftige Generationen eine hohe Lebensqualität im direkten Wohnumfeld vorfinden.

Für die Pflanzung von abgängigen Bäumen stellt der Bezirksrat Mittel in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung. Stellen sich Standorte abgängiger Bäume als wenig sinnvoll für Nachpflanzungen heraus, können Ersatzpflanzungen auch an anderen Standorten, jedoch möglichst ortsnah zum ursprünglichen Standort, innerhalb des Bezirkes vorgenommen werden.

Die Verwaltung möge einmal jährlich eine ganz kurze Mitteilung geben, an welchen Standorten die durch den Bezirksrat finanzierten Baumnachpflanzungen durchgeführt wurden.

gez.

Rochus Jonas

 

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